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Donnerstag 27.02.14 16:59 Uhr|Autor: Andreas Schmitt
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FCN-Youngster David Kammberbauer freut sich über den von FuPa-Redakteur Andreas Schmitt überreichten Siegerpokal zum Tor der Hinrunde. (F.: Bastian Eberle)

Kammerbauer flankte das Tor der Hinrunde

Club-Youngster setzt sich mit spektakulärem Derby-Treffer im FuPa-Voting durch
Club gegen Kleeblatt: Im ewig jungen Traditionsderby - diesmal in der Version der B-Jugend - läuft die zehnte Minute, als David Kammerbauer zum großen Schuss ansetzt. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankt der FCN-Linksverteidiger genau so in die Mitte, dass sich die Kugel unhaltbar in die Maschen des mittelfränkischen Rivalen senkt. Und zwar so spektakulär, dass der Treffer von den FuPa-Usern zum "Tor der Hinrunde" gewählt wurde.

"Es war wahrscheinlich mein schönster Treffer, wenn auch mit ein bisschen Glück", sagte der 17-Jährige bei der Übergabe des FuPa-Pokals in den Räumen des Club-Nachwuchsleistungszentrums am Valnerweiher. Eigentlich, gesteht Kammerbauer, "wollte ich flanken". Ein Vorhaben, das aber nicht - wie geplant - in eine gefährliche Vorlage, sondern ausgerechnet im Derby zu seinem bislang einzigen Saisontreffer in der U17-Bundesliga Süd/Südwest führte.

36,34 Prozent votierten für das Nachwuchstalent

"Ein besonderes Tor", kommentiert Kammerbauer, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder Patrick bereits seit 2007 eine feste Größe beim Club darstellt und auch schon einige Junioren-Länderspiele bestritt. Das aus Raitenbuch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stammende Nachwuchstalent gilt als ein moderner, technisch starker und durchaus offensiv denkender Außenverteidiger. Den finalen Abschluss überlässt Kammerbauer meist anderen. Seinen Treffer vom 18. August 2013 fanden die FuPa-User so gut, dass sie ihn zum "Tor der Hinrunde" wählten. Mit 36,34 Prozent der Stimmen verwies er Stephan Eisen vom SV Westheim (34,52%) und Marcus Schmitt (21,87%) auf die Plätze. Insgesamt wurden 1.431 Stimmen abgegeben.

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Highlight einer mittelmäßigen Hinrunde

"Der FuPa-Pokal wird einen schönen Platz im Trophäenschrank erhalten", sagt Kammerbauer über die Auszeichnung, die er für einen der wenigen Kammerbauer-Höhepunkte einer mittelmäßigen Hinrunde erhält. "Es hat mannschaftlich nicht immer gepasst. Auch ich war mit meinen Leistungen gerade zu Saisonbeginn nicht immer zufrieden", sagt ein 17-Jähriger, der schon sehr erwachsen klingt, wenn er seine eigene Entwicklung analysiert.

Besonders der Start in die Serie verlief für die Nürnberger enttäuschend. Erst am sechsten Spieltag gelang mit dem 5:4 gegen Eintracht Frankfurt der erste Saisonsieg. Zwei weitere sollten bis November auf sich warten lassen. Desweiteren standen lediglich fünf Unentschieden, ein niederschmetterndes 0:12 beim VfB Stuttgart und ein Trainerwechsel zu Buche. Michael Wimmer übernahm von Tobias Zölle - und sorgt zum Beginn der Rückrunde für Aufbruchstimmung. Das Derby-Rückspiel gegen Fürth wurde zwar 0:2 verloren, danach gewann man jedoch mit 5:2 gegen den FC Bayern und mit 2:1 in Hoffenheim. "Wir sind auf einem guten Weg und müssen jetzt einfach weitermachen", bilanziert Kammerbauer den Start ins neue Jahr. Und formuliert damit einen Satz, der auch zur Beschreibung seines gesamten fußballerischen Wirkens angewendet werden könnte.

Ein Leben für den Traum vom Profi

David Kammerbauer befindet sich auf einem guten Weg, dessen Ziel eindeutig vorgegeben ist: Er, der mit Nürnbergs U16 schon einmal Deutscher Meister war und mit der deutschen Juniorennationalmannschaft gegen Spanien, den aktuellen Welt- und Europameister der Herren, spielte, möchte Fußballprofi werden. Ein Traum, den so viele deutsche Jungs träumen und den David Kammerbauer lebt. Seit gut einem Jahr wohnt er im Internat des FCN. Sein Schulzeit verbringt er am Bertolt-Brecht-Gymnasium in Langwasser, einer DFB-Eliteschule des Fußball. Um das Lernen und das vier- bis fünfmal pro Woche stattfindende Training besser vereinbaren zu können, greift er auf das Mittel der "Schulzeitstreckung" zurück, wodurch er sein Abitur erst nach 13 Jahren abschließen wird. Die Rahmenbedingungen stimmen also, das Talent ist sowieso vorhanden. David Kammerbauer muss jetzt einfach weitermachen - und ein wenig Glück haben. Eben genau so wie bei seinem "Tor der Hinrunde".

 
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