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Freitag 25.08.17 18:00 Uhr|Autor: aog366
Die DJK Gebenbach (in Grün) ist am Wochenende in Aschaffenburg zu Gast. Foto: Brückmann

Gebenbach will „winzige Chance“ nutzen

Bayernliga-Aufsteiger steht in Aschaffenburg vor einer hohen Hürde – zumal die Auswärtsbilanz bisher nicht toll ist.

Die bisherige Auswärtsbilanz der DJK Gebenbach – sieht man einmal vom 3:0-Auftaktsieg in Hof ab – lässt auch für das fünfte Gastspiel in der Fußball-Bayernliga Nord beim Meisterschaftsanwärter Viktoria Aschaffenburg (Samstag, 14 Uhr) nichts Gutes erahnen.



„Wir gehen natürlich in das Spiel, um einen Sieg einzufahren. Alles andere wäre enttäuschend, da brauchen wir nicht drumherum reden“, lässt Aschaffenburgs Trainer Jochen Seitz keinen Zweifel daran, dass die Punkte gegen den Liganeuling Gebenbach in Aschaffenburg bleiben sollen. Die Mannschaft des ehemaligen Bundesligaprofis (VfB Stuttgart, Schalke 04, SpVgg Unterhaching) hat unter der Woche ebenfalls im Pokal gegen den Landesligisten den TSV Abtswind beim 6:3-Erfolg den Torabschluss erfolgreich praktiziert und will sich jetzt weiter vorarbeiten.

„Aschaffenburg ist nach dem Unentschieden gegen Weiden unter Zugzwang. Im Grunde zählt nur ein Sieg, wollen sie ihrem Ziel Aufstieg gerecht werden. Wir stellen uns auf einen Gegner ein, der ganz klar das Ziel hat, uns Aufsteiger mit großer Dominanz besiegen zu wollen. Anschließend findet ihr Stadtfest statt, da möchten sich die Spieler dann auf die Schulter klopfen lassen, was zusätzlich motiviert“, so DJK-Trainer Faruk Maloku.


Jede Position doppelt besetzt
Die traditionsreiche Viktoria, die 1985 in die 2. Liga aufgestiegen ist, hat praktisch jede Position nicht nur doppelt, sondern auch hochkarätig besetzt. Björn Schnitzer und Daniele Toch im Mittelfeld machen mit ihrer individuellen Klasse oft den Unterschied. Auf der anderen Seite wird der Kader von DJK-Trainer Faruk Maloku immer kleiner. Abwehrspieler Tobias Stubenvoll hat sich das vordere Kreuzband gerissen und fällt für diese Saison aus. Der Regionalliga erfahrene Innenverteidiger Andre Biermeier ist noch auf Studienreise, und ob der in den letzten Spielen fehlende Johannes Böhm (Ferse ) auflaufen kann, ist noch sehr fraglich. Überdies hat sich Stürmer Dominik Siebert diese Woche dem Landesligisten SC Ettmannsdorf angeschlossen und Remi Szewczyk wechselt in die Reservemannschaft, um ebenfalls mehr Spielzeiten zu bekommen.

„Entscheidend wird sein, dass wir trotz vieler verletzter Spieler und Umstellungen den Fokus aufs Spiel hinbekommen und mit Disziplin und Vollgas bis zum Ende weiterspielen. Wir müssen mutig auftreten, ohne die defensive Grundordnung zu verlieren. Wenn wir kompakt verteidigen und mit viel Mentalität ausgestattet sind, haben wir eine winzige Chance“, glaubt Maloku. „Diesmal gibt es für uns nichts zu verlieren. Wir können befreit aufspielen und weiter dazulernen“, so Maloku weiter.


Chance kann spielentscheiden sein
Beim 5:2-Heimsieg gegen Jahn Forchheim hat seine Mannschaft in der entscheidenden Phase die Chancen genutzt. „Man hat gesehen, dass die Bedeutung jeder Torchance jetzt viel höher zu gewichten ist als noch zur Landesligasaison. Jede Torchance kann spielentscheidend sein oder den Charakter des Spiels entscheidend verändern“, so der DJK-Coach. Bis jetzt hat Gebenbach in jedem der acht Liga Spiele zumindest einen Treffer erzielt. Ob dies auch in der nördlichsten Stadt Bayerns der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.
 
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