
Nach dem desolaten Auftritt in Altenstadt musste Pollings Trainer Marco Pröbstl gehen. Sein Nachfolger ist auch sein Vorgänger: Richard Hartmann soll dem Team den nötigen Schub geben, damit der Klassenerhalt in der Kreisliga gelingt. Der ASV Habach hat es mit dem schwersten Gegner der gesamten Saison zu tun.
Elf Zähler hat der Spitzenreiter TSV Brunnthal Vorsprung auf den Zweiten aus Habach. Damit kann an diesem Wochenende im Kampf um die Meisterschaft noch keine Entscheidung fallen, wenn sich der Erste und der aktuell schärfste Verfolger im direkten Vergleich gegenüberstehen. Die Ausgangslage für den ASV Habach, der an diesem Sonntag nach Brunnthal muss (14 Uhr), ist aber klar: Mit einer Niederlage dürfte der erst vergangene Woche eroberte zweite Platz wieder verloren gehen, da der Elf von Trainer Martin Wagner der Lenggrieser SC mit nur einem Punkt Rückstand im Nacken sitzt.
„Brunnthal ist die stärkste Mannschaft der Liga. Sie ist unheimlich konstant und sie wird zu Recht Meister“, hat Wagner großen Respekt vor dem Tabellenführer, der in dieser Saison noch kein einziges Spiel verloren hat. „Es wird Zeit, dass diese Serie endet“, so Wagner. Das hätte zur Folge, dass die – wenn auch erheblich bescheidenere – Erfolgsserie ihre Fortsetzung findet. Die Habacher haben die vergangenen drei Partien gewonnen. Nach vier Heimspielen hintereinander müssen sich die Habacher aber erst einmal wieder an einen fremden Fußballplatz gewöhnen. „Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Brunnthal, weil wir in solchen Spitzenspielen bisher immer geliefert haben“, ist Wagner zuversichtlich, dass diesmal mehr rausschaut als beim 3:3 im Hinspiel. Bis auf Sammy Schatten, der aus privaten Gründen fehlt, steht ihm der gleiche Kader wie in den vergangenen Wochen zur Verfügung.
Was den Kader betrifft, stellt sich die Lage beim ASV Antdorf etwas anders dar. Trainer Ali Kaya muss im Gastspiel beim TSV Murnau an diesem Samstag (16 Uhr) auf Markus Winkler verzichten, der sich vergangene Woche eine Zerrung zugezogen hat. Dazu fehlen mit Michael Oberpriller und Michael Zwerger zwei weitere Routiniers. Ob Aleks Simic beim Tabellensechsten spielen kann, ist fraglich. „Die Stimmung ist immer noch gut“, berichtet Kaya, obwohl der Klassenerhalt nur noch theoretisch möglich ist. „Das nimmt uns aber auch den Druck“, so der CASV-Coach. Er hofft er, dass sein zuletzt sehr verkrampftes Team in Murnau etwas befreiter aufspielt. „Wir wollen uns ordentlich verkaufen“, lautet die Zielsetzung von Kaya, wobei er weiß, dass der TSV in den vergangenen Jahren nicht unbedingt zu den Antdorfer Lieblingsgegnern zählte. Der ASV-Coach blickt am Staffelsee schon ein wenig voraus. „Ein paar Spieler aus der Zweiten werden ihre Chance bekommen, damit wollen wir schon in Richtung der kommenden Saison in der Kreisklasse schauen“, so Kaya.
Das Wort „Kreisklasse“ will beim SV Polling keiner in den Mund nehmen, auch wenn der Aufsteiger in der Kreisliga 2 nach wie vor um den Klassenerhalt zittern muss. Nach der desolaten Vorstellung am Karsamstag bei der 1:5-Pleite in Altenstadt zogen die SVP-Verantwortlichen die Reißleine. Sie trennten sich von Coach Marco Pröbstl und holten Trainerfuchs Richard Hartmann aus dem Ruhestand zurück, um die Pollinger zum Klassenerhalt zu führen. Im Nachholspiel gegen Jahn Landsberg zeigte das schon Wirkung. Der 2:1-Heimerfolg war aber nur ein erster Schritt. Feuerwehrmann Hartmann und seine Truppe sind an diesem Sonntag erneut zu Hause gegen den FC Aich (15.15 Uhr) gefordert. „Wir wollen da wieder als geschlossene Einheit auftreten“, lautet Hartmanns Marschroute, der in den vergangenen Tagen vor allem als Psychologe gefordert war. „Wir müssen wieder Spaß am Spiel bekommen“, sagt Hartmann vor dem Duell gegen den Tabellenzweiten, der über eine routinierte Mannschaft verfügt, die wie alle vermeintlichen Aufstiegskandidaten zuletzt aber sehr wankelmütig war. „In der Liga kann jeder jeden schlagen“, sieht Hartmann seine Truppe gegen die Aicher, gegen die es im Hinspiel ein 2:2 gab, nicht chancenlos. „Dazu müssen wir alles abrufen“, so Hartmann, der von seiner Elf vollen Einsatz erwartet. Allerdings haben die Pollinger Personalsorgen. Philip Schöttl, Sebastian Gößl, Keeper Mathias Schuster und Tobias Niederleitner drohen auszufallen.