Alemannia: Stellungnahme des Verwaltungsrates zur aktuellen Situation
Freitag 12.02.21 18:30 Uhr|Autor: Verwaltungsrat Alemannia Aachen8.619
Foto: Meiki Graff

Alemannia: Stellungnahme des Verwaltungsrates zur aktuellen Situation

Der Verwaltungsrat von Alemannia Aachen äußert sich zur aktuellen Situation +++ Verwaltungsrat als Kontrollorgan des Präsidiums ist höchst besorgt um die aktuellen Entwicklungen

Liebe Alemannen,

im Verwaltungsrat fühlten wir uns bisher am wohlsten, wenn wir außerhalb der Öffentlichkeit an den Zielen des Vereins und den Projekten seiner Abteilungen und Mitglieder arbeiten konnten. Dabei sind wir intern und extern immer als Einheit aufgetreten. Unser Anspruch ist es, Teamgeist vorzuleben. Diesen Teamgeist vermissen wir innerhalb des Präsidiums und Aufsichtsrats und in der Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat seit Monaten.




Der Verwaltungsrat als Kontrollorgan des Präsidiums des e.V. ist höchst besorgt um die aktuellen Entwicklungen im Gesamtverein. Hierzu zählt auch die GmbH, welche 100%ige Tochter des e.V. ist. Die aktuellen Vorgänge im Aufsichtsrat - dessen Vorsitzender der Präsident ist - geben weiteren Anlass zur Sorge.

Bei der Wahl der aktuellen Gremien im September 2017 war es der Mitgliederversammlung besonders wichtig, dass der Verein wirtschaftlich stabil und sportlich professionell aufgestellt wird. Diese Kompetenzen spiegeln sich dementsprechend auch in den gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats wider. Es ist jedoch unabdingbar, dass die Aufsichtsratsmitglieder diese Kompetenzen auch gemeinsam einsetzen. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass aktuell selbst faire Diskurse bewusst vermieden werden, um persönliche Interessen durchzusetzen.

In der aktuellen Phase auf die sportliche Expertise einzelner Aufsichtsratsmitglieder zu verzichten, gefährdet alle kurz- und langfristigen Ziele der Alemannia.

Daher ist es uns gänzlich unverständlich, warum Herr Dr. Kali nicht in die Suche und Entscheidungsfindung für einen neuen Sportdirektor und Trainer eingebunden wird. Herr Dr. Kali ist mit seiner nachgewiesenen fußballerischen Expertise und seinem großen Erfahrungsschatz hier unserer Meinung nach die Person, welche maßgeblichen Einfluss auf diese Entscheidung haben muss.

In diesem Zusammenhang fragen wir uns, welche Rolle Peter Hermann bei der Alemannia aktuell noch spielt. Er wurde Ende 2019 als sportlicher Berater vorgestellt und es verwundert, dass er hier ebenfalls augenscheinlich nicht eingebunden wird.

Die Kommunikation zwischen allen Gremien und Gremienmitgliedern muss dringend wieder sachlich und zielorientiert geführt werden. Die gleichzeitige Ausführung von Ehrenämtern in Aufsichtsrat und Präsidium darf nicht dazu dienen, die eigenen Ideen vor dem Einfluss anderer Vereinsmitglieder zu schützen. Vielmehr sollte sie dazu genutzt werden, die Interessen der gesamten Mitgliedschaft effektiv in das operative Geschäft des Fußballs zu integrieren.

Hier agieren Aufsichtsrat und Präsidium aus unserer Sicht durch die Ämterunion von Herrn Dr. Fröhlich wie ein Gremium. Der Verwaltungsrat als Kontrollorgan des Präsidiums sieht dies mit Besorgnis und bringt sich daher in die Diskussion mit ein, auch weil es sich bei der GmbH um eine 100%ige Tochter des e.V. handelt.

Öffentliche Stellungnahmen gehörten bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu unserem Repertoire als Verwaltungsrat. Das aktuelle Vorgehen der Vereinsführung ist jedoch über die sportliche Entwicklung hinaus besorgniserregend.

Der Informationsfluss an den Verwaltungsrat wird vom Präsidium seit mehreren Monaten auf ein Minimum reduziert. Gut gemeinte Vorschläge und konstruktiv vorgetragene Kritik wurden mehrfach ignoriert, teilweise musste sich der Verwaltungsrat für die Erfüllung seiner in der Satzung definierten Pflichten sogar rechtfertigen. Eine aus mittlerweile mehreren Gründen notwenige Aussprache zwischen

Präsidium, Aufsichtsrat, Verwaltungsrat und Dirk Kall wird weiterhin zwar zugesagt aber nicht terminiert und dies, obwohl die Themen akuter sind denn je. Da die interne Kommunikation, die wir bis zu diesem Zeitpunkt immer bevorzugt haben, somit unterdrückt wurde, haben wir uns für einen positiv formulierten, öffentlichen Appell an alle Mitglieder der Alemannia entschieden.

Wir wünschen uns, dass alle Alemannen wieder als Mannschaft zusammenrücken, um gemeinsam große Ziele zu erreichen. Ein „weiter so" kann es aus unserer Sicht nicht mehr geben, wenn wir die aktuelle Entwicklung im Verein betrachten!

Wir schlagen daher vor, dass es sehr zeitnah ein zusammentreffen von Aufsichtsrat, Präsidium, Dirk Kall, Verwaltungsrat und insbesondere auch Fanvertretern gibt um Transparenz zu schaffen und eine gemeinsame Ausrichtung für die Zukunft zu finden.

Der Verwaltungsrat des ATSV Alemannia 1900 e.V.


                   

 


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Tabelle
1. Hennef 811 22
2. F´aldenhoven 76 14
3. Hürth 8-1 14
4. Alfter (Auf) 711 13
5. VfL Vichttal 72 12
6. Arnoldsweil. 8-3 11
7. Pesch 81 10
8. 1. FC Düren 36 9
9. Frechen 8-2 9
10. Glesch (Auf) 51 8
11. Siegburg 53 5
12. Breinig 6-2 5
13. Fortuna Köln II 4-1 4
14. Eilendorf 6-13 3
15. Deutz 6-6 2
16. Wesseling-U. 4-6 1
17. Friesdorf 4-7 1
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