Türkgücü München gegen FC Bayern 2: Die Joker stechen
Montag 21.09.20 12:07 Uhr|Autor: Münchner Merkur / tz / Matthias Horner693
Ein Zähler für den Aufsteiger: Marco Holz (Nummer 6) traf für Türkgücü zum 2:2.  Foto: Huebner

Türkgücü München gegen FC Bayern 2: Die Joker stechen

Münchner-Derby endet ohne Sieger 
Das Münchner Derby zwischen der Bayern-Reserve und Türkgücü München endet mit 2:2. Beide Teams können mit dem Remis leben.


  • Das Münchner Derby zwischen dem FC Bayern München und Türkgücü München endet mit 2:2.
  • Türkgücü-Trainer Alexander Schmidt ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
  • Auch Bayern-Coach Holger Seitz kann mit dem Remis leben.

München – Zuschauer waren keine zugelassen im Grünwalder Stadion, Derbystimmung konnte so nicht wirklich aufkommen. Dabei hatte das Spiel durchaus Unterhaltungswert. Trotz tatkräftiger Unterstützung aus der Profiabteilung kam Drittligameister FC Bayern II zum Saisonauftakt nicht über ein 2:2 gegen Aufsteiger Türkgücü hinaus. Dabei standen mit Jamal Musiala, der sich am Abend zuvor beim 8:0-Kantersieg über Schalke 04 als jüngster Bundesliga-Torschütze in der Historie des Rekordmeisters verewigt hatte, sowie Chris Richards, Adrian Fein, Joshua Zirkzee und Leon Dajaku gleich fünf Akteure im Kader der „Bayern-Amateure“, die sich selbst eigentlich dem Profikader zugehörig fühlen und zuletzt auch dort trainierten. Erst am Abend zuvor habe er erfahren, mit wem er am Samstag planen könne, berichtete der zurückgekehrte FC Bayern-II-Trainer Holger Seitz.

Münchner-Derby: FCB mit Startschwierigkeiten - Türkgücü München hellwach

Die offensichtlichen Startschwierigkeiten der Bayern ließen sich mit den mangelnden Automatismen durchaus erklären. Liga-Neuling Türkgücü indes war sofort voll da, vor allem der ehemalige türkische Nationalspieler Sercan Sararer, den Trainer Alexander Schmidt später lobte („er ist nicht umsonst mein Kapitän“), sprühte vor Engagement und Spielfreude. Bei seinem Führungstreffer (10.) allerdings wurde ihm gegnerische Hilfe zuteil, Routinier Nicolas Feldhahn patzte entscheidend. Anschließend blieb Türkgücü zwar spielbestimmend, die „kleinen“ Bayern aber fanden immer besser in die Partie. Der 1:1-Halbzeitstand nach dem Ausgleich durch Fein (23.) war dennoch etwas glücklich aus Sicht des FCB-Talentschuppens.

Seitz: „Es hat ein bisschen gedauert, bis wir unseren Rhythmus gefunden haben“

„Es hat ein bisschen gedauert, bis wir unseren Rhythmus gefunden haben“, räumte Seitz später ein. Timo Kern brachte den Nachwuchs des Rekordmeisters in der zweiten Hälfte mit dem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung in Front (74.), doch auch Schmidt bewies ein gutes Händchen bei seinen Wechseln. Mit Marco Holz war es ebenfalls ein Joker, der traf – er stellte den Endstand her (81.).

Holger Seitz spricht von „gerechten Unentschieden“

Schmidt war nach dem Abpfiff „zufrieden“ mit dem Auftritt seiner Elf und dem einen Zähler. Auch Seitz sprach von einem „gerechten Unentschieden“, insbesondere der zweite Abschnitt habe ihm gefallen, als sein Team mit „mehr Klarheit in der Rückwärtsbewegung“ agiert habe.

An selber Stelle empfängt Türkgücü am kommenden Samstag den 1. FC Kaiserslautern zum ersten Drittliga-Heimspiel, die Bayern dagegen gastieren beim SC Verl, einem weiteren Aufsteiger. 

(“ MATTHIAS HORNER“)


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