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Sonntag 09.04.17 20:15 Uhr|Autor: Benedikt Hecht (BZ)1.164
Spitzentanz um den Ball: Der Auggener Christian Ophoven (rechts) mit dem Freiburger Enzo Broguy | Foto: Benedikt Hecht

FC Auggen gelingt 3:1-Erfolg über Solvay Freiburg

Favorit Auggen lässt jede Menge Chancen aus +++ SV Solvay sieht zwei Platzverweise
Die Markgräfler sind ihrer Favoritenrollen gegen Schlusslicht SV Solvay Freiburg gerecht geworden. Allerdings war der letztlich nicht unverdiente Heimsieg auf dem Kunstrasenplatz in Auggen bei ungewohnter Hitze ein härteres Stück Arbeit, als von den meisten erwartet.

Unter der Woche am Rande des Pokalspiels in Hausen hatte Solvay-Coach Boris Darvich mit dem Auggener Trainer Enzo Minardi noch gewitzelt: „Könntet ihr uns nicht 3:1 gewinnen lassen?“ Eine Einigung haben die beiden wohl nicht erzielt, den letztlich gingen die von Minardi trainierten Markgräfler am Sonntagmittag als 3:1-Sieger vom Platz. Wieso diese Partie bei  sommerlichen Temperaturen auf dem künstlichen Grün und nicht auf Naturrasen ausgetragen wurde, konnte Minardi auch sofort erklären: „Der Rasen ist gerade frisch gemacht worden und noch zu uneben, der braucht erst noch ein paar Regenschauer sonst machen wir ihn sofort wieder kaputt.“

GALERIE FC Auggen - SV Solvay Freiburg


Sollte der Kunstrasen ein Vorteil seinen Mannen einbringen? Zumindest erwischte der FC Auggen einen optimalen Start. Fünf Minuten waren gerade einmal absolviert, da zappelte das Spielgerät bereits im Solvay-Netz: Torjäger Bastian Bischoff hatte abgezogen und getroffen. Doch wer nun  ein Schützenfest erwartete, sollte sich deutlich geirrt haben. Denn einerseits wehrten sich die Freiburger so gut es ging, blieben nach vorne allerdings blass, zudem stellte sich bei den Auggenern eine nicht erwarte Ungenauigkeit ein. „Wir waren in dieser Phase nicht zielstrebig genug, hätten eigentlich viel mehr Tore erzielen müssen“, wusste Minardi. Denn Christian Ophoven (12.), David Held (16.) und Bastian Bischoff scheiterten teilweise kläglich. Dieser Einschätzung schloss sich auch Darvich an: „Auggen hätte zudem Zeitpunkt viel höher führen müssen.“

Stattdessen kamen die Freiburger nach dem Seitenwechsel zu einem kleinen Zwischenhoch, erst glich Ahmet Heffaoui per Foulelfmeter aus (56.), vier Minuten später verhinderte FCA-Keeper Oliver Gümpel mit zwei klasse Reflexen gegen Michael Beyai einen möglichen Rückstand. „Da war ein kurzes Aufflackern von Solvay zu sehen“, analysierte Minardi. Doch die Markgräfler zeigten eine gute Reaktion auf den unerwarteten Ausgleich, bissen sich zurück in die Partie und beherrschten nun wieder das Geschehen: Ophoven erhöhte nach Flanke von Sandro Casalnouvo per Kopf auf 2:1 (63.).

Hektisch wurde es schließlich sieben Minuten vor dem Ende, Solvay-Akteur Beyai sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, „die geht so auch in Ordnung“, erklärte Darvich. Doch was sich danach abspielte, „das vermiest mir den Tag.“ Henry Osajere   Adetoro beschwerte sich beim Schiedsrichter, sah Gelb und nun wurde es turbulent. „Der Schiedsrichter hat meinen Spieler mit beiden Händen weggeschubst. Dass der sich das nicht gefallen lässt, ist doch logisch.“ Adetoro sah so binnen Sekunden doppelt Gelb und musste ebenfalls frühzeitig zum Duschen. „Diese Minute trübt den ganzen guten Eindruck der Partie, denn eigentlich war es ein faires Spiel“, so Darvich. Gegen neun Freiburger setzte Idrissa Khan  per Strafstoß zum  3:1 (86.) schließlich den Schlusspunkt.

FC Auggen - SV Solvay Freiburg 3:1 (1:0)
Auggen: Gümpel, Flaig (80. Lacher), Domagala, Cifdalöz, Reinecker, Ophoven, Casalnuovo (66. Dold), Khan, Bischoff (77. Ernst), Wettlin (88. Rahoui), Held.  Solvay: Manneh, Albani, Adetoro, Jagne (75. Rau), Broguy-Piovesan, Diomande, Rosales Angulo, Hassoun (53. Beyai), Aquiayi (87. Tek-Rech), Heffaoui, Mangu (54. Malala). Tore: 1:0 Bischoff (5.), 1:1 Heffaoui (56. /FE), 2:1 Ophoven (63.), 3:1 Khan (86./FE). Schiedsrichter: Schätzle (Schönwald). Zuschauer: 250. Gelb-Rot: Beyai (83.),  Adetoro (84./ beide Solvay).
 
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