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Montag 23.01.17 14:00 Uhr|Autor: Carsten Schröder609
Lockere Runde: Beim munteren Spiel im Kreis versucht sich Simon Bundenthal (Mitte), die Kugel nicht durch die Beine schlüpfen zu lassen. Foto: photoagenten

Der Kapitän marschiert vorne weg

TSG PFEDDERSHEIM +++ Vorbereitung auf weitere Oberliga-Saison gestartet +++ Gotel-Ersatz wird noch gesucht

Monsheim. Der erste Mann auf dem Platz? Klar, Kapitän Tobias Klotz. „Gehört sich doch so“, schmunzelt der Spielführer der TSG Pfeddersheim, der beim Trainingsauftakt des Fußball-Oberligisten den „Vorturner“ gibt: „Wir hatten lange genug Pause, als Fußballer freut man sich, dass es wieder los geht.“ Diese Auffassung teilen auch andere: Andreas Buch und Yannick Krist etwa eilen gleich hinterher, gemeinsam bilden sie auf dem Sportplatz in Monsheim das erste „Eckchen“. Und als dieses zum acht Mann starken Kreis angewachsen ist, da gibt es auch den ersten Lacher für den ersten „Beinschuss“: TSG-Verteidiger Simon Bundenthal hat die Kugel durch die Beine schlüpfen lassen.



An der Seitenlinie verfolgt Norbert Hess das Geschehen mit einem Lächeln im Gesicht. Dick eingepackt sind seine Schützlinge, einzig Mathias Tillschneider dreht in kurzen Hosen ein paar Laufrunden. Beim Start der Vorbereitung ist er eines der Sorgenkinder für den TSG-Trainer, der auch auf die beruflich verhinderten Sebastian Kaster und Sebastian Schulz sowie Christoph Wörzler (Schleimbeutelentzündung) verzichten muss. Und natürlich auf Kevin Gotel. Mit dem Stürmführer ist so schnell nicht mehr zu rechnen, hat er sich doch die Patellasehne gerissen. Zwar kann sich Andreas Buch einen kleinen Flachs inmitten der gut gelaunten TSGler nicht verkneifen: „Ich habe jetzt weniger Druck.“ Und doch wissen alle, dass die Lücke, die der Torjäger hinterlässt, gewaltig ist.

Norbert Hess macht deshalb auch kein Geheimnis daraus, dass er sich nach einer Alternative umsieht. Der Pfeddersheimer lässt Kontakte aus seiner Zeit als Co-Trainer bei Wormatia Worms aufleben, sucht Spieler mit erwiesener Qualität, die vielleicht in einer „tieferen“ Spielklasse gelandet sind. In einem Fall sei man sogar schon sehr weit, sagt er. Es klemmt aber wohl bei der Ablöse, wofür der Coach sogar durchaus Verständnis zeigt: „Niemand gibt im Winter gerne einen Stammspieler ab.“ Wenn sich jemand aber noch mal in der Oberliga beweisen möchte...

Zumindest übers Wochenende blieb die Suche der TSGler noch ohne Ergebnis. Auf dem Trainingsplatz selbst tummelte sich mit Alex Müller lediglich ein A-Jugendspieler, der sich in Pfeddersheim mal zeigen möchte. Hess gibt die Hoffnung auf qualitativ hochwertigeren Zuwachs aber noch nicht auf: „Wir haben eine Woche Zeit.“

Für seine Schützlinge bedeutet diese Woche in erster Linie Training im Ausdauerbereich. Gefragt sind die Laufschuhe, im Kraftraum geht es außerdem an die Geräte. Und immerhin: „Ein Mal sind wir noch in der Soccer-Halle“, erzählt Hess, der für Samstag zumindest auch ein erstes Testspiel gegen die eigene Reserve angesetzt hat.

Die Aufgabenstellung für die nächsten Wochen diktierte er seinen Schützlingen auch schon mal ins Stammbuch. Und da verschwand kurzzeitig sogar die gute Laune. Nicht gefallen hat dem Trainer zum einen, dass der eine oder andere seiner Schützlinge die Winterpause wohl nicht mit dem gewünschten Trainingspensum überbrückt hat. In Zeiten von modernen Smartphone-Programmen lässt sich eben leicht nachvollziehen, „wer fleißig war und wer noch etwas machen muss“. In erster Linie hat die finstere Miene in diesem Moment aber auch mit dem Tabellenstand zu tun. „Ich bin mit der Vorrunde nicht zufrieden“, unterstreicht Hess mit Blick auf Platz neun und weiß, dass er diese Einschätzung mit seiner Mannschaft teilt. So sagt auch Tobias Klotz: „Wir müssen schauen, dass wir schnell an unsere guten Spiele anknüpfen. Wir haben ja gezeigt, dass wir es können.“ Mit dieser Überzeugung marschiert der Kapitän auch gerne vorne weg.



Testspiele

28- Janaur, 14 Uhr: TSG Pfeddersheim II (in Monsheim).

4. Februar, 16.30 Uhr: Hassia Bingen (in Bingen).

5. Februar, 14 Uhr: VfB Bodenheim (in Bodenheim).

11. Februar, 13 Uhr: Alemannia Waldalgesheim (in Sommerloch).

18. Februar, 14.30 Uhr: FV Dudenhofen (in Dudenhofen).

25. Februar, 14 Uhr: TSG Weinheim (in Weinheim).

 
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