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Freitag 21.04.17 20:00 Uhr|Autor: SHZ / Ulrich Schröder195
Torjäger René Guder (links), hier im Laufduell mit Norderstedts gut gelauntem Hamajak Bojadgian, möchte noch einige Treffer für den ETSV Weiche erzielen, bevor er im Sommer nach Kiel zurückkehrt. Foto; Dewanger
Der ETSV Weiche Flensburg ist gewarnt
Letztes Sonntag-Heimspiel der „Eisenbahner“ gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim / Stürmer Tim Wulff nach fünfter Gelber Karte gesperrt

Das letzte Sonntag-Heimspiel der Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche Flensburg steht an. Der Tabellen-13. VfV Borussia 06 Hildesheim kommt ins Manfred-Werner-Stadion und wird versuchen, etwas mitzunehmen. „Ich muss mich wiederholen“, sagt ETSV-Trainer Daniel Jurgeleit und charakterisiert Gegner, die um den Klassenerhalt kämpfen: „Die werden stabil und kompakt stehen, diszipliniert und aus der Ordnung heraus agieren.“ Zuletzt gelang dem Aufsteiger aus der vergangenen Saison ein 0:0 in Lüneburg. Die Niedersachsen haben in 28 Partien nur 31 Gegentreffer kasssiert (drei mehr als der ETSV), allerdings auch nur 25 Tore selbst erzielt – nur Lüneburg (21) traf seltener.



Das Hinspiel gewann der ETSV 2:0, tat sich allerdings über weite Strecken schwer. „Das hätte auch anders ausgehen können“, erinnert sich Jurgeleit und fordert: „Im Rückspiel müssen wir was anbieten.“

Dabei nicht mithelfen kann Stürmer Tim Wulff, der beim 1:1 gegen Eintracht Norderstedt die fünfte Gelbe Karte sah und gesperrt ist. Nedim Hasanbegovic, Angelos Argyris und Jannik Drews sind wieder einsatzbereit, fraglich ist das Mitwirken von Marc Böhnke – der Kapitän laborierte an Oberschenkelproblemen.

Die „Eisenbahner“ dürften nach zehn Tagen Pause ausgeruht ins drittletzte Heimspiel der Saison gehen, Hildesheim musste zuletzt am Mittwoch in Lüneburg ran. Der Kräfteverschleiß beim Tabellenzweiten war beim 1:1 gegen Norderstedt deutlich zu spüren. Mächtig motiviert dürfte auf jeden Fall Torjäger Rene Guder (22) sein. Mit dem Team will er Platz zwei schaffen – angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf Havelse und den HSV II ein durchaus realistisches Ziel – und nur zu gern würde sich der Kiel-Rückkehrer mit der Torjägerkanone im Gepäck aus Flensburg verabschieden.

Derzeit liegt Guder gleichauf mit zwei weiteren Kickern auf Platz zwei (15 Tore), Meppens Benjamin Girth führt mit 19 Treffern.Weiche gegen Hildesheim – das war in der Vorsaison ein echtes Spektakel. Die Flensburger gerieten in Rückstand, drehten die Partie aber schnell und hatten am Ende 6:1 gewonnen. Ein ähnliches Torfestival ist am Sonntag nicht zu erwarten.

„Fast alle Spiele sind eng“, weiß Daniel Jurgeleit. Es wird wieder auf Konzentration und Geduld ankommen. Je länger es 0:0 steht, desto mehr wird sich der Außenseiter zutrauen. Und Hildesheim gibt nicht auf, das war im Heimspiel gegen Tabellenführer Meppen zu sehen: Der VfV lag schon 0:3 hinten, erzielte aber noch zwei Tore und hätte die Partie fast noch gedreht. Der ETSV ist also gewarnt.
 
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