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Mittwoch 15.03.17 17:00 Uhr|Autor: Andreas Kempe
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F: Patten

Beide Trainer schlagen versöhnliche Töne an

Sowohl Karaca als auch Caki bedauern die Vorfälle von gestern Abend.

Am Dienstagabend fand die Partie der Kreisliga IV zwischen dem TuS Heidkrug und dem SV Baris ein unrühmliches Ende. Wir haben mit etwas Abstand beide Trainer um ihre Sicht der Dinge gebeten.



Das sportliche Vorweg: Der TuS Heidkrug hat das Spiel mit 2:3 verloren. Ab der 54.Minute mussten die Hausherren nach einer Ampelkarte gegen Dion Ohlsen in Unterzahl spielen, holten anschließend einen 1:2-Rückstand auf, unterlagen schließlich aber doch noch durch einen Elfmeter mit 2:3. „Vor dem entscheidenden Elfmeter hätte der Schiedsrichter schon zweimal auf Elfmeter für den SV Baris entscheiden können. Der Elfmeter zum 2:3 war aus meiner Sicht zumindest fragwürdig“, sagt TuS-Trainer Selem Karaca.

In der Nachspielzeit sah dann mit dem eingewechselten Markus Demir ein weiterer Akteur der Gastgeber wegen einer Tätlichkeit nachdem er beleidigt wurde, eine rote Karte. Nachfolgend kam es zu einer Rudelbildung und verbalen Auseinandersetzungen sowie Handgreiflichkeiten zwischen Akteuren beider Teams.

„Was hier heute passiert ist, geht gar nicht. Ich bin fassungslos, maßlos enttäuscht aber auch wütend“, sagt Selim Karaca, Trainer des TuS Heidkrug.

„Die ganze Eskalation fing mit der roten Karte gegen meinen Spieler Markus Demir an. Schon als er zehn Minuten vor Spielende eingewechselt wurde, hatte er mit lautstarken Beleidigungen zu kämpfen. Ich sage dennoch: er darf sich in keinem Fall zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Da muss man - so schwer das auch ist - über den Dingen stehen. Ich will auf die weiteren Geschehnisse nicht im Detail eingehen. Wir spielen Amateurfußball. Keiner verdient hier Geld, wir gehen alle zum Sportplatz um Hobbyfußball zu sehen. Familien sind anwesend, man trifft sich, man unterhält sich und auch unter den Sportlern sollte Harmonie herrschen. Die meisten kennen sich doch in der Fußballszene. Ich freue mich auf Spiele gegen Mannschaften wie SV Baris, SV Tur Abdin, SV Atlas, DTB oder TuS Hasbergen, weil dort Spieler spielen, die ich in der Jugend schon trainiert habe. Man freut sich wenn man sich wiedersieht, unterhält sich, was aus einem geworden ist. Man trinkt ein Bier zusammen. Ich freue mich, nach dem Spiel mit der Presse zu telefonieren um das Spielgeschehen zu diskutieren. Ich bin aber sauer, wenn ich dann über das Spiel gar nichts sagen kann, weil andere Dinge im Vordergrund stehen, die mit Fußball nichts zu tun haben. Und das geht auch in dem Fall nicht um den SV Baris, es geht um einzelne Spieler. Ich will über das Spiel reden und auch gerne diskutieren, aber ich will nicht mit der Polizei sprechen müssen, wer mit Handgreiflichkeiten oder Beleidigungen begonnen hat. Fußball ist für mich die schönste Nebensache der Welt und nicht nur für mich. Wir sind in unserem Sport auch Vorbilder für Kinder und Jugendliche. Wenn Jugendliche sich solche Sachen wir heute ansehen müssen, dann vergraulen wir sie eher, als das wir sie für den Sport begeistern können. Wie gesagt, viele kennen sich doch auch privat. Das ist das, was ich unter Hobbyfußball verstehe. Aber noch viel wichtiger als alles andere ist, dass man sich gegenseitig respektiert. Das ist für mich das A und O und dabei ist es mir auch egal, in welcher Mannschaft jemand spielt“.

Auch Önder Caki, Trainer vom SV Baris war musste sich erst einmal sammeln. „Wir haben ein spannendes Stadtderby gewonnen, führen die Kreisliga IV an und können uns nicht darüber freuen. Ich bin enttäuscht, dass der sportliche Aspekt durch solche Situationen in den Hintergrund rückt. Was jetzt im Einzelnen vorgefallen, habe ich gar nicht so genau mitbekommen, es ging alles so schnell. Auf jeden Fall werden wir am Donnerstag noch einmal das Geschehene intensiv besprechen und Revue passieren lassen. Auch wir haben uns auf das Spiel gefreut, denn wir haben ja auch ein gutes Verhältnis mit dem TuS Heidkrug. Dass dieses Spiel ein solches Ende findet, konnte niemand ahnen und beide Vereine sind gefordert, sich mit ihren Spielern eingehend zu unterhalten. Beleidigungen und Handgreiflichkeiten haben auf dem Sportplatz nichts zu suchen. Wir sind ein Verein, der viel mit jungen Leuten arbeitet. Wir wollen die Jugendlichen von der Straße holen und das klappt sehr gut. Wir haben schon viel bewegt und spielen auch erfolgreichen Fußball. So etwas wie gestern darf einfach nicht passieren und bedarf intensiver Aufarbeitung“.

Trotz der versöhnlichen Worte beider Trainer wird auf das Sportgericht eine Menge Arbeit zukommen. Es bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten sich in Zukunft besser unter Kontrolle haben und sich auf das wesentliche konzentrieren: Das Fußballspielen.

 
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