Endlich wieder Meisterschaft
Samstag 17.10.20 08:41 Uhr|Autor: Bernhard Meitner 659
Nicolas Prestel (rechts) freut sich, dass sein Team endlich wieder in der Liga ran darf. Am Samstag kommt der TSV Ottobeuren. Foto: Norbert Staub

Endlich wieder Meisterschaft

Nach drei Pokalrunden darf der TSV Bobingen wieder in der Bezirksliga ran +++ Aystetten ist auf der Suche nach Rhythmus +++ Friedberg gibt noch nicht auf +++ Kaufering hat gegen Erkheim noch eine Rechnung offen
Bis zum Samstag hat der TSV Bobingen nach dem Neustart noch kein Bezirksligaspiel absolviert. Dafür glänzte die Mannschaft von Marco Di Santo und Michael Deschler im Pokal. Viel weiter ist da schon der TSV Ottobeuren. Die Unterallgäuer starteten zwar mit einer Niederlage gegen Heimertingen, gewannen zuletzt allerdings zwei Mal in Folge und entfernten sich etwas aus dem Tabellenkeller. In sämtlichen Ligen hagelt es aktuell eine Spielabsage nach der anderen – schuld daran sind entweder Corona-Fälle oder Pokalspiele. Den Spitzenreiter SV Cosmos Aystetten hatte jetzt es unglücklicherweise zweimal in Folge erwischt. „Für den Trainer ist das nicht einfach, die Jungs bei Laune zu halten“, hadert Trainer Marco Löring mit den Spielabsagen. Umso größer wird nun die Herausforderung im Allgäu beim FC Thalhofen.


TSV Bobingen – TSV Ottobeuren (Sa, 15 Uhr) Über ein Jahr ist es her, seitdem Ottobeuren und Bobingen sich zuletzt gegenüberstanden. Das Hinspiel endete damals 1:1. Nicolas Prestel, Angreifer beim TSV Bobingen, kann sich noch gut daran erinnern: „Damals hätten wir drei Punkte mitnehmen müssen“, sagt er. Mit dem Gegner will sich Prestel gar nicht zu lange beschäftigen: „Wir wollen wie immer mit unserer eigenen Philosophie an das Spiel herangehen, darum konzentriere ich mich voll auf mich und meine Leistung.“ Die Leistung des 20-Jährigen hat in dieser Saison auch häufig gestimmt. Prestel erzielte bereits sieben Tore in der Liga und traf auch im Finale des Kreispokals doppelt. Auf den späten Ligastart freut sich der Bobinger umso mehr: „Zum Glück geht es jetzt wieder los. Wir rechnen uns schon noch etwas aus, wenn wir uns die Tabelle ansehen.“ Mit 34 Punkten stehen die Bobinger derzeit auf Rang acht. Dabei haben Prestel und Co aber noch zwei bis drei Nachholspiele im Vergleich zu manchem Konkurrenten in der Hinterhand. Die vorderen Mittelfeldplätze sind also erreichbar. Jetzt gilt es die ansprechenden Leistungen aus dem Pokal zu bestätigen. „Die ganze Mannschaft ist extrem motiviert auf das erste Ligaspiel seit fast einem Jahr. Wir haben im Pokal gute Leistungen gezeigt und wollen das nun auch für den Rest der Saison unter Beweis stellen.“
Nach zwei relativ sicher eingefahrenen Siegen fährt der TSV Ottobeuren mit breiter Brust zum Angstgegner TSV Bobingen. Dabei zeigt sich die Handschrift von Chef-Coach Schabel immer deutlicher. Die Mischung aus erfahrenen Spielern und „jungen Wilden“ wird langsam zu einer Einheit. Dadurch gewinnt das Team immer mehr an Sicherheit. Der Weg zum Klassenerhalt ist trotzdem ein weiter, und jeder gewonnene Punkt ist wichtig. Lokalsport SZ

 

FC Thalhofen – SV Cosmos Aystetten (Sa, 15 Uhr) Das Team von Trainer Florian Niemeyer steht gegen den Tabellenführer Cosmos Aystetten vor einer sehr schweren Aufgabe. Die Gäste stehen mit zehn Punkten Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz fast schon als sicherer Aufsteiger fest. Die Vorzeichen vor der Partie stehen für Thalhofen nicht gerade günstig: Samuel Olejnik (Rot-Sperre), Robin Thiel (verletzt) und Stefan Weissenbach (krank) fallen neben den vier Langzeitverletzten aus. Dies gibt Jugendspieler Timo Welte die Möglichkeit, nicht nur sein Debüt im Herrenbereich zu geben, sondern gleich in der ersten Mannschaft aufzulaufen, da Trainer Niemeyer nur noch zehn Feldspieler der Bezirksligamannschaft zur Verfügung stehen. Durch eine kompakte Defensive will es der Gastgeber dem Tabellenführer schwer machen, etwas Zählbares aus Thalhofen zu entführen.
Um den Rhythmus nicht ganz zu verlieren, hatten die Cosmonauten am vergangenen Wochenende gegen den SV Mering getestet. Der Bezirksliga-Tabellenführer schlug den ersatzgeschwächten Landesligisten deutlich mit 4:1. „Das war wirklich in Ordnung. Jetzt müssen wir das aber am Wochenende ebenfalls umsetzen“, warnt Löring davor, den FC Thalhofen auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn bereits im Hinspiel haben erst zwei späte Treffer für die Entscheidung gesorgt. „Ich erwarte daher einen guten Gegner, der zwar nicht gut gestartet ist, aber jetzt auch mal wieder gewinnen will“, erklärt der 38-Jährige. Löring weiß, wie wichtig die letzten drei Ligaspielen dieses Jahres sein können. „Sollten wir die restlichen Spiele dieses Jahr gewinnen, haben wir 13 Punkte Vorsprung bei noch fünf Saisonspielen. Dementsprechend motiviert sind wir natürlich“, stellt Löring klar, auch wenn die Spielabsagen ganz schön nerven können. (vra) Lokalsport Labo

 

TSV Babenhausen – TV Bad Grönenbach (Sa, 15 Uhr) Aus den beiden Sechspunkte-Spielen in den beiden vergangenen Wochen hat der TSV Babenhausen exakt dieses Maximum von sechs Punkten geholt und sich damit einen kleinen Sicherheitsabstand zur Abstiegszone verschafft. Nach der Pflicht folgt mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TV Bad Grönenbach jetzt die Kür. Dabei hofft Trainer Berti Schmid, dass seine Spieler an die zweite Halbzeit in Friedberg anknüpfen können. Beim 6:1-Sieg erzielte der TSV Babenhausen fünf teilweise hervorragend herausgespielte Tore nach der Pause. Das Spiel gegen Bad Grönenbach bietet in diesem Jahr letztmals die Möglichkeit, Punkte zu sammeln. Anschließend stehen nur noch Spiele im Ligapokal an.
Der TV Bad Grönenbach fährt mit einem dezimierten Kader zum Unterallgäu-Derby nach Babenhausen. Für die Kurort-Elf geht es darum, die TSV-Offensive in Griff zu bekommen, die anscheinend wieder zu ihrer alten Abschlussstärke gefunden hat. Die Kahric-Truppe dagegen verzweifelte zuletzt, trotz drückender Überlegenheit, an ihrer eigenen Chancenverwertung. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von einigen Schlüsselspielern.  (az) Lokalsport NU

 

FC Heimertingen – TSV Friedberg (So, 15 Uhr) Zwei Teams mit unterschiedlichen Ausgangslagen treffen in Heimertingen aufeinander. Während der Gastgeber in den letzten drei Partien jeweils Siege landete, mussten die Friedberger in ihren drei Spielen immer als Verlierer vom Platz. Heimertingens Coach lässt sich nicht vom derzeitigen schlechten Tabellenplatz des Aufsteigers täuschen und warnt seine Spieler davor, die Gäste zu unterschätzen. Trotz aller Warnung wollen die Heimertinger natürlich ihren dritten Heimsieg in Folge anstreben und ihre derzeitige geschlossene Mannschaftsleistung weiter abrufen. Außer den beiden Verletzten Christoph Amann und Maximilian Ecker sowie Marten Lahode (Studium) können die Hausherren auf ihren zuletzt erfolgreichen Kader zurückgreifen.
Die 1:6-Schlappe im Spiel gegen Babenhausen ist aus den Köpfen der Spieler, Verantwortlichen und Fans noch nicht verschwunden. Und schon steht das nächste wichtige Spiel gegen den Abstieg bevor. In Heimertingen soll unbedingt gepunktet werden, sagt Trainer Markus Specht, bevor es dann bis April in die Pause geht und die Zwischenzeit mit dem nicht von allen geliebten Ligapokal überbrückt wird. Vor allem wird es darauf ankommen, dass man in der Abwehr besser steht. Defensivmann Rachad Bamario ist zurück und das bringt Hoffnung. Specht kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Im Tor steht wieder Nachwuchskeeper Julian Lippmann, dem die Verantwortlichen nach seinem Debüt vergangenen Sonntag trotz der klaren Niederlagen vertrauen. Der 19-Jährige hielt unter anderem einen Elfmeter. (Selder) Lokalsport FA

 

VfL Kaufering – TV Erkheim (Sa, 14 Uhr) Erweist sich der VfL Kaufering erneut als Favoritenschreck? Am Samstag ist der Tabellenvierte TV Erkheim zu Gast. Ein weiterer Dreier gegen Erkheim würde Kaufering nicht schaden. „Das Training am Dienstag lief aber nicht wie geplant“, sagt Enthart – und so setzte er für Donnerstag auf Kommunikation: Er holte sich die Spieler einzeln zum Gespräch. Denn Benjamin Enthart will in diesem letzten Ligaspiel unbedingt punkten. „Wir haben danach zwei Wochen Pause, ehe für uns der Ligapokal losgeht.“ Und diese zwei Wochen will er nicht über ein unnötig verlorenes Spiel nachdenken müssen. Dass seine Mannschaft die Topteams schlagen kann, hat sich gezeigt – mit dem 3:1 gegen Spitzenreiter Aystetten und Tabellendritten Neugablonz. Sobald man aber nicht recht bei der Sache ist, kann es auch eine Niederlage gegen ein Mittelfeldteam geben – wie das 0:4 gegen den Tabellenneunten TSV Ottobeuren. Das Hinspiel in Erkheim hatten die Kauferinger mit 1:3 verloren – da ist also auch noch eine Rechnung offen.
Der TV Erkheim verpasste durch die 0:1-Heimniederlage gegen den FC Heimertingen, auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken. TVE-Coach Andreas Köstner macht seiner Mannschaft keinen Vorwurf, hat sie doch kämpferisch und läuferisch gut mitgehalten. Aufgrund der ausgelassenen Torchancen und dem Gegentreffer in der Nachspielzeit war das Spielglück nicht auf Seiten der Erkheimer. Um die Kauferinger nicht ins Spiel kommen zu lassen, sei es wichtig, den Gegner von Anfang an und Druck zu setzen. Um mehr Alternativen zu haben, hofft Köstner auf die Rückkehr einiger verletzter Spieler. (mm) Lokalsport LT


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