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Dienstag 04.10.16 19:00 Uhr|Autor: Andreas Gerth400
Der alte und neue Pokalsieger des Fußballkreises Lübbecke: Der TuS Tengern jubelt nach dem 3:0-Sieg im Stadion des Gegners mit (v.l.) Jens Gassmann, Alexander Fischer, Cengiz Ünerken, Dominik Schütz, Co-Trainer Bastian Bartelheimer, Watschagan Harutjunjan, Jan Stühmeier, Alexander Borchard, Gregor Ramöller, Christian Berner, Calvin König, Vitalij Loginov, Lukasz Grzegorczyk, Marcel Feder, Nico Ger

Ex-Espelkamper entscheiden das Kreispokalendspiel

Landesligist TuS Tengern ist der alte und neue Sieger nach einem 3:0 im Finale gegen den Bezirksligisten FC Preußen Espelkamp
Ein Spieler, der im Finale mit zwei Toren gegen seinen Ex-Verein, für den er 13 Jahre am Ball war, zum Hauptdarsteller wird und einer in der Nebenrolle, der vor der Saison den gleichen Wechsel vollzog und an alter Wirkungsstätte den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzt: Solche Geschichten, wie am Montag im Lübbecker Kreispokalendspiel zwischen dem unterlegenen FC Preußen Espelkamp und dem neuen wie alten Sieger TuS Tengern schreibt wohl nur der Fußball – auch wenn das fast schon kitschige Drehbuch diesmal mehr aus der Feder von Rosamunde Pilcher als von Hitchcock stammte.



Spannend war das Finale 2016 nämlich nicht. Das lag in erster Linie am Landesligisten TuS Tengern, der die Aufgabe gegen den Bezirksligisten FC Preußen Espelkamp sehr ernst nahm. „Wir haben unseren Job gemacht, seriös und sehr konzentriert“, fasste Tengerns Trainer Holm Hebestreit zufrieden zusammen. Für ihn war es der dritte Sieg bei der vierten Endspielteilnahme, für den klassenhöchsten Verein des Fußballkreises der 13. Kreispokaltriumph seit 1998. Und einer, den es im Anschluss im Schützenhaus zu feiern galt.


Ausgerechnet „Watschi“: Der Ex-Espelkamper Watschagan Harutjunjan war an seiner alten Wirkungsstätte mit zwei Toren der herausragende Spieler des Kreispokalendspiels 2016.

„Wenn man unterlegen ist, so wie wir gegen den TuS Tengern, muss man das anerkennen und fair gratulieren“
Dem Herausforderer blieb im eigenen Stadion hingegen nur die Rolle des fairen Verlierers. „Wenn man unterlegen ist, so wie wir gegen den TuS Tengern, muss man das anerkennen und fair gratulieren“ stellte Stefan Bernholt seinem Fazit voraus.
Die Mannschaft des Espelkamper Trainers war bissig und couragiert ins Endspiel gestartet, um anschließend von Tengern mehr und mehr in die Defensive gedrängt und fast ausschließlich mit Abwehraufgaben in der eigenen Spielhälfte beschäftigt zu werden. „Die Jungs haben alles reingeworfen. In kämpferischer Hinsicht kann man ihnen keinen Vorwurf machen“, ergänzte Bernholt. Doch wer in 90 Minuten ohne eine einzige nennenswerte Torchance bleibe, komme nun mal für einen Sieg nicht in Frage.
„Ich habe keine klare Torchance für Espelkamp gesehen, deshalb ist das 3:0 auch in der Höhe verdient“, erklärte Watschagan Harutjunjan, nachdem er sich ein wenig aus dem Pulk der Umarmungen und Schulterklopfer gelöst hatte.

Im Vorjahr 0:7 verloren, jetzt 3:0 gewonnen: Vitalij Loginov wird nach seinem Treffer von Gregor Ramöller und Magnus Giersdorff geherzt.

Ein „komisches Gefühl“ sei es gewesen, nach 13 Jahren mit dem Adler auf der Brust nun in „seinem Stadion“ im Trikot des Gegners aufzulaufen. Und dann ist es ausgerechnet er, „Watschi“, der Inbegriff der früheren Espelkamper Erfolgstage, der die entscheidenden Tore zum 1:0 (27.) und 2:0 (74.) erzielt, den obligatorischen Jubel dann aber weglässt. „Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht zu jubeln, falls mir ein Tor gelingt. Ich glaube, das kam bei den Espelkampern ganz gut an“, erzählt Harutjunjan. Ob sich sein Wechsel nach Tengern für ihn gelohnt habe, wird der quirlige Stürmer mit armenischen Wurzeln noch gefragt – „heute ja“, antwortet „Watschi“ und grinst.
Auch ein anderer Ex-Espelkamper im Trikot des TuS Tengern bekam nach den von Schiedsrichter Lennart Franzrahe und seinen Assistenten Guido Sudeck und Yannick Wegehöft problemlos geleiteten 90 Minuten das Lachen nicht aus dem Gesicht. „Der letzte Ball kam gut“, grinste Vitalij Loginov, der eben nach dieser Hereingabe von Gregor Ramöller zum 3:0 in der Nachspielzeit eindrückte. „Ein schönes Gefühl, denn im Vorjahr habe ich ja das Endspiel mit Espelkamp 0:7 verloren.“
„Logi“ war von Trainer Holm Hebestreit in den Sturm beordert worden. „Sonst spiele ich auf der Sechs oder in der Innenverteidigung, als Stürmer habe ich zuletzt in der Jugend und einmal im Pokal gespielt, deshalb war ich schon ein bisschen überrascht“, erzählt Loginov, der im chancenarmen Endspiel zu den herausragenden Akteuren gehörte und dank seiner körperlichen Präsenz viele Kopfballduelle und Zweikämpfe gewann. „Logi ist mit seiner Größe eine Option als Neuner, und bei diesen Platzverhältnissen war er in der Spitze genau der richtige Mann“, freute sich Hebestreit über den gelungenen Schachzug.
Tengerns Coach hatte ohnehin mutig aufgestellt. Leistungsträger wie Köse, Grzegorczyk und Kulynycz blieben zunächst draußen, dafür durften Dominik Schütz (er gab die Vorlage zum 1:0), Gregor Ramöller (er legte Loginov das 3:0 auf), Shindar Mohammad und Calvin König im Endspiel von Beginn an ran – sie dankten es ihrem Coach mit einer starken Leistung.
„Wir sind vor der Saison angetreten, um mit Tengern erfolgreich zu sein und im besten Fall Titel zu holen, im Kreispokal hat es schon mal geklappt“, betonte Hebestreit, dessen Team sich auf eine weitere Teilnahme im Westfalenpokal freuen kann – auch dank der Ex-Espelkamper. „Da haben wir wohl die Richtigen eingekauft“, hatte Tengerns Coach gut lachen.


GALERIE FC Preußen Espelkamp - TuS Tengern

 
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