Von überall her prasselten die Glückwünsche auf den SV Hösel ein, allen voran von Ratingen 04/19 II mit seinem Manager Andre Schulz. Denn die Höseler setzten sich beim Tabellendritten TuS Gerresheim mit 2:0 (0:0) durch und deren Aufstiegshoffnungen sind erst einmal gedämmt. Im Mittelpunkt der Siegertruppe stand Benjamin Schröder, der in Oberhausen wohnt und ständig Nachtschicht machen muss. Dann hat er oft, wenn er zum Spiel kommt, nur zwei oder drei Stunden geschlafen. "Und genau deshalb lieben wir unseren Dicken", so Betreuer Dirk Kiontke. Er schwört, dass sich Schröder nicht aufregt, wenn er so genant wird: "Dafür ist der Benny überall viel zu beliebt." Trainer Senad Hecimovic musste neben Mark Rueber noch einen 40-Jährigen aufbieten, um eine schlagkräftige Elf zu erstellen: Sercan Kuduoglu. Auch er bot eine feine Vorstellung.
Mit fünf Ausfällen musste Rot-Weiß Lintorf bei Wersten 04 antreten und unterlag 0:1. Für die Hausherren, dem Aufsteiger, bedeutete dies den Sprung aus dem Tabellenkeller. Und genau dorthin müssen die Lintorfer nun wieder schauen, die beiden Niederlagen zuletzt schmerzen. Boateng, der gesperrte Panagiotis, Routinier Pascal Ohlenmacher, Bongwald und Schwarzbach, sie alle konnten nicht mitwirken. Die Lintorfer ließen sich ständig in die Defensive zwingen, Wersten hatte leichtes Spiel, sein 1:0 zu verwalten. "Wir haben schlecht gespielt", sagte Trainer Armin Lahrmann. "Da dürfen wir überhaupt nicht drum herum reden. In einem derart wichtigen Spiel, wo wir die Distanz nach unten hätten vergrößern können, da mussten wir anders zur Sache gehen." Die Bestnote verdiente sich Keeper Ünsal Bektas. Der 25-jährige Heiligenhauser verhinderte eine höhere Niederlage.