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Sonntag 10.09.17 20:00 Uhr|Autor: cuk478
Stefan Hofner brachte die Rotblauen zwar in Front, doch am Ende musste der 1. FC Bad Kötzting die Punkte dem SV Hutthurm überlassen. Foto: ctm

Rotblaue Krise spitzt sich weiter zu

Hutthurms Torjäger Neunteufel macht beide Tore zum 2:1 am Roten Steg und besiegelt Trainer Gallmaiers Schicksal endgültig.

Der 1. FC Bad Kötzting kommt nicht vom Fleck und muss sich nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Hutthurm in den kommenden Wochen mit der hinteren Tabellenregion anfreunden. Die Konsequenz daraus haben die Verantwortlichen vom Roten Steg am Sonntag mit de Entlassung von Trainer Peter Gallmaier gezogen( dazu auch ein weiterer Artikel auf dieser Seite).



Am Ende muss man den Badstädtern eine unglückliche Niederlage attestieren. Sie gingen nach einer guten Anfangsphase durch Stefan Hofner (21.) in Führung. Torjäger Benjamin Neunteufel drehte mit seinen beiden Treffern die Partie. Danach liefen die Badstädter permanent an, vergaben aber dicke Möglichkeiten. Zumindest in den letzten 30 Minuten fehlte es am notwendigen Quäntchen Glück. Adam Vlceks Kopfball ging ans Lattenkreuz, Thomas Fredl schoss beim Nachschuss aus drei Metern über das Tor. Und dann Miro Spiréks Sololauf fast allein von der Mittellinie – er schob dem Ball am Pfosten vorbei. Für eine Überraschung sorgte Peter Gallmaier vor der Partie. Die Stammkräfte Michael Eyerer, Thomas Fredl und Adam Vlcek mussten auf der Bank Platz nehmen. Für sie standen Lex, Rendler und Neuzugang Simon Kopp in der Startelf.


Überraschende Startaufstellung

Die Rotblauen begannen schwungvoll. Spirek prüfte Keeper Tobias Huber aus 20 Metern (4.). Die Hutthurmer spielten anfangs verhalten, sie lauerten eher auf Fehler der Badstädter, um dann schnell vor das Tor von FC-Torhüter Michael Mader zu kommen. Nah 20 Minute hatten die Rotblauen die erste große Möglichkeit. Aschenbrenner bediente Simon Kopp, der auf Huber zulief. Doch der SV-Keeper reagierte stark beim Schuss des FC-Neuzugangs. Eine Minute später die Führung – Miroslav Spirek spielte einen tollen Pass auf den einlaufenden Stefan Hofner, der zum 1:0 traf (21.). Die Freude bei den Gastgebern währte ganze vier Minuten, dann musste Mader den Ball aus dem Netz holen. Der Ausgleich war typisch für die Gallmaier-Elf. Nach einem Eckball hat sie etwa 70 Meter vor dem eigenen Tor den Ball verloren und kassierte einen klassischen Konter. Neunteufel kam aus 14 Metern zum Abschluss, und es stand 1:1 (25.). Die gute Anfangsphase war dahin bei den Badstädtern, beide Teams mühten sich nun mehr und mehr im Mittelfeld. Kurz vor der Pause noch zwei Aufreger – Mader fischte einen Kopfball von Patrick Slodarz aus dem Eck (38.), und danach schloss Aschenbrenner zu hastig ab, hatte den völlig freistehenden Michael Eyerer übersehen. Nach Wiederanpfiff hatte der SV Hutthurm den besseren Start. Bei einem Solo von Resch über das halbe Spielfeld rettete Bad Kötztings Torhüter. Die Badstädter waren anschließend zu sorglos, und bei der folgenden Flanke bekam Neunteufel nur höflichen Begleitschutz. Gegen seine Kopfballbogenlampe war Mader machtlos (53.). Nun waren die Rotblauen verunsichert, Mader musste gegen Patrick Slodarz per Fußabwehr klären (56.). Das sollte es gewesen sein mit den Offensivbemühungen der Hutthurmer, im Anschluss bliesen die Rotblauen zur Offensive.


Spirek vergab den Ausgleich
Michael Eyerer hatte die große Möglichkeit zum Ausgleich. Spirek hatte ihn frei gespielt, doch sein Schuss ging über das Tor. Der SV Hutthurm war nun unter Druck und bauten einen Abwehrriegel um den eigenen Strafraum auf. Dann Pech für die Rotblauen – Vlcek setzte seinen Kopfball ans Lattenkreuz, den abprallenden Ball köpfte Fredl aus drei Metern über das Tor (82.). In der 89. Minute war Spirek auf und davon. Alleine vor Tobias Huber versagten dem ansonsten bärenstarken Tschechen die Nerven. Er schob den Ball um Zentimeter vorbei (89.), auch Aschenbrenner hatte kein Glück.

Trainerstimmen

Dominik Schwarz ( SV Hutthurm): „ Der 1. FC Bad Kötzting hat sehr gut begonnen und ist mit einem toll herausgespielten Tor verdient in Führung gegangen. Aus dem Nichts sind wir zum Ausgleich gekommen und konnten sogar nach der Pause in Führung gehen. Dann hat Bad Kötzting richtig Druck gemacht und wir hatten bei der Chance von Spirek Riesenglück. Ein Remis wäre vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen.“

Peter Gallmaier (1. FC Bad Kötzting): „Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten die drei Punkte. Entsprechend gut haben wir begonnen. Dann wieder ein Tor, das typisch ist. Aus einem eigenen Eckball bekommen wir den Konter zum Ausgleich. Auch beim zweiten Treffer haben schlecht ausgesehen. Miroslav Spirek hätte den Ausgleich machen müssen. Leider hat er diese große Möglichkeit vergeben. Es ist wieder eine sehr unglückliche Niederlage.“

 
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