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Mittwoch 19.07.17 10:29 Uhr|Autor: Andreas Werner - Münchner Merkur268
Neue Spielstätte in Fröttmaning: Auf dem FC Bayern Campus entsteht auch ein Stadion für 5000 Besucher. F: MIS

FCB-Damen auf der Suche nach ihrer Heimat

Campus statt Grünwalder
Für Karin Danner ist Urlaub in diesem Sommer ein Fremdwort. Sieben Neuzugänge hat die Managerin der Bayern-Frauen in der fußballlosen Zeit klar gemacht, und da ihr noch eine Defensivkraft fehlt, weilt sie gerade bei der EM in den Niederlanden.

Am Montag saß sie beim deutschen Auftakt im Stadion, gestern beim Duell Österreich gegen die Schweiz, weil da viele Münchnerinnen aufliefen. „Wir haben große Ziele, da darf man nicht auf der faulen Haut liegen“, sagt die Managerin ins Handy. Einen Neuzugang für die Abwehr hat sie noch nicht, „aber es ist ja noch Zeit“. Zur Ruhe wird Karin Danner so bald wohl noch nicht kommen.

Auf das Bayern-Frauen-Team kommt diesen Sommer nicht nur personell ein großer Einschnitt zu – sieben Zukäufen stehen neun Abgänge gegenüber –, auch hinter den Kulissen gibt es eine gravierende Änderung. Die Frauen ziehen auf den neuen FC Bayern Campus in Fröttmaning um. Offiziell bereits am 1. August, doch aus der Praxis heraus könnte es sich ergeben, dass man Aschheim erst nach dem Trainingslager den Rücken kehrt. Nachdem sich in jüngster Zeit die Ereignisse beim TSV 1860 überschlagen haben, wird der Umzug aller Voraussicht nach umfassender als gedacht. Auch die Ligaspiele der Bayern-Frauen werden künftig wohl in Fröttmaning stattfinden. Campus statt Grünwalder Stadion.

Die Planungen sind zwar noch nicht final beschlossen, sagt Karin Danner, „aber das ist die ideale Spielstätte für uns“. Ursprünglich war die Arena, die rund 5000 Besucher fassen kann, für die Juniorenteams des Rekordmeisters geplant, „doch wenn alle grünes Licht geben würden, wäre das endlich eine echte Heimat für uns“, meint die Managerin. Seit Jahren schon pendeln die Frauen zwischen dem Sportgelände in Aschheim, den Büros an der Säbener Straße und dem Stadion auf Giesings Höhen. „Wenn wir jetzt alles, vom Training bis zum Pflichtspiel, auf dem Campus abwickeln können, fühlt sich das endlich nach einem sportlichen Zuhause an“, meint auch Mittelfeldakteurin Simone Laudehr.

Die 31-Jährige verließ die Bayern einst, ging nach Duisburg und später zum 1. FFC Frankfurt, weil es in München noch nicht so professionell zugegangen ist. „Damals waren die Spiele sogar hier in Aschheim, und auch wenn es hier an nichts fehlt: Es ist einfach doch etwas anderes, in München zu spielen“, erinnert sie sich. „Wir Spielerinnen freuen uns alle enorm auf den Campus, da hast du alles, vom Eisbecken über die Sauna bis zur Physioabteilung.

Wenn es denn wirklich abgesegnet wird. Karin Danner kann sich unter Umständen auch vorstellen, dass man die neue Saison Anfang September noch im Grünwalder Stadion startet und eventuell erst im Winter umzieht. Dass professionellere Strukturen insgesamt immer wichtiger werden, hat sie auf ihrer Suche nach Verstärkungen in diesem Sommer nur zu genau gemerkt. Denn die internationale Konkurrenz wächst, nahezu alle namhaften Männer-Klubs steigen in die Frauen-Sparte ein. Zu den bisherigen Branchengrößen Lyon, Paris und Wolfsburg sowie den Premier League-Klubs gesellten sich nun auch Real Madrid, der FC Barcelona, „und auch Juventus Turin steigt jetzt ein“, so Karin Danner. „Am stärksten legt Barça los. Die kaufen alles auf, sie wollen mit aller Gewalt möglichst sofort Europas Nr. 1 werden.“

Bis vor kurzen hätten nur drei, vier Top-Klubs um die internationalen Spitzenspielerinnen gerungen, nun sind es weit mehr. „Das ist ein Grund mehr, dass wir uns nie ausruhen dürfen. Wir können aber optimistisch sein“, meint die Münchner Managerin: „Unser neuer Kader steht bereits gut da, der Campus kommt – wir sind ein spannendes Projekt.“ Und damit es so bleibt, ist Karin Danner auch im Urlaub auf Achse.

 
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