Der ASV baut seine Spitzenposition aus
Sonntag 18.10.20 13:35 Uhr|Autor: Hans Gleisenberg292
Leon Gümpelein (rot, v. l.), Philipp Majeweski, Alexander Braun und Jonas Marx zeigten für den ASV vollen Einsatz. Foto: Hans Gleisenberg

Der ASV baut seine Spitzenposition aus

Knapp, aber verdient war der Erfolg gegen Aiglsbach. Trotz dreier Ausfälle bot die Heimelf einen tadellose Leistung.

Der ASV Neumarkt hat durch einen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Aiglsbach seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Landesliga ausgebaut. Ausschlaggebend dafür war auch die deutliche 0:3-Heimniederlage des Verfolgers aus Weiden gegen Fortuna Regensburg. So wurde dieser trübe Samstagnachmittag für Mannschaft, Trainer und Fans des ASV fußballerisch deutlich aufgehellt.




Doch sprachen Coach Benedikt Thier und Kapitän Jonas Marx nach dem Spiel klare Worte. Neben dem verdienten Lob für 90 Minuten Powerfußball, gab es den Hinweis beider, den Blick nicht zu sehr nach Weiden zur richten: „Wenn wir unser Spiel durchsetzen, kann es uns egal sein wie die Konkurrenz spielt“, so der Tenor.

Doch dann wurde gefeiert und das zurecht. Das Team, das verletzungsbedingt auf drei Positionen umgestellt werden musste, überzeugte durch eine geschlossenen Mannschaftsleistung und große Laufbereitschaft. Lediglich der Abschluss war die Achillesferse, denn erst in der 81. Minute belohnte sich das Team für den betriebenen Aufwand durch das „Goldene Tor“ durch Philipp Nutz.

Ein 90-minütiger Kampf

Der TV Aiglsbach entpuppte sich als der erwartet starke Gegner, der sich robust und spielerisch versiert präsentierte. Jedoch überließen die Niederbayern der Heimelf meist die Initiative, setzten aber, so sich die Gelegenheit bot, zu schönen Kontern.

Der ASV eröffnete das Spiel sehr druckvoll und die Gäste hatten schon nach 40 Sekunden alle Mühe Daniel Haubner abzublocken. Es dauerte dann sieben Minuten, bis es Aiglsbach aus eigenem Antrieb schaffte über die Mittellinie zu kommen. Doch dann waren die Angriffe schon gefährlich. In der 11. und 13 Minute mussten die ASV-Abwehr und Keeper Korbinian Zylka Schwerstarbeit verrichten. Letzterer brachte, zumindest nach Meinung der Gäste, Goalgetter Gröber unkorrekt zu Fall. Sie forderten Elfmeter. Doch der Schiedsrichter, der gut stand, ließ weiterspielen. Dann wieder der ASV mit guten Ansätzen, doch der letzte Pass fehlte.

Nicht so in der 33. Minute, als der Ball von Philipp Majeweki über Daniel Haubner zu Leon Gümpelein kam, dessen Schuss wurde aber zur Ecke gelenkt. Dann eine weitere strittige Situation, als Haubner im Strafraum gefoult wurde, doch auch hier gab es keinen Pfiff. Ein „Hammer“ von Nutz aus 20 Metern, den der Gästekeeper glänzend parierte, war der Schlussakkord in Hälfte eins.

Auch nach dem Pausentee nahm der ASV das Heft gleich wieder in die Hand und mit gutem Flügelspiel wurde die sehr stabile Gästeabwehr immer wieder beschäftigt – nur das Tor wollte nicht fallen. Der Gast verlegte sich nun auf Konter und nur Gröber stand als Speerspitze an der Mittellinie. Dann zwei rüde Fouls von Alexander Braun und Leon Schoen, die jeweils mit Gelb bestraft wurden. Die Ampelkarte gab es dann für Andreas Schweiger von den Gästen, wegen wiederholten Foulspiels (66.). Der ASV blieb trotzdem geduldig, aber zunächst ohne Erfolg.

Ein Gewaltschuss ins Tor

Dann war Gröber allein durch, doch er fand in Zylka seinen Meister, der mit dem Fuß klärte. Die Entscheidung in der 81. Minute: Moratz tankte sich über rechts bis zur Grundlinie durch, seins Flanke flog bis über den langen Pfosten, wo Nutz mit einem Gewaltschuss aus spitzem Winkel einnetzte.

Kurz darauf flog Neumarkts Alexander Braun mit Gelb-Rot vom Platz (84.). Die letzten zehn Minuten waren dann nichts für schwache Nerven, denn sowohl die Gäste, die es nun mit der Brechstange versuchten, als auch der ASV hatten noch Möglichkeiten einen Treffer zu erzielen. Nach 94 Minuten war Schluss und der zum Kult gewordene Ruf „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ wurde skandiert.


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