FuPa-Wintercheck: Leher TS
Dienstag 16.01.18 09:16 Uhr|Autor: FuPa Bremerhaven / Volker Schmidt295
F: FuPa Lüneburg

FuPa-Wintercheck: Leher TS

Heute zieht Trainer Dennis Ley eine Halbzeitbilanz und blickt rückblickend auf das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte zurück.
Die Teams in der Bremen-Liga sind in der Winterpause. FuPa zieht Bilanz und hat sich in den Vereinen umgehört. Die Bremenliga-Fußballer der Leher TS bereiten sich nach dem erfolgreichsten Jahr 2017 in der Vereinsgeschichte auf die Rückrunde vor. Rückblickend berichtet Trainer Dennis Ley im Interview mit Volker Schmidt über die Höhepunkte gegen den Bremer SV und 1. FC Köln, über das Lotto-Pokal-Aus gegen den OSC Bremerhaven drei Tage nach dem DFB-Pokalspiel gegen die Geißböcke, und wie sich der Traditionsverein aus dem Speckenbütteler Park in den kommenden Jahren ohne Aufwandsentschädigungen in der höchsten Bremer Amateurklasse stabilisieren will.


Herr Ley, das Sportjahr 2017 war in der 119. Vereinsgeschichte der Leher Turner das Erfolgreichste. Wie stolz sind Sie mit etwas Abstand auf die vergangenen Wochen und Monate?

Natürlich war das Sportjahr 2017 im Nachgang betrachtet, mit dem sensationellen Lotto-Pokalsieg gegen den Bremer SV, mit dem Erreichen des DFB-Pokalspiels gegen den 1. FC Köln, der ersten Übertragung im Fernsehen und der erneuten Teilnahme beim Lotto-Masters in der ÖVB-Arena ein ganz erfolgreiches Jahr. Das sind schöne Erinnerungen, die wir wohl erst in ein paar Jahren so richtig genießen können. Wir sind sehr, sehr stolz, dass wir das mit unseren Mitteln erreichen konnten und wollen Vorbilder für Mannschaften sein, die ähnlich arbeiten wie wir. Wenn man hartnäckig arbeitet, kann man große Ziele erreichen.

 

Sie überwintern mit Ihrer Mannschaft auf Platz sieben der Bremen-Liga und sind derzeit Bremerhavens Aushängeschild in der höchsten Bremer Amateurklasse. Was haben Sie sich fürs Sportjahr 2018 vorgenommen?

Wir wollen gerne in der Tabellenregion bleiben, wo wir derzeit sind. Wir haben ein kleines Polster auf Platz zehn. Ziel muss es sein, am Ende der Saison mindestens auf Platz acht zu stehen und zum dritten Mal in Folge am Hallenmasters in Bremen teilnehmen zu dürfen. Das wäre schon eine super Geschichte.  Wir sind derzeit beste Bremerhavener Mannschaft. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Andere Vereine arbeiten mit anderen Mitteln und haben andere Möglichkeiten als wir. Deshalb ist das nicht unser primäres Ziel.

 

Sie mussten einen Tag nach dem Lotto-Hallenmasters am 17. Dezember in der ÖVB-Arena den Wechsel von Offensivspieler Egon Sula zum Liga-Konkurrenten ESC Geestemünde hinnehmen, der erst im Sommer vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln vom Landesligisten FC Eintracht Cuxhaven in den Speckenbütteler Park gewechselt war. Ärgert Sie es, wenn Spieler nicht einmal eine Saison dem Verein treu bleiben?

Natürlich ist es schöner, wenn die Spieler eine komplette Saison bei einem Verein spielen. Früher war es auch eher so, aber heute sind die Zeiten schnelllebiger geworden, nicht nur im Sport, sondern in allen Alltagssituationen. Es ist schade, da wir den Spieler gerne gehalten hätten und denken, dass wir Egzon auch eine gute sportliche Perspektive geboten haben, die er uns auch bestätigt hat. Aber wir konnten und wollten mit den Argumenten des ESC Geestemünde nicht mithalten. Das muss man ganz klar sagen. Das ist nicht unsere Philosophie. Wir wollen Spieler binden, weil sie unseren Verein gut finden und vielleicht die Trainingsarbeit und die örtlichen Gegebenheiten schätzen. Von daher akzeptiere ich es so wie es ist und bin dem Spieler nicht böse. Man muss  damit leider leben.

 

Auf der anderen Seite kehrt Julian Bünting nach seinem Kurz-Engagement vom TSV Esenshamm zurück, der Ihnen mit dem entscheidenden 2:0-Sieg beim Blumenthaler SV den Weg ins Lotto-Pokalendspiel geebnet hatte. Was ist das schief gelaufen, dass Bünting nach dem Sensations-Pokal-Endspielsieg gegen den Bremer SV und der DFB-Pokal-Partie gegen den 1. FC Köln ihre Mannschaft verlassen hat?

Da ist nichts schief gelaufen. Julian hatte sich vor dem Finale aus beruflichen Gründen entschieden, den Verein zu verlassen. Von daher war die Entscheidung schon im Vorfelde von uns gemeinsam gefallen. Jetzt hat sich seine berufliche Situation wieder geändert, da seine Ausbildung beendet ist, er neue Arbeitszeiten hat und auch wieder regelmäßig trainieren kann. Wir freuen uns sehr, dass Julian mit seiner sportlichen Qualität wieder da ist und  sich für die sportliche Alternative entschieden hat.

Wie stressig waren die zwei Monate von der Auslosung in der ARD-Sportschau am 11. Juni bis zum Spiel der Vereinsgeschichte am 12. August vor 8119 Zuschauer im Nordsee-Stadion?

Die Zeit war sehr stressig. Die ersten Anfragen von den Presseleuten waren noch schön und man hat sich gefreut. Aber es wurden immer mehr und intensiver und wollten jede Trainingseinheit sehen und alles von uns wissen, weil sie von uns natürlich noch nicht so viel kannten. Nach hinten raus war es sehr anstrengend. Ich hatte das Gefühl, dass es den Spielern dann auch nicht mehr gut getan hat und förderlich war. Deshalb hatten wir ja fünf Tage vor dem Spiel ein sogenanntes Presseverbot erteilt. Dieses Erlebnis war ohne Frage sehr, sehr schön gewesen, dort mal zu spielen, aber was man da neben dem Fußball als einzelner Amateurtrainer noch alles leisten muss, ist schon immens und überschreitet die Kapazität, die man erfüllen kann. Zum Glück war es nur dieses eine Event. Von daher konnte man im Nachhinein mit dem Stress leben, aber im täglichen Leben würde es einen extrem belasten.

 

Wie belastend und ernüchternd war drei Tage nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte das Lotto-Pokalaus gegen den OSC Bremerhaven an gleicher Stelle vor nur noch 200 Fans?

Das war schon eine unglückliche Ansetzung. Vorher das Spiel mit  den überragenden Rahmenbedingungen gegen Köln. Da war es  schwierig, die Spieler an derselben Stelle zu motivieren, um erfolgreich zu sein. Der Bremer Pokal ist  für uns Amateurmannschaften eine ganz wichtige Geschichte, weil man Prämien einspielen kann. Am Ende haben wir verdient verloren, aber ich glaube, wenn das Spiel zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden hätte,  dann wären wir in der Lage gewesen, das Spiel erfolgreicher zu gestalten. Es war schon ein komisches Gefühl, wo man drei Tage zuvor so in der Öffentlichkeit gestanden hatte. Da sieht man mal wie schwierig es ist, nach einem Höhepunkt in den Liga-Alltag zurückzukehren.

 

Ihre Mannschaft ist danach in der Bremenliga mit Niederlagen gegen den SV Werder Bremen III (0:1), VfL 07 Bremen (1:3), TuS Schwachhausen (1:2), Bremer SV (0:5) und SG Aumund/Vegesack (2:3) in ein Leistungstief gefallen. Warum?

Ja, da hatten wir einen kleinen Negativlauf. Die Niederlage gegen Werder war unglücklich. Beim VfL 07 waren wir die schlechtere Mannschaft und haben gemerkt, dass die Aufgabe ohne Jan-Niklas Kersten nicht einfacher wird. Gegen Schwachhausen hätten wir etwas Zählbares mitnehmen können. Das Ergebnis gegen den Bremer SV war klar, aber meine Mannschaft hat sich gut gewehrt. Die Niederlage gegen Vegesack war doof. Vielleicht hat auch nach dem Mega-Highlight gegen Köln  noch ein wenig die Motivation gelitten. Aber wichtig war, dass wir als Verein und Trainer ruhig weitergearbeitet haben. Das ist uns gelungen und wir sind wieder in die Erfolgsspur zurück. Das spiegelt wohl auch den wahren Leistungsstand der Mannschaft wider.

 

Nun sind Sie nach dem 4:2-Sieg gegen den TSV Grolland seit dem 15. Oktober fünf Siegen und vier Unentschieden ungeschlagen. Warum hat es plötzlich wieder Klick gemacht?

Wenn Fußball so einfach zu erklären wäre, indem man das Rezept findet und wieder erfolgreich wird. Dann könnte ich damit wahrscheinlich noch Geld verdienen. Wir haben beharrlich weitergearbeitet und haben mit einer leichten Systemumstellung auch etwas mutiger agiert. Nach zwei Siegen in Folge ist dann auch die Psyche wieder da. Wir haben mit kleinen Schritten das Glück wieder auf unserer Seite gebracht. Wir waren im Negativlauf ja nicht blind, sondern sind durch Kleinigkeiten  auf die Verliererstraße geraten. Man muss kontinuierlich mit den Spielern arbeiten, da ein Erfolgserlebnis  den Kopf wieder befreit.

 

Am 25. Februar 2018 beginnt die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen Vatan Sport die Rückrunde. Mit 29 Punkten können Sie sich ganz entspannt auf die neue Spielzeit 2018/19 vorbereiten. Wie sehen ihre Ziele in den kommenden drei bis fünf Jahre aus?

Ja, was heißt ganz entspannt? Natürlich sind wir mit Blick auf den Ligaverbleib entspannt. Das stimmt. Aber wenn wir unser Saisonziel mit Platz acht erreichen wollen, dann kann ich nicht von Entspannung sprechen, da wir in der Rückserie noch gegen alle Mannschaften von oben ran müssen. Hastedt und Oberneuland haben sich verstärkt, von daher wird es für uns noch eine schwierige Aufgabe, um unser Saisonziel zu erreichen. Dafür brauchen wir eine gute Vorbereitung. Wir wollen uns in Zukunft weiter stabilisieren und Schritt für Schritt vorankommen und irgendwann mal Platz sechs oder fünf anpeilen. Das sind unsere nächsten Stepps. Wir wollen unseren Weg kontinuierlich weitergehen, den wir vor Jahren begonnen haben. Weiter wollen wir gerade in den ersten beiden Jahren für die U19-Spieler des JFV Bremerhaven, wenn sie den Sprung in den Herrenbereich schaffen wollen, eine gute Plattform sein. Wir  wollen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten ohne Aufwandsentschädigungen und solchen Dingen stabilisieren und  gute,  sportliche Rahmenbedingungen schaffen. Dafür haben wir uns in den vergangenen Jahren ein gutes Umfeld erarbeitet.


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