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Donnerstag 14.05.15 12:53 Uhr|Autor: Allgäuer Zeitung / Bernd Schmelzer378
Melanie Leupolz jubelt. Mit ihrem Treffer zum 1:0 gegen Essen schoss sie den FC Bayern in Richtung Meisterschaft. F.: Pressefoto Eibner

»Alles super!«

Leupolz schießt den FC Bayern zur deutschen Meisterschaft +++ Vor der WM erholt sie sich in der Allgäuer Heimat
Als die Fußballerinnen des FC Bayern München 1976 letztmals die deutsche Meisterschaft gewannen, war sie noch gar nicht geboren. Jetzt ebnete ihr Führungstreffer beim 2:0-Sieg gegen Essen vor mehr 5000 Zuschauern den Weg zum zweiten Meistertitel für die Münchnerinnen. Nach einem regelrechten Feier-Marathon nahm sich Melanie Leupolz (21) Zeit für ein Exklusiv-Gespräch mit der Allgäuer Zeitung, danach ging es in die Heimat.

Platte Frage, aber vielleicht berechtigt nach den diversen Feierlichkeiten – wie geht´s gerade, Melanie Leupolz?

Leupolz: Ich bin etwas müde und brauche sicher noch ein paar Tage, bis die Kräfte wieder aufgetankt sind. Ansonsten aber natürlich: alles super!

Sind Spontan-Feiern einfach am schönsten?

Leupolz: Auf alle Fälle. Wir haben überhaupt nicht mit dem Titel gerechnet. Ich habe auf dem Platz keine Sekunde an Wolfsburg gedacht. Erst nach dem Spiel, als man uns gesagt hat, dass Frankfurt gegen Wolfsburg 1:1 ausgegangen ist und wir dadurch Meister seien, habe ich das realisiert. Ein überragendes, unbeschreibliches Gefühl!

Sie haben in Ihrer ersten Saison in München gleich den Titel geholt. Alles richtig gemacht mit dem Wechsel vom SC Freiburg zum FC Bayern?

Leupolz: Richtig. Die Entscheidung bereue ich zu keinem Zeitpunkt. Eine tolle Mannschaft, die Stadt gefällt mir, ein Super-Umfeld, nächste Saison spielen wir in der Champions League – besser geht es nicht!

Würden Sie sagen: „Der FC Bayern hat mich besser gemacht!“?

Leupolz: Klar. Vor allem Außenstehende sagen das zu mir. Ich selbst kann das ja nur teilweise einschätzen. Aber da hat schon eine positive Entwicklung stattgefunden. Gerade die Bundestrainerin bestätigt mir das in Gesprächen.

Sie haben mit Thomas Wörle einen männlichen Trainer. In der Nationalmannschaft mit Silvia Neid eine Frau. Wer oder was ist Ihnen denn lieber?

Leupolz: Mir persönlich ist das egal. Es gibt Spielerinnen, die sagen: Männer können sich besser durchsetzen. Ich finde, Frau Neid zeigt doch auch, wie man eine Mannschaft führen kann. Von daher: Wichtig sind fundierte Kenntnisse im Fußball, Sachverstand und Leidenschaft. Egal ob Mann oder Frau.

Ist der FC Bayern gerade „hip“ im Frauenfußball?

Leupolz: Da ist ein gewisser Trend zu erkennen. Früher wurden beim FC Bayern junge Spielerinnen ausgebildet, haben dann den Verein verlassen. Jetzt sind die Bedingungen anders. Der FC Bayern ist auch im Frauenfußball zu einer Marke geworden. Mit Sara Däbritz kommt die nächste Nationalspielerin zu uns. Das sagt alles.

Anfang Juni geht es nach Kanada zur WM. Was steht bis dahin noch auf dem Programm?

Leupolz: Zunächst einmal fahre ich ins Allgäu. Ausspannen, bisschen Laufen, Regeneration, allerdings haben wir Fußball-Verbot. Und am kommenden Montag beginnt die Vorbereitung mit einem Lehrgang in der Schweiz.

Zur Person

Geboren ist Melanie Leupolz in Wangen, angefangen mit dem Fußball hat sie beim TSV Ratzenried. Über den TSV Tettnang kam die Allgäuerin 2010 zum SC Freiburg, wo sie zur Nationalspielerin reifte. Mit dem DFB wurde sie 2013 Europameisterin. Im Sommer wechselte Leupolz zum FC Bayern nach München, wo sie Sport-Marketing studiert. Seit Sonntag ist die 21-Jährige deutsche Fußballmeisterin.

 
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