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Freitag 19.05.17 13:00 Uhr|Autor: Jochen Werner485
Hassia-Coach Nelson Rodrigues freut sich schon auf die kommende Verbandsliga-Saison. F: Boor

Zwei Seelen in Rodrigues

Binger Trainer wünscht SC Idar-Oberstein das Beste, aber auch, dass er in der Liga bleibt

BINGEN. Zum Saisonfinale in der Fußball-Verbandsliga Südwest wartet ein echtes Highlight auf die Fans von Hassia Bingen. Am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) gastiert der Tabellenzweite SC 07 Idar-Oberstein vor hoffentlich großer Kulisse im Nahederby am Hessenhaus. Bei einem Sieg des SC und einer gleichzeitigen Niederlage von Primus FV Dudenhofen käme es zu einem Entscheidungsspiel um die Meisterschaft und damit um den direkten Aufstieg.



Dem Team von Nelson Rodrigues steht ein hartes Stück Arbeit bevor. Idar kommt mit der Empfehlung einer ungeschlagenen Rückrunde, musste in den vergangenen 17 Spielen lediglich dreimal die Punkte teilen. Die letzte Niederlage datiert aus einem 0:2 in Dudenhofen am 16. Oktober 2016. Außerdem verfügt die Mannschaft von Murat Yasar über den torgefährlichsten Angriff (80 Treffer) und hat mit Lucas da Silva (20 Tore) den treffsichersten Schützen der Liga in ihren Reihen. Dem 23-jährigen Brasilianer stehen sein Landsmann Alex do Nascimento sowie Florian Galle im Kader des SC mit je 15 Toren nur wenig nach.

„Die wollen unbedingt und hoffen auf einen Aussetzer von Dudenhofen. In der Liga ist ohnehin alles möglich.“ Für Hassia-Trainer Rodrigues besteht kein Grund zur Angst vor dem Gegner. Auch dann nicht, wenn seine Mannschaft wie üblich in veränderter Besetzung an den Start gehen muss. Torhüter Nico Adami befindet sich weiterhin beruflich im Außendienst. Er wird wie zuletzt von Fabian Haas ersetzt. Fehlen werden weiterhin der verletzte Philipp Schrimb (Bänderriss) sowie Jannik Persch, Sascha Kraft und Dominik Kranz, die allesamt beruflich oder aus Studiengründen im Ausland sind. Alexandru Baltateanu ist privat in Rumänien gebunden. Auf der Kippe steht der Einsatz von Jörg Cevirmeci (Rückenprobleme), der aber wahrscheinlich auf der Bank Platz nehmen kann.

Kay Schotte kehrt zurück ans Binger Hessenhaus

Dass mit der großen Ausfallliste über die gesamte Saison hinweg das Minimalziel sechster Tabellenplatz erreicht werden konnte, nötigt Rodrigues Respekt vor dem Charakter seiner Mannschaft ab. In der kommenden Spielzeit soll der Kader größer werden. „Wir werden mit drei Torhütern in die nächste Saison gehen“, so der 39-Jährige. Der „alte“, neue Torhüter ist bereits da, trainiert schon wieder mit: Kay Schotte, der an diesem Freitag seinen 26. Geburtstag feiert, kehrt nach zuletzt zwei Spielzeiten als Stammkeeper bei Fortuna Mombach zurück ans Hessenhaus, wo er bereits in der Jugend die Fußballstiefel schnürte.

„Murat Yasar und seinem Team wünsche ich nur das Beste“, sagt Rodrigues und hofft doch insgeheim, dass der SC der Spielklasse „von der Wertigkeit her“ erhalten bleiben möge: „Mit Alzey und eventuell Worms, mit Waldalgesheim, Kreuznach und Idar hätten wir eine Vielzahl an Derbys. Dann wäre auch für unsere Zuschauer die Verbandsliga deutlich attraktiver als die Oberliga.“



 
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