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Sonntag 19.03.17 17:30 Uhr|Autor: ckm389
Entscheidung in der Nachspielzeit – Franz Wendl kommt vor Bad Kötztings Kapitän Florian Frisch an den Ball und trifft zum Chamer Derbysieg. Foto: Tschannerl

Chamer Derby-Sieg in letzter Minute

Die erste Hälfte dominierte der 1. FC Bad Kötzting, nach der Pause war der ASV stärker. Wendl gelingt in der Nachspielzeit das 2:1.

Der ASV Cham hat den Heimvorteil genutzt und das prestigeträchtigen Landkreisderby gegen den 1. FC Bad Kötzting für sich entschieden. Die Rot-Weißen kamen dank des Last-Minute-Treffers von Franz Wendl zu einem 2:1 (0:1)-Sieg und konnten sich für die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren.



Während es die Mannschaft von Trainer Peter Gallmeier nach dem Vorwochenerfolg gegen die SpVgg Ruhmannsfelden nicht schaffte, nachzulegen, fand der ASV Cham nach der 0:1-Niederlage in Ettmannsdorf in die Erfolgsspur zurück. Lediglich 400 Zuschauer fanden, wohl auch den schlechten Witterungsverhältnissen geschuldet, am Samstag den Weg ins Stadion an der Further Straße. Zumindest während des Spiels meinte es das Wetter gut, weitere Regenschauer waren ausgeblieben.


Kampf um Relegationsplatz offen

Mit dem Sieg ist die Mannschaft von Trainer Uwe Mißlinger nicht nur am Landkreis-Rivalen (39 Punkte) in der Tabelle wieder vorbeigezogen, sondern konnte – begünstigt durch den Burglengenfelder Ausrutscher beim TSV Waldkirchen – mit den Burglengenfeldern (41 Punkte) gleichziehen. Der Kampf in Sachen Aufstiegsrelegationsplatz bleibt also weiterhin völlig offen und spannend. Die Bad Kötztinger erwischten im Derby den deutlich besseren Start, schon nach sieben Minuten durften die Rotblauen das erste Mal jubeln. Jakub Süsser brachte einen Freistoß in den Strafraum, ASV-Schlussmann Andreas Lengsfeld faustete den Ball genau vor die Füße von Jan Masek. Der fackelte nicht lange und beförderte den Ball zum 0:1 in die Maschen (7.).

Erneut den Torschrei auf den Lippen hatte der FC-Anhang, als der erstmals nach einer Verletzung wieder von Beginn an spielende Kapitän Florian Frisch mit einem weitem Diagonalball Stefan Hofner in Szene setzte. Doch ASV-Keeper Andreas Lengsfeld bugsierte den Ball mit einer Glanzparade gerade noch um den Pfosten (16.). Keine Gefahr stellte dagegen der Schussversuch von Lorenz Kowalski (27.) dar. Besser auf Chamer Seite wurde es, als Tobias Berger Maximilian Drexler in Szene setzte. Der nahm den Ball im Lauf gegen zwei Bad Kötztinger mit und zog ab. Bad Kötzting Torwart Stefan Riederer pflückte die Kugel allerdings sicher runter (42.).


Der Schiri ließ viel durchgehen

Nach einer ansonsten von beiden Seiten niveauarmen ersten Hälfte wurden die Seiten gewechselt. Obwohl Schiedsrichter Pantelis Gitopoulos (FC Bayern München) sehr körperbetont spielen und viel durchgehen ließ, wurde das Derby fair geführt. Erst in der 58. Minute gab der Referee das erste Mal Gelb (gegen Hanich). Als sich Lorenz Kowalski in der Bad Kötztinger Hälfte den Ball erkämpfte und abzog wurde es brandgefährlich – der Ball strich allerdings haarscharf am Pfosten vorbei (59.). Während Chams Trainer Uwe Mißlinger mit Johannes Bierlmeier für Tobias Wich nur einen Wechsel in der zweiten Hälfte vornahm, schöpfte sein Kollege Peter Gallmaier sein Auswechselkontinent voll aus. Glück hatten die Chamer, dass Stefan Hofner in der 62. Minute seine Doppelchance nicht nutzen konnte. Die Torraumszenen häuften sich jetzt aber auf beiden Seiten.

Zunächst kam Drexler zum Abschluss – Riederer wehrte ab. Der Ball fief Brandl vor die Füße, der ihn aber weit über das Tor in Richtung Stadthallen-Neubau drosch (64.). Auf der Gegenseite luchste Hofner ASV-Kapitän Ranzinger den Ball ab und eilte auf das Chamer Tor zu. Torhüter Lengsfeld kam aus seinem Kasten heraus, verkürzte den Winkel und klärte per Grätsche gerade noch zur Ecke (72.). Als Liebl und Frisch Chams Franz Wendl derart in die Zange nahmen, dass dieser keine Chance mehr auf den Torabschluss hatte, zeigte Schiri Gitopoulos auf den Punkt. Weil Chams Elfmeterschütze Nummer eins, Michael Plänitz, wegen seiner Roten Karte nur zuschauen konnte, trat Daniel Schmaderer an. Er ließ Stefan Riederer keine Chance – 1:1 (75.). Auch von der Hinausstellung von Martin Vesenjak, der in der 79. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot bekommen hatte, ließen sich die Chamer nicht aus der Bahn werfen.


Chamer kämpften bis zum Schluss

Sie fighteten verbissen bis zum Schluss. Dies sollte in der Nachspielzeit belohnt werden. Daniel Schmaderer, der sich energisch bis in den Bad Kötztinger Strafraum durchgetankt hatte, legte quer auf Franz Wendl. Der kam einen Tick eher an den Ball als Bad Kötztings Kapitän Florian Frisch und schob den Ball zum 2:1-Siegtreffer über die Linie. In den letzten beiden Minuten der Nachspielzeit ließen die Chamer nichts mehr anbrennen und brachten den knappen, am Ende aber verdienten 2:1-Derbysieg ungefährdet über die Zeit.



Trainerstimmen

Peter Gallmaier (1. FC Bad Kötzting): „Wir haben es heute nicht geschafft, uns auf zwei Sachen einzustellen. Zum einen haben wir uns auf die körperbetonte Spielweise nicht richtig einstellen können. Wir haben gemeint, wir müssen Hacke-Spitze spielen, und der ASV Cham hat da einfach gut dagegengehalten. Wir haben zu viele unnötige Ballverluste gehabt. Zum zweiten waren wir nach vorne einfach nicht zwingend genug. Ich will jetzt nicht harmlos sagen, aber die Torchancen waren nicht gut genug herausgespielt. Am Anfang haben wir gut gespielt, dann haben wir nachgelassen. Am Sieg vom ASV Cham gibt es diesmal nichts zu rütteln.“

Uwe Mißlinger (ASV Cham): „Glücklich war der 2:1-Erfolg definitiv, wenn man den Zeitpunkt sieht, zu dem der Siegtreffer gefallen ist. Wenn man alles andere sieht wie Unterzahl oder die zweite Halbzeit, dann kann man von einem verdienten Sieg sprechen. Über die erste Hälfte brauchen müssen wir den Mantel des Schweigens breiten. Bis zur 35. Minute war es ein typischer ASV Cham-Derbysamstag – wieder viel vorgenommen, aber nichts auf den Platz gebracht. Wir haben viel zu zögerlich bis ängstlich agiert. Nach dem Rückstand haben wir lange gebraucht, bis wir uns gefangen haben. Nach der Pause haben wir das Spiel gedreht. Mit einem Mann weniger haben wir plötzlich die Moral bekommen, die wir brauchen für so ein Spiel. Unterm Strich haben wir uns den Sieg verdient.“

 
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