Noch nicht am Ziel
Freitag 16.10.20 22:25 Uhr|Autor: Walter Brugger 514
Noch nicht am Ziel sieht Spielertrainer Matthias Jörg (links) seinen FC Kempten. Deshalb soll gegen den VfR Neuburg ein Dreier her. Foto: Konrad Schwendinger

Noch nicht am Ziel

Kemptens Spielertrainer Jörg fordert von seinen Schützlingen eine Reaktion gegen Neuburg +++ Ehekircher Corona-Quaränte läuft ab, in Sonthofen und Ichenhausen gibt es Verdachtsfälle und damit Spielausfälle
Corona wirbelt den Spielplan der Landesliga Südwest auch in der 27. Runde durcheinander. Wegen Verdachtsfällen fallen die Heimspiele des 1. FC Sonthofen und des SC Ichenhausen aus, während für die letzten Kicker des FC Ehekirchen die Quarantänefrist in der Nacht vom Samstag auf Sonntag endet. Weshalb das Heimspiel gegen den SV Egg an der Günz nach zweiwöchiger Zwangspause über die Bühne geht. Die beiden Spitzenteams sind auswärts gefordert. Der Tabellenführer FC Gundelfingen reist zum Schlusslicht SpVgg Kaufbeuren, der Zweitplatzierte VfR Neuburg tritt beim FC Kempten an.


FC Kempten - VfR Neuburg (Sa, 13.30 Uhr) Der Stachel der 1:2 -Niederlage beim FC Memmingen II sitzt nach wie vor und hat die Stimmung beim FC Kempten während der Trainingswoche ordentlich gedämpft. „Wir haben die Fehler deutlich angesprochen“, sagt FCK-Spielertrainer Matthias Jörg und ergänzt: „Jetzt wollen wir zuhause aber eine Reaktion zeigen.“ Schließlich sieht er die Seinen noch längst nicht auf der sicheren Seite. 42 Punkte seien nötig, um sich am Ende ganz aus dem Abstiegskampf raushalten zu können. Sechs Zähler fehlen den Kemptenern dazu noch.
Doch auch die Neuburger brauchen jedes Pünktchen, um vorne dran zu bleiben. Trainer Alexander Egen muss weiter auf die verletzten Matthias Riedelsheimer und Ray Bishop verzichten, dagegen kann er auf den jungen Nico von Swiontek Brzezinski. Der 17-Jährige unternimmt gerade seine ersten Gehversuche im Herrenberich, vor gar nicht allzu langer Zeit war er noch in der B-Junioren-Bundesliga im Trikot des FC Ingolstadt am Ball. Dort als Mittelstürmer, beim VfR nimmt er eine andere Position ein: als Außenbahnspieler. „Ich weiß natürlich auch, dass er sich als klassischer Stürmer wohler fühlt“, so Egen und erklärt: „Da bei uns jedoch die Konkurrenz im Angriff riesengroß ist, hat er aufgrund seiner Vielseitigkeit aktuell auf dem Flügel deutlich bessere Chancen, entsprechend Spielzeit zu bekommen.“ Womit der VfR-Coach bei seinem Talent freilich auch offene Ohren stößt. „Anfangs war diese Position für mich noch etwas ungewohnt. Aber mittlerweile fühle ich mich dort wohl und versuche alles, das Vertrauen des Trainers zu rechtfertigen und meiner Mannschaft zu helfen“, erklärt Nico. (red, disi) Lokalsport NR

   

SpVgg Kaufbeuren - FC Gundelfingen (Sa, 14 Uhr) Wenn das 3:3 gegen den TuS Geretsried für die Gundelfinger etwas Gutes hat, dann bringt es deren Trainer Martin Weng auf den Punkt: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir zu keinem Zeitpunkt zufrieden sein dürfen, selbst nach einer 3:0-Führung nicht. Letztlich hat es wieder die Sinne geschärft. Ich bin mir sicher, dass wir uns bei der SpVgg Kaufbeuren keine Konzentrationsmängel nachsagen lassen.“
Große personelle Überraschungen haben die Gundelfinger beim Schlusslicht nicht parat, was ohnehin schwierig ist, denn Kaufbeurens Coach Joachim Dewein kennt die Grün-Weißen aus seiner Zeit als FCG-Nachwuchstrainer in- und auswendig. Zwei seiner ehemaligen Schützlinge werden allerdings nicht mehr an Bord sein. Verteidiger Öczan Safak hat sein Comeback nach einem Kreuzbandriss abgebrochen, Allrounder Tarik Öz wird die Grün-Weißen in Richtung Türk Gücü Lauingen verlassen. Ein Abgang, der sich schon über einen längeren Zeitraum angedeutet hat.
„Schade“, findet FCG-Trainer Weng und hakt das Thema schnell ab, vielmehr beschäftigt er sich mit seinen verbliebenen Schützlingen. Von denen neben dem Langzeitverletzten David Anzenhofer (Kreuzbandriss) auch Außenverteidiger Michael Grötzinger ausfällt, der musste wegen einer Muskelverletzung das Training abbrechen. Für Johannes Hauf reicht es noch nicht für einen Einsatz, sein Sturmpartner Benedikt Ost ist nach einer Erkältung gesundheitlich etwas angeschlagen. Im Hinspiel war der FCG mit 5:0 erfolgreich.

 

FC Ehekirchen - SV Egg/Günz (So, 15 Uhr) Von Normalität ist beim FC Ehekirchen in den vergangenen beiden Wochen nicht die Rede. Zwei Spiele wurden abgesagt, weil insgesamt sechs Spieler in Kontakt mit einem Corona-Infizierten in Kontakt waren. Auch wenn die Testergebnisse allesamt negativ ausfielen, mussten sich jene Akteure in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Keine besonders guten Voraussetzungen für die Vorbereitung auf das kommende Match gegen den SV Egg an der Günz, wie auch Trainer Gerhard Hildmann findet: „Die Voraussetzungen sind denkbar schlecht. Vernünftiges Training und eine ordentliche Vorbereitung waren nicht möglich.“ Zumal für zwei seiner Spieler die Quarantäne erst am Sonntag um 0 Uhr endet.
„Die Jungs, die im Training waren, spielen natürlich auch. Es macht keinen Sinn, Akteure aufzustellen, die zuletzt 14 Tage in Quarantäne waren und nicht trainiert haben“, sagt Hildmann, der personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Niklas Goldmann (Mandelentzündung) und Simon Schmaus, der aus privaten und beruflichen Gründen sogar bis zur Winterpause nicht zur Verfügung stehen wird, werden fehlen. 
Die Egger konnten zuletzt im Pokal etwas Frustbewältigung betreiben, denn durch den 4:2-Erfolg beim Bezirksligisten zogen sie in die zweite Hauptrunde auf bayerischer Ebene ein. Und das keine 48 Stunden nach dem ernüchternden 1:1 gegen das Schlusslicht SpVgg Kaufbeuren, als die Günztaler ihre Überlegenheit nicht für weitere Treffer nutzen konnten und kurz vor Schluss mit dem Ausgleich bestraft wurden. (mk, ms) Lokalsport NR

  

Entspannt ging es zu auf der Meringer Auswechselbank beim 4:0-Heimsieg gegen Heilbrunn. Das war bislang der einzige Dreier für den MSV nach der Coronapause. Auswärts gab es bislang nur Pleiten, jetzt geht es zum abstiegsbedrohten TSV Jetzendorf.

Entspannt ging es zu auf der Meringer Auswechselbank beim 4:0-Heimsieg gegen Heilbrunn. Das war bislang der einzige Dreier für den MSV nach der Coronapause. Auswärts gab es bislang nur Pleiten, jetzt geht es zum abstiegsbedrohten TSV Jetzendorf. Foto: Sebastian Richly

TSV Jetzendorf - SV Mering (So, 15 Uhr) Zwei Wochen hatten die Kicker des SV Mering nun Zeit ihre Niederlage beim FC Kempten zu verdauen. Zuletzt waren die die Schützlinge von Trainer Ajet Abazi spielfrei, da Gegner Sonthofen im Toto-Pokal unterwegs war. Nun wartet die Aufgabe beim TSV Jetzendorf auf den MSV.
„Der Gegner ist trotz drei Niederlagen im Spielfluss und wir hatten keine echte Belastung“, so Abazi, dessen Team ein Testspiel gegen Cosmos Aystetten bestritt (1:4). „Das ist etwas komplett anderes“, so Abazi, der von seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung erwartet. Fehlen werden Jeton Abazi, Christoph Mittermayer Mateusz Fitas und Moritz Neumann.. Dafür kehren Noah Kusterer und Kapitän Maximilian Lutz zurück in den Kader. Das freut den Coach: „Maximilian Lutz hat uns im Zentrum in Kempten gefehlt. Noah Kusterer war sehr stark in der Vorbereitung und hat sich dann im letzten Test verletzt. Er bringt sicher frischen Wind.“
Den braucht der Coach auch, denn bislang stehen nach der Corona-Zwangspause gerade einmal drei Punkte aus drei Spielen zu Buche. Nur beim 4:0 gegen Bad Heilbrunn überzeugte der MSV. „Das war eine klasse Leistung, genauso wie ich es mir vorstelle. Da müssen wir wieder hinkommen.“ Einen ersten Schritt in die richtige Richtung habe seine Mannschaft bereits gemacht. Abazi: „Das Training war richtig gut. Die Jungs hatten Biss und sind gut vorbereitet“, so der Coach, der aber hinzufügt: „Training ist das eine und ich kann sehr viel auf die Tafel schreiben. Wenn auf dem Spielfeld dann aber wieder alles weg ist, wird es schwierig. – auch gegen Jetzendorf.“ (sry) Lokalsport FA

 

FV Illertissen II - TSV Gilching-A. (So, 14 Uhr) „Man darf nicht auf die Tabelle schauen“, empfiehlt Markus Schaich. Der Trainer des FV Illertissen II weiß, wie schief das Tableau momentan ist. Er selbst will mit seinem Team möglichst schnell über die 45- Punkte-Marke, um damit aller Sorgen ledig. Zudem sagt er nach drei Unentschieden in Folge: „Wir würden gerne mal wieder ein Spiel gewinnen.“ Mit dem TSV Gilching-Argelsried kommt allerdings nicht unbedingt der Lieblingsgegner in den Vöhlin-Sportpark. (jürs) Lokalsport IZ


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