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Freitag 13.10.17 11:04 Uhr|Autor: RP / Kurt Theuerzeit358
F: Theo Titz

Beim 1. FC läuft es besser als erwartet

Der Landesligist aus Mönchengladbach kann nach den ersten zehn Spielen ein positives Fazit ziehen.
Die Zweifler und Besserwisser hatten sich schon bald formiert, nachdem FC-Vorsitzender Uwe Röhrhoff das neue Trainergespann mit Markus Horsch und Wolfgang Brück präsentiert hatte. Da hatte noch kein Training stattgefunden, kein Meisterschaftsspiel war angepfiffen worden.

Nach zehn Spieltagen ist durchaus eine Zwischenbilanz statthaft. Die muss im Falle des 1. FC Mönchengladbach äußerst positiv ausfallen. Der FC steht auf jeden Fall besser da als viele es vor dem Start prophezeit hatten.

Der vierte Platz direkt hinter dem Spitzentrio der Liga und beachtliche 18 Punkte konnten zu diesem Zeitpunkt der Saison keinesfalls erwartet werden. Mit einem Durchschnittsalter von 21,75 Jahren spielt der FC mit der absolut jüngsten Mannschaft der Liga. Mit den Zugängen Elvedin Kaltak, Marcel Lüft, David Godlevski und Rückkehrer Oguz Ayan hat der FC enorme Verstärkungen verpflichtet. Dazu haben sich Pascal Schellhammer und Philipp Bäger weiter gesteigert. Mit der Gewissheit, dass alles auf einem guten Weg ist, dürfte Uwe Röhrhoff in Urlaub gefahren sein.

Gewiss wird er schon erfahren haben, dass sich der FC beim abstiegsbedrohten Nachbarn 1. FC Viersen eine unnötige und wenig clevere 3:4-Niederlage eingehandelt hatte. Die Mannschaft hatte zwar bewiesen, dass sie einen 0:3-Rückstand innerhalb einer Viertelstunde ausgleichen kann. Dann aber hatte sie eine Minute vor dem Abpfiff den einen sicheren Punkt durch selbst verschuldete taktische Unzulänglichkeit verloren, weil man Viersen noch das 4:3 gestattet.

Prompt war nach diesem sicherlich unnötigen Ausrutscher von einem FC-Verantwortlichen laut vernehmlich zu hören: "Ihr werdet nicht mehr lange Trainer sein." Solche Reaktionen sind beim Nachbarn Odenkirchen undenkbar. Dort hatten sich sicherlich die Verantwortlichen zuletzt über die 1:2-Niederlage beim FC geärgert, aber da war keine Kritik zu hören. Man war einfach mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden.

Nicht nur in dieser Hinsicht kann der FC vom Nachbarn lernen. In Odenkirchen gibt es rund um die Mannschaft klare Strukturen und eine Vielzahl unterschiedlicher Mitarbeiter, die sich mit dem Klub identifizieren und sich deshalb engagieren. Hier besteht beim FC nicht erst seit den vergangenen Wochen erheblicher Nachholbedarf.

Man hatte sich um einen Nachfolger für Uwe Röhrhoff, der als Vorsitzender ausscheiden wollte, bemüht. Doch offensichtlich gab es nur Absagen, so dass Röhrhoff, wie zu hören war, doch weitermacht, wenn Anfang November gewählt wird. Mit Michael Hegner soll wohl der künftige Sportliche Leiter angelernt werden. Der FC braucht aber mehr. Neben dem Landesliga-Team ist dringend eine arbeitsfähige Vorstands-Mannschaft neben dem Platz erforderlich, die Leistungen würdigt. Auskunft darüber gibt verlässlich der Tabellenstand.

Um die augenblicklich ausgezeichnete Platzierung muss der FC am Sonntag engagiert kämpfen, denn Gegner Nievenheim hat sich in den vergangenen Wochen enorm gesteigert. Da sind vor allem die Spieler, die auf dem Platz stehen, in der Verantwortung. Nicht mehr dabei sein wird Enrico Zentsch, der sich dem 1. FC Viersen angeschlossen hat.

 
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