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Sonntag 04.12.16 21:30 Uhr|Autor: Carsten Dietel200
Hohes Bein: Der Völklinger Rouven Weber (2. von rechts) hat seinen Fuß im Zweikampf mit TSG-Mittelfeldspieler Abdullah Köse in grenzwertigen Bereichen. Foto:Photoagenten/Christine Dirigo

Am Ende fehlt die Cleverness

TSG Pfeddersheim kassiert gegen Röchling Völklingen die nächste Niederlage

Pfeddersheim. Keiner in Pfeddersheim hätte sich beschweren können, wenn die Oberliga-Partie gegen den Tabellenzweiten Röchling Völklingen mit 0:4 verloren worden wäre. Doch auch ein Punktgewinn war für die Spieler des TSG-Trainers Norbert Hess nicht unerreichbar. Dass sich die Pfeddersheimer Fußballer schließlich mit einer 0:1-Niederlage abfinden mussten, war für Keeper Bakary Sanyang einfach nur „ärgerlich“. Beim Tor des Tages, einem fulminanten Schuss des zweitligaerfahrenen Nico Zimmermann aus 20 Metern in den Winkel, hatte der Pfeddersheimer Keeper nicht die Spur einer Chance. „Da hat wirklich gar nichts mehr zwischen den Ball und den Pfosten gepasst“, meinte Sanyang, der sich so lang machen konnte, wie der wollte. „Der Ball war einfach zu präzise.“



„Es gibt eben Spiele, da macht eine solche Szene den Unterschied“, hatte auch Hess bis zum Schluss gehofft, dass es für seine Mannschaft noch Zählbares gibt. Nach einer etwas verschlafenen ersten Halbzeit löste er zur Pause seine Fünferkette auf und schob Mathias Tillschneider weiter vor ins Mittelfeld. Mit dem Resultat, dass seine Spieler endlich den Zugriff auf Spiel und Gegner hatten, den sich Hess auch schon vor dem Seitenwechsel gewünscht hatte. Und auch, wenn es weitestgehend die Standards waren, die den Gästen aus dem Saarland Probleme bereiteten, wenigstens kamen jetzt Bälle gefährlich in den Strafraum der Völklinger. Doch da versperrten entweder ein Verteidiger oder aber der Gästekeeper Sebastian Buhl den Weg zum Tor. „Wir haben taktisch wirklich alles versucht“, meinte Hess nach der Partie. In der teilweise hektischen Schlussphase wurde auch noch Steffen Litzel nach vorne beordert, zur letzten Ecke rückte Sanyang mit auf, aber auch dieser Standard war nicht von Erfolg gekrönt.

Dass es am Ende noch einmal so spannend wurde, dass die Völklinger sogar einige Register an der Zeitspiel-Orgel zogen, war aber auch dem Umstand geschuldet, dass sie in der zweiten Halbzeit vor dem Pfeddersheimer Tor gleich mehrfach verweigerten. So hätte in der 64. Minute Julien Erhardt das 2:0 für Völklingen machen müssen, doch er schoss aus siebenen Metern den Ball über das leere Tor. Ebenso dick die Dreifachchance vier Minuten später, an der wieder Erhardt beteiligt war. Er sowie davor und danach Arthur Schneider brachten das Kunststück fertig, aus aussichtsreichsten Positionen den Ball nicht über die Torlinie zu bekommen.

Das gelang den Pfeddersheimern auch nicht mehr, denn in den entscheidenden Situationen fehlten die Konzentration und die Cleverness. So, als in der 87. Minuten der eingewechselten Christoph Wörzler im Strafraum über den Ball trat, kurz vorher war bereits ein vielversprechender Schuss von Sebastian Schulz geblockt worden. Für Hess ist die Situation dadurch natürlich nicht einfacher geworden. „Es ist jetzt für den Kopf wichtig, dass wir gegen Pirmasens am Sonntag noch etwas holen“, will sich der TSG-Trainer nicht mit einer weiteren Niederlage in die Winterpause verabschieden.

TSG Pfeddersheim: Sanyang Lutz, Bundenthal, Litzel, Tillschneider, Ludwig Krist, Klotz, Köse (73. Wörzler) Schulz (85. Moh Amar), Buch.



 
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