Der Streit um die Kreisliga D
Donnerstag 10.07.14 16:30 Uhr|Autor: Kölner Stadt-Anzeiger / mos1.251
Stolz präsentieren die Meister und Aufsteiger des Fußballkreises Rhein-Erft ihre Urkunden., Foto: Hans Moers

Der Streit um die Kreisliga D

Der Fußballkreis Rhein-Erft hat die Staffeln für die neue Saison eingeteilt, doch der Antrag der SG Frechen 46 erhitzt die Gemüter. Es steht aber bereits fest, dass eine Kreisliga D mit insgesamt drei Staffeln eingeführt wird.




Noch ist die Staffeleinteilung für die Ligen des Fußballkreises Rhein-Erft nicht „amtlich”. Es steht aber fest, dass die Kreisliga B von drei auf zwei Staffeln reduziert, die Kreisliga C in drei Staffeln aufgestellt und darunter eine Kreisliga D mit drei Staffeln eingerichtet wird. „Manche in der abgelaufenen Saison getroffenen Entscheidungen haben vielen nicht gefallen. Auch heute sind noch nicht alle mit der Situation zufrieden”, stellte der Vorsitzende des Fußballkreises Rhein-Erft, Walter Ley, in der Vereinsvertreterversammlung in der Aula des Schulzentrums Horrem-Sindorf fest. Der Vorstand habe im Februar diesen Jahres „die Diskussion noch angeheizt”. Dabei habe man in guter Absicht gehandelt, erklärte Ley weiter, der sich dafür dann entschuldigte.

Kreisliga D erhitzt Gemüter

Für Aufregung unter den Vereinsführungen hatte die beabsichtigte Einführung der Kreisliga D und die Anmerkung des Kreisvorstandes, man werde das noch einmal überdenken, gesorgt. Maßgebend sei aber, so Ley jetzt, die vor der Saison festgelegten Auf- und Abstiegsregelungen, mit denen auch die Einführung einer Kreisliga D festgelegt worden war. Heiße Diskussionen löste ein Antrag der SG Frechen 46 aus, die D-Liga ab der Saison 2015/16 wieder aufzulösen. Die Antragsteller wurden schließlich damit beschieden, dass der Vorstand sich damit befassen werde. Die Kontroverse zwischen dem Fußballkreis und einigen Vereinen dürfte also weitergehen.

Für den Spielbetrieb in der Saison 2014/15 haben bisher 118 Mannschaften gemeldet. Erster Spieltag in den Kreisligen ist am Sonntag, 17. August. Zuvor stehen ab Dienstag, 29. Juli, die ersten Spiele des Kreispokalwettbewerbs 2014 auf dem Programm.


Ein Pokal für das faire Spiel: Der SC Germania Geyen ist mit beiden Mannschaften ohne Platzverweis ausgekommen und hat sich die Fair Play-Trophäe damit verdient. Foto: Hans Moers 

Der Vorsitzende des Spielausschusses, Robert Zillken, sprach in seinem Rückblick einige Kritikpunkte an. So gab es mit neun Abmeldungen von Mannschaften in den Kreisliga B und C während der laufenden Saison einige mehr als im Jahr zuvor. Unerfreulich, so Zillken, seien auch Spielabsagen in der Kreisliga A gewesen, die von Vereinsvertretern als „Unsportlichkeit und Wettbewerbsverzerrung” gewertet wurden, weil Spieler aus den ersten Mannschaften — allerdings im Rahmen des Erlaubten — in unterklassigen Teams eingesetzt wurden. „Die Rechtslage ist leider noch nicht so, dass höherklassig spielende Mannschaften zwingend mit Spielern aus den zweiten und dritten Mannschaften spielfähig gehalten werden müssen”, stellte Zillken fest. Eine erfreuliche Entwicklung habe es beim Fair Play-Verhalten gegeben. Mit insgesamt 373 Feldverweisen gab es zwar nur einen weniger als in der Saison zuvor, der Trend sei aber positiv.

 Geyen gewinnt Fair Play-Pokal

Der von der Kreissparkasse gestiftete Fair Play-Pokal ging in diesem Jahr an den SC Germania Geyen, der mit zwei Mannschaften ohne eine Feldverweis über die Runden kam. Vorsitzender Patrick Gartmann und sein Stellvertreter Jürgen Falkenberg nahmen die Auszeichnung von Filialdirektor Alexander Schuler entgegen. Den positiven Trend bestätigte der Vorsitzende der Spruchkammer des Fußballkreises, Heinz Hülsmann. Die Zahl der Verhandlungen und die Zahl der langfristigen Spielersperren habe sich in der Rückrunde im Vergleich zur Hinspielrunde halbiert. (mos)


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