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Samstag 16.09.17 11:00 Uhr|Autor: kk | AZ/AN1.366
Nach zehn Tagen DFB-U17 ist der Konzener Jung Jordi Bongard wieder zu Hause. Er ist der Erste aus der Nordeifel, der das Trikot der Nationalmannschaft tragen durfte.Foto: Kurt Kaiser

Der erste Nordeifeler im Fußball-Nationaltrikot

„Eifelturm“ Jordi Bongard aus Konzen trägt als U17-Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach im Vier-Nationen-Turnier den Bundesadler auf der Brust
Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat seit dem vergangenen Wochenende einen Nationalspieler mehr, der in Konzen wohnt und am vergangenen Sonntag erstmalig das Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust tragen durfte. Beim Vier-Nationen-Turnier in Niederbayern kam der Konzener Fußballspieler Jordi Bongard, der in der U17-Bundesliga West für Borussia Mönchengladbach spielt, zu seinen ersten Einsätzen im Trikot der U17-Nationalmannschaft. Allerdings begann das Abenteuer Nationalmannschaft nach der Einladung ziemlich holprig.

Erlebnis wie bei den Profis

Ende August, beim Meisterschaftsspiel bei Arminia Bielefeld, zog der 1,96 Meter große Abwehrhüne sich eine Kopfverletzung zu, die genäht werden musste. Am Samstag vor der Abreise nach Bayern kassierte die Gladbacher U17 gegen Schalke 04 die erste Saisonniederlage. Da Jordi Bongard das Spiel gegen die Schalker schmerzfrei überstand und die Ärzte grünes Licht gaben, ging es sonntags zum ersten Treffen der neuen U17-Nationalmannschaft (Jahrgang 2001) nach München. Der DFB-Bus, in dem sonst die großen Vorbilder der Jungs sitzen, brachte den Tross der Jungspunde und die dazu gehörende 22 köpfige Delegation des DFB von der bayrischen Landeshauptstadt zum Hotel ins niederbayrische Bad Griesbach. 22 Spieler, die alle in der U17 eines Bundesligisten spielen, hatte DFB-Trainer Michael Pruss in den Kader berufen. Zehn Tage wie die Profis zu leben, war für die Youngster der U17 ein riesiges Erlebnis. „Die Trainingseinheiten haben schon Spaß gemacht, aber sie haben mir auch deutlich gezeigt, wo ich mich noch verbessern muss“, sagte Jordi Bongard, der im Vergleich mit den Mitkonkurrenten noch Verbesserungsbedarf feststellte.

Nach dem Frühstück stand an den spielfreien Tagen morgens um 10 Uhr die erste Trainingseinheit an. Dann gab es Mittagessen, und von 14 bis 15.30 Uhr stand für die Nachwuchskicker Schulunterricht auf dem Plan. Zum DFB-Tross gehören einige Lehrer, die die Nachwuchskicker daran erinnern, dass im richtigen Leben noch das Gymnasium oder die Realschule im Fokus stehen. Nach einem kurzen Snack wurde ab 17 Uhr wieder trainiert, ehe es um 19.30 Uhr zum Abendessen ging.

An den Spieltagen war morgens Aktivierung angesagt, nach dem Mittagessen ging es um 14 Uhr mit dem Bus ins Stadion. Italien, Israel und Niederlande hießen die Gegner beim „Komm mit“-Vier-Nationen Turnier in Niederbayern.

Erstes Spiel gegen Israel

Im ersten Spiel am vergangenen Freitag ging es für den DFB-Nachwuchs im Donau-Wald-Stadion in Deggendorf gegen Italien. Das 1:1 gegen die Italiener erlebte Jordi Bongard noch von der Auswechselbank. Wie abgesprochen war er dann am Sonntag, als es im Passauer Dreiflüssestadion gegen Israel ging, auf seiner angestammten Position in der Innenverteidigung, dabei. Erst in der Schlussminute erlöste Can Bozdogan vom 1 FC Köln die Deutschen mit dem Siegtreffer zum 2:1.

Um den Sohn im Nationaltrikot zu sehen, hatten die Eltern Mika und Ulrike Bongard sich am vergangenen Wochenende auf dem Weg nach Passau gemacht. „Ich meine, dass der Jordi ganz gut gespielt hat“, sagte Vater Mika, der mit der Leistung seines Sohnes zufrieden war. Jordi hatte im Spiel gegen Israel nicht nur den Vater sondern auch den Trainer beeindruckt, denn als es am Dienstag in Burghausen zum Abschluss des Turniers gegen die Niederlande ging, war der Konzener wieder in der Startformation und spielte auch bis zum Ende durch.

Dem Team von „Jong Oranje“ reichte nach einem 4:0 Auftaktsieg gegen Israel und dem 2:0 Erfolg gegen Italien ein 1:1 gegen die Deutschen zum Turniersieg. Auf Platz zwei landeten die Gastgeber vor Italien und Israel.

Auch wenn es zum Turniersieg nicht gereicht hat, waren die zehn Tage bei der U17-Nationalmannschaft für Jordi Bongard „ein super Erlebnis, das ich nie vergessen werde“. Am Mittwoch war Mama Ulrike dann wieder gefordert, sie musste den frischgebackenen Nationalspieler in Düsseldorf am Flughafen abholen. Für Jordi war dann am Donnerstagmorgen wieder Alltag im Monschauer St.-Michael-Gymnasium angesagt. Am Donnerstagabend ging es wieder zu den Fohlen zum Training im Borussia-Park.

Hoffen auf erneute Berufung

Auf dem Fußballfahrplan steht für den „Eifelturm“ in der Gladbacher Abwehr am Samstagmittag dann das Meisterschaftsspiel bei Bayer Leverkusen. Jordi Bongard hofft, dass er beim Trainerteam der U17-Nationalmannschaft einen guten Eindruck hinterlassen hat und er, wenn es Anfang Oktober zu den nächsten Spielen nach Dänemark geht, wieder das Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust tragen darf.

„Es war ein super Erlebnis, das ich nie vergessen werde.“

Jordi Bongard nach seinem ersten Turnier im DFB-Dress

 
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