Kammermeyer verlässt Feucht und wird Bundesliga Co-Trainer
Samstag 18.07.20 17:45 Uhr|Autor: Dirk Meier 2.884
Michael Kammermeyer hat einen Vertrag im Trainerteam des VfB Stuttgart bekommen Foto: Dirk Meier

Kammermeyer verlässt Feucht und wird Bundesliga Co-Trainer

Der 34-jähriger Routinier verabschiedet sich vom designierten Bayernliga-Aufsteiger und gehört künftig dem Trainerteam des VfB Stuttgart an
Der 1. SC Feucht, aktuell mit zehn Punkten Vorsprung souveräner Tabellenführer in der Landesliga Nordost, verliert mit sofortiger Wirkung seinen Routinier: Michael Kammermeyer (34) wechselt nämlich zum Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart. Der 1,80 Meter große Abwehrmann wird dort als Co-Trainer mit dem Haupt-Aufgabenfeld Analyse fungieren. Den Deal eingefädelt hat VfB-Aufstiegs-Trainer Pellegrino Matarazzo (42). Stuttgarts Chefanweiser und der Feuchter Abwehrrecke kennen sich aus gemeinsamen Tagen beim 1. FC Nürnberg.


Der in Nürnberg geborene Michael Kammermeyer kam erst im vorigen Sommer zum 1. SC Feucht, war in 16 von 22 Spielen im Einsatz und erzielte dabei einen Treffer. Eigentlich wollte der Mittelfranke die derzeit unterbrochene Spielzeit  bei den Feuchtern noch zu Ende bringen. “Mein Ziel war es. die Saison mit dem Bayernliga-Aufstieg abzuschließen. Doch Corona hat die Pläne durcheinander gebracht. In Feucht ist das ein ganz tolles Team mit ganz viel Charakter, in dem ich sehr gerne gespielt habe. Ich gehe davon aus, dass die Feuchter Mannschaft den Aufstieg in die Bayernliga auch ohne mich schaffen wird. Schade, ich wäre gerne bis zum Schluss dabei gewesen, denn ich hatte beim SC eine sehr schöne Zeit. Aber so ist das nun mal im Fußball, da geht das manchmal alles sehr schnell. Ich kann ja dann nächstes Jahr in Feucht nochmal zur Aufstiegsfeier vorbeischauen”, sagt Kammermeyer schmunzelnd. 
 
Der Kontakt zum VfB Stuttgart bestand schon seit längerer Zeit, denn Trainer Pellegrino Matarazzo und Michael Kammermeyer kennen sich aus gemeinsamen Tagen beim Club. In der Saison 2012/13 trainierten die beiden die U17 des 1. FC Nürnberg, danach folgten drei gemeinsame Jahre als Übungsleiter der U19 der Clubberer. Danach war Kammermeyer eine Saison lang Cheftrainer bei der U17 des TSV 1860 München. In der Saison 2009/10 spielten beide gemeinsam in der zweiten Nürnberger Mannschaft in der Bayernliga, in der Folgesaison war Matarazzo dort der Trainer von Kammermeyer. “Seit dieser Zeit besteht eine enge Verindung zu Pellegrino. Wir haben vor ein paar Wochen schon einmal über das Thema VfB Stuttgart gesprochen. Dass es jetzt aber geklappt hat, kam für mich doch etwas überraschend. Ich möchte mit meiner Arbeit einen Teil dazu beitragen, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen”, sagt A-Lizenz-Inhaber Kammermeyer, der sich natürlich auf diese Aufgabe freut: “Das wird sicher unheimlich spannend. Ich bin für den kompletten Analysebereich zuständig, beschäftige mich also intensiv mit den jeweiligen Gegnern, aber auch mit unserer eigenen Mannschaft." 
 
Damit muss der 1. SC Feucht die zwölf noch ausstehenden Punktspiele ohne seinen erfahrenen Innenverteidiger zu Ende bringen. Kammermeyer, der nach dem Club noch beim ATSV Erlangen gespielt hat und mit diesem 2018 in die Bayernliga Nord aufgestiegen ist, wird eine Lücke hinterlassen. Feuchts Teammanager Manfred Kreuzer sagt dazu: “Es wird schwer, Michael zu adäquat zu ersetzen. Wir wollen versuchen, noch einen gestandenen Innenverteidiger zu holen. Aber wir werden nichts übers Knie brech und in Ruhe den Markt sondieren. Sollte es mit einem Neuzugang für diese Position nichts klappen, ist es auch nicht schlimm, denn wir haben auch in den eigenen Reihen gute Spieler, wenngleich ich natürlich hoffe, dass wir einen erfahrenen Verteidiger finden werden.” Dem scheidenden Kammermeyer wünscht Kreuzer alles Gute: “So eine Chance konnte sich Michael nicht entgehen lassen. Wir alle vom SC wünschen ihm dazu viel Erfolg.” 

Tabelle
1. SC Feucht 2247 53
2. TSV Buch 2127 43
3. SC Schwabach 2220 42
4. Neudrossenf. 2312 39
5. Kickers Selb (Auf) 2224 38
6. Stadeln (Auf) 2116 38
7. J. Forchheim (Ab) 237 36
8. FSV Bruck (Ab) 2313 34
9. ASV Vach (Ab) 223 30
10. Quelle Fürth 21-6 28
11. Mitterteich 20-3 27
12. Schwaig (Auf) 21-8 26
13. Röslau 21-19 25
14. TSV Kornburg 21-13 24
15. FC Herzogen. 23-14 24
16. Groß`lohe 21-19 21
17. Feuchtwangen 21-31 16
18. Baiersdorf 22-56 4
Wertung gemäß Direkter Vergleich
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit.
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