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Freitag 19.05.17 15:00 Uhr|Autor: Klaus Högl364
Sein letztes Punktspiel bestreitet der FC Amberg in Aubstadt. Foto: Archiv

Trainer will ansprechende Leistung sehen

FC Amberg beschließt die Bayernliga-Saison mit der Partie beim TSV Aubstadt. Torhüter Götz fehlt verletzungsbedingt.

Für den FC Amberg steht das Finale der Saison 2016/17 bevor, es geht noch mal zum heimstarken TSV Aubstadt und zum Glück sind die Amberger mehr oder weniger sorgenfrei. 33 von 34 mögliche Spiele haben die Amberger benötigt, um keinen Gedanken mehr an die Relegation verschwenden zu müssen. Die 44 Zähler reichen, es geht in Aubstadt praktisch um nichts mehr – zumindest für die Amberger.



Und das ist auch gut so, denn im Rhön-Grabfeld lässt Trainer Josef Francic die Saison nicht einfach nur so ausklingen. Der TSV Aubstadt gehört nämlich zu dem Trio, das sich hinter Meister VfB Eichstätt um den Relegationsrang zwei in der Bayernliga Nord rauft: Viktoria Aschaffenburg (2. Platz/66 Punkte), der TSV Aubstadt (3./65) und der TSV Großbardorf (4./64) – sie alle haben am 34. und letzten Spieltag die Chance auf die Relegation. Alle spielen am Samstag um 14 Uhr: Aschaffenburg hat es daheim in der Hand gegen den TSV Großbardorf. Diese Konstellation ist für den TSV Aubstadt gerade zu einmalig: reicht es zwischen Aschaffenburg und dem TSV Großbardorf nur zu einem Remis, dann ist der TSV Aubstadt Zweiter und Relegations-Teilnehmer.

So kommt’s, dass der Auftritt des FC Amberg in Aubstadt sogar noch von Bedeutung ist – theoretisch versteht sich, obwohl es das Ziel der Amberger ohnehin ist, „nichts zu verschenken und sich entsprechend zu präsentieren“, wie Lutz Ernemann und sein Vize Bastian Ellmaier sagen. Eine „ansprechende Leistung“ soll es sein mit einem „akzeptablen Ergebnis“. Und da kann man schon zwischen den Zeilen heraus lesen, dass die Hoffnungen auf einen Punktgewinn nicht zu groß sind.

Gereicht hat es für den FC Amberg nach dem letzten 5:2 vor Wochenfrist noch zum Klassenerhalt nach einer mit vielen Problemen gespickten Saison. Die kommende in der Bayernliga wird wohl kaum besser werden, das zeichnet sich schon mal ab, Trainer Lutz Ernemann hat reichlich zu tun. Der Schlusspunkt einer wenig harmonischen Saison war wohl die Demission eines vom Verein enttäuschten Torhüters Matthias Götz.


Ungewöhnlicher Schritt

Götz prangert die Verhandlungsmethoden des Vereins an, ein ziemlich ungewöhnlicher Schritt und scheidet wohl nicht im Frieden von seinem „Hausverein“. Matthias Götz hat als einziger 33 Spiele absolviert. Das 34. und letzte wird er nicht bestreiten, das liegt aber eindeutig – und an nichts sonst – daran, dass sich Götz beim 2:7 gegen Ansbach einen Kapselriss am Daumen zugezogen und mit Spritzen doch noch gespielt hat, jetzt aber aussetzen muss. In Aubstadt bei der Schluss-Vorstellung wird auch Andreas Graml (Rippenbruch), Jan Fischer (Leistenprobleme) und der erkrankte Michael Dietl fehlen. Apropos fehlen: Da werden in der kommenden Saison mindestens die Hälfte der Spieler dieser Saison nicht mehr dabei sein. Götz, Seitz, Knorr, Karzmarczyk, Wiedmann, Dietl, Geissler werden fehlen. Es ist in der kommenden Saison ein finanzielles Problem, deshalb eine sehr junge Mannschaft, wobei man ohnehin die fundamentale Frage stellen kann, wer dann eigentlich noch auf der Bank sitzt.

Wie dem auch sei: Diese Saison eins nach dem Abstieg ist vorbei, sie hatte im Trainerwechsel (Lutz Ernemann für Günter Brandl) ihren letzten Paukenschlag. Aber der Wechsel war zumindest richtig. Mit Brandl, einst geholt mit der Prämisse „er tut uns gut, er kann mit jungen Spielern umgehen, er ist ein Fachmann“ (O-Ton des Ex-Teammanagers Hubert Kirsch) wäre es vermutlich für den FC Amberg wieder nach unten gegangen. Es sollte, nach dem Abstieg mit Timo Rost aus der Regionalliga, ein Jahr werden „um uns zu positionieren nach dem überraschenden Rost-Weggang“, hieß es. Amberg wollte sich wieder erholen, tatsächlich war es ein Jahr unter einem unheilvollen Stern. Zu denken geben muss auch, dass die Zuschauer wegliefen, im letzten Heimspiel gerade nochmal 150 Zuschauer, damit ist der Tiefpunkt erreicht.


Auch Werner Aichner geht

Es gehen nicht nur Spieler, es geht im Juni mit Werner Aichner ein hochverdienter Mann, ohne den es den jetzigen FC Amberg nach dem 1. FC Amberg nicht gäbe. Der Mann geht nicht allein aus Altersgründen…

 
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