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Montag 17.07.17 08:58 Uhr|Autor: Umberto Savignano - Münchner Merkur213
Noch etwas schwer getan haben sich die Landesliga-Fußballer des blau gekleideten FC Deisenhofen, hier Vincent Friedrich am Ball, beim 0:0 im Heimspiel gegen den TuS 1860 Pfarrkirchen. FOTOS: UMBERTO SAVIGNANO

Jährlich grüßt das Murmeltier: FCD fehlt die Durschlagskraft

"Ansprüche sind gestiegen"
Das 0:0 gegen den TuS 1860 Pfarrkirchen offenbarte, dass auch im neuen Spieljahr die fehlende Durchschlagskraft zum größten Problem des spielstarken FC Deisenhofen in der Landesliga Südost werden könnte.

Dabei machten die Blauhemden zu Beginn der Partie auf heimischem Rasen so richtig Alarm vor des Gegners Kasten. In den ersten sieben Minuten flog der Ball gleich viermal nur knapp vorbei: bei Luca Tschaidses Kopfball aus der Nahdistanz, zwei Versuchen von Marco Finster sowie Vincent Friedrichs Stirnstreifer aus drei Metern. „Wir müssen am Anfang ein Tor machen“, ärgerte sich FCD-Coach Peter Schmidt über die ausgelassenen Chancen in dieser Anfangsphase der überfallartigen Angriffe. „Das war auch der Plan. Eine frühe Führung hätte uns geholfen.“

Doch die Gäste versteckten sich keineswegs. Statt sich hinten einzumauern, antworteten sie mit einem Überraschungsschuss, den FCD-Schlussmann Matthias Fichtner gerade noch zur Ecke lenkte (9.). Und als TuS-Stürmer Andreas Surner plötzlich frei im Strafraum auftauchte, konnte Fabian Giesen im letzten Moment dazwischengehen (11.).

Es war zunächst eine muntere Begegnung, in der die Deisenhofner durch einen Distanzschuss von Luis Fischer (20., knapp vorbei) und einen weiteren Tschaidse-Kopfball, den ein Verteidiger von der Linie köpfte (23.), antworteten. Danach wurde es ruhiger, bis FCD-Kapitän Michael Vodermeier im Strafraum fiel. Der Pfiff blieb aus, die Hausherren protestierten heftig. „Ein klarer Elfer“, meinte Manager Franz Perneker, der ganz in der Nähe des Geschehens stand.

Trotzdem wollten die Deisenhofner dem Schiedsrichter keine Schuld am Punktverlust zuschreiben. Sie fassten sich lieber an die eigene Nase. „In der ersten Halbzeit waren die Pfarrkirchner immer gefährlich, aber in der zweiten waren sie kaum mehr vor unserem Kasten, da war es ein Spiel auf ein Tor, aber eben nicht zwingend“, analysierte Schmidt mit einer Mischung aus Selbstkritik und Lob an den Gegner: „Pfarrkichen stand stabil und sattelfest mit zwei starken Innenverteidigern. Die haben praktisch keinen Fehler gemacht. Und wir waren im Zweikampf zu schwach, konnten uns da nicht durchsetzen.“

Tatsächlich blieben nach der Pause nennenswerte Gelegenheiten lange aus. Als Vodermeier von Neuzugang Sebastian Lattermann dann endlich mal schön frei gespielt war, fiel sein Schuss viel zu harmlos aus (73.).

Erst der eingewechselte Cenk Caliskan sorgte, jeweils auf Vodermeiers Vorarbeit, zweimal richtig für Gefahr, köpfte erst knapp drüber (84.) und zwang in der Nachspielzeit TuS-Keeper David Gallauer mit einem satten Schuss zu einer Glanztat.

Auch wenn das Siegtor eine schöne Schlusspointe gewesen wäre, nahm Schmidt das Resultat gelassen: „Du kannst froh sein, dass der Gegner die Konter nicht besser ausspielt. Da musst du auch mit dem Punkt zufrieden sein. Den hat sich Pfarrkirchen verdient.“ Der Coach kennt solche Auftritte ja schon: „Es war ein bisschen wir in der vergangenen Saison.“ Die Ambitionen sind allerdings gestiegen, weshalb Schmidt auch sagt: „Wir werden sehen, wo die Reise hingeht. Aber ich hoffe nicht, dass es so weiter läuft. Wir haben Qualität dazubekommen und das müssen wir zeigen.“

 
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