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Sonntag 16.07.17 21:00 Uhr|Autor: ckm650
Landkreisderby an der Further Straße vor großer Kulisse – 1200 Zuschauer sahen zwei Minuten vor Schluss den 3:2-Siegtreffer von Max Drexler gegen den 1. FC Bad Kötzting. Foto: Tschannerl

3:2 – später Chamer Derby-Sieg

Der ASV dreht zweimal einen Rückstand gegen den 1. FC Bad Kötzting. Drexler beschert Neu-Trainer Fuidl einen Traum-Einstand.

Cham. Der ASV Cham hat zum Landesliga-Auftakt vor 1200 Zuschauern das prestigeträchtige Landkreisderby gegen den 1. FC Bad Kötzting mit 3:2 (0:1) für sich entschieden. Der Chamer Trainer Roland Fuidl hatte einen erfolgreichen Einstand als neuer Chefanweiser.



Während die Chamer den Derbyerfolg überschwänglich feierten, lagen die Rotblauen enttäuscht am Rasen. Zweimal waren die Badstädter in Front, doch die Chamer drehten die Partie und setzen sich verdient durch – inzwischen zum dritten Mal in Folge vor eigenem Anhang. Und erneut wurde der Erfolg in den Schlussminuten sichergestellt. Dieses Mal gelang dem Ex-Bad Kötztinger Max Drexler der Siegtreffer (88.). Die ersten Minuten gehörten den Bad Kötztingern. Nach Flanke von Wolfgang Liebl landete die Kopfballabwehr vor den Füßen von Thomas Fredl. Dessen Direktabnahme aus 18 Metern ging aber über das Tor von ASV-Keeper Tobias Vogl (5.). Bad Kötztings Neuzugang Miroslav Spirek traf dann, stand aber im Abseits (7.). Danach kamen die Chamer immer besser ins Spiel.


Rotblaue Defensive verwundbar

Gefährlich wurde es, als Kordick nach Balleroberung einen schnellen Angriff einleitete und Drexlers Querpass Kowalski fand. Auf der Linie konnte Bad Kötztings Innenverteidiger Lukas Hutta gerade noch klären (13.). Einen Freistoß von Kordick wehrte FCK-Keeper Petr Mulac in höchster Not noch mit der Faust ab (15.). Es zeigte sich, dass die Hintermannschaft der Rotblauen verwundbar ist. Viel spielte sich jedoch im Mittelfeld ab. Mit einer Einzelaktion sorgte Daniel Engl für ein Raunen. Sein Schuss von der Strafraumlinie strich knapp am Pfosten vorbei (36.). Als sich die Fans aus beiden Lagern schon mit einem Remis zufrieden geben wollten, kam es zu einer kuriosen Situation. Nach Mulacs Befreiungsschlag wurde plötzlich Jakub Süsser in Szene gesetzt. Der tankte sich durch und stieß im Strafraum mit Vogl und Plänitz zusammen. Schiri Michael Freund zögerte kurz und zeigte auf den Punkt. Süsser trat an und verwandelte zum 0:1 (42.).

Nach der Pause, in der es ordentlich geschüttet hatte, war fast nur noch der ASV Cham am Drücker. Zunächst prüfte Tobias Kordick, der von der DJK Vilzing gekommen war, Keeper Mulac mit einem satten Schuss (51.), vier Minuten später wollten die Chamer nach Mulacs Klärungsversuch außerhalb des Strafraums ein Handspiel gesehen haben. Dann hatte sich Engl durchgetankt und wurde von Mulac touchiert – zu wenig für den Schiri, um auf den Punkt zu zeigen (58.). Der Ausgleich schien eine Frage der Zeit. Nach einer Hereingabe von ASV-Kapitän Franz-Xaver Brandl stand Lorenz Kowalski richtig und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie (59.). Der Bann schien gebrochen.


Chamer Druckphase nach dem 1:1

Engls Schuss zischte knapp über das Bad Kötztinger Gehäuse (61.). Beim nächsten Spielzug traf Tobias Kordick nur ans Außennetz. Ein Lebenszeichen gab es dann wieder einmal von den Rotblauen nach einem Missgeschick von Chams Keeper Vogl, der den Ball genau zu Hofner passte. Dessen Heber ging knapp drüber (69.). Kurz darauf musste sich Vogl strecken, um den Distanzschuss von Robin Rendler noch über die Latte zu lenken (70.). Nach der anschließenden Ecke kam Adam Vlcek unbedrängt zum Kopfball, fand aber im hervorragend reagierenden Vogl seinen Meister (71.). Auf der Gegenseite klärte Ex-ASV-Kapitän Daniel Christoph eine Direktabnahme von Engl gerade noch auf der Linie (77.).

In der 81. Minute ging der 1. FC Bad Kötzting erneut in Führung. Spirek hatte bei perFreistoß über die ASV- Mauer genau neben den Pfosten zum 1:2 getroffen (81.). Die Chamer kämpften weiter um jeden Ball. Die erste Riesenchance zum Ausgleich vergab Tobias Wich (83.). Michal Hvezda brachte mit dem 2:2 den ASV Cham ins Spiel zurück (85.). Drexler hatte mit einem gewonnen Kopfballduell die Vorarbeit geleistet. Den Siegtreffer zum 3:2 in der 88. Minute besorgte er dann gleich selbst.



Trainer-Stimmen

Peter Gallmaier (1. FC Bad Kötzting): „Über die gesamte Spielzeit gesehen, hat der ASV verdient gewonnen. Sie waren in der Offensive die aggressivere und beweglichere Mannschaft. Da hatten wir über 90 Minuten Riesenprobleme. In der zweiten Halbzeit hätten wir eigentlich den Sack schnell zumachen können. Wir hatten die Möglichkeit zum 2:0. Dann wäre die ganze Sache vielleicht ein wenig ruhiger geworden. So sind wir aber immer wieder unter Druck geraten. Ich bin riesig enttäuscht vom Ergebnis, weil wir nicht in der Lage waren, das Spiel nach einer 2:1-Führung nach Hause zu bringen. Bei so erfahrenen Spielern ärgert es mich, dass wir Woche für Woche und in der gesamten Vorbereitung immer die gleichen Tore bekommen. Wir machen zuerst dumme Fouls und lassen dann unsere Gegenspieler im Strafraum ungedeckt stehen. Wir sollten beim Verband vielleicht mal einen Antrag stellen, dass die Spiele in Cham nur 80 Minuten dauern und nicht 90 Minuten. Dann hätten wir vielleicht auch mal eine Möglichkeit, hier einen Punkt mitzunehmen.“

Roland Fuidl (ASV Cham): „Sicherlich kann man sich als neuer Trainer zum Einstand nicht mehr wünschen als einen Sieg. Noch schöner ist er, weil es ein Derbyerfolg vor einer prächtigen Kulisse war. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt, sind aber ein wenig zu sehr hochgetragen worden, als wären wir eine Übermannschaft in der Liga. Aber das sind wir nicht. Wir müssen unser Potenzial abrufen und wenn wir das machen, wie im Derby, dann können wir viele Spiele gewinnen. Wir sind auf jeden Fall der verdiente Sieger. Wir sind zweimal in Rückstand geraten, und ich habe zweimal hinschauen müssen, weil es beide Male aus dem Nichts passiert ist. Wir haben bei sämtlichen anderen gefährlichen Aktionen von Bad Kötzting tatkräftig mitgeholfen. Dadurch haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Meine Mannschaft ist nach dem 0:1 und nach dem 1:2r zurückgekommen. Meine Jungs haben die Nackenschläge weggesteckt und viel in das Spiel investiert. Wenn wir beim Stand von 1:1 die Chancen machen, dann wäre das Spiel eher im Sack gewesen.“ 

 
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