Sonntag 28.11.10 11:20 Uhr
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Die Mannschaften auf den Plätzen 8 bis 11 sind derzeit nur durch 3 Zähler voneinander getrennt. Die beiden Letztplatzierten haben hingegen bereits einen deutlichen Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze.
Autor: Patrick Holzweber      Kreisklasse Eggenfelden     Team Rückblick      2.189 Aufrufe

Zwischenbilanz KK Eggenfelden Teil 2

Platz 8 bis 14



Nachdem die ersten sieben Teams der Kreisklasse Eggenfelden bereits eingehend analysiert wurden, folgen nun die verbleibenden sieben Mannschaften aus der unteren Hälfte des Klassements. Wer hat gute Chancen auf eine ruhige Restsaison, wem steht der Abstiegskampf bevor, wem droht der Gang in die A-Klasse?





DJK-SF Reichenberg:   22 Punkte   33:43 Tore   Torverhältnis: -10
Bilanz: 6 Siege, 4 Unentschieden, 7 Niederlagen

Nachdem der Saisonauftakt für die Sportfreunde besser als erwartet verlief und man nach vier Spieltagen, durch drei Siege und eine Niederlage aus den ersten vier Partien, sogar die Tabelle anführen konnte, ging es in der Folgezeit ein wenig bergab. Aus den seither bestrittenen 13 Spielen konnten ebenfalls nur noch drei Siege eingefahren werden.  Zur Winterpause findet man sich deshalb nun schon in der unteren Tabellenhälfte wieder und liegt nur noch sechs Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz. Dabei besteht vor allem in der Defensive Verbesserungsbedarf, musste man doch schon 43 Gegentore und damit die drittmeisten aller Teams hinnehmen (nur Triftern und Oberdietfurt mehr). Zudem blieb man erst ein einziges mal ohne Gegentor (4:0 in Falkenberg). Offensiv ist die Mannschaft hingegen recht gut aufgestellt. Allein Spielertrainer Steinbrunner und Torjäger Brüggler konnten zusammen schon 20 Treffer erzielen. Für Aufsehen sorgten die Sportfreunde im bisherigen Saisonverlauf zudem durch einige kuriose Ergebnisse. So wurde zu Hause gegen den SV Eintracht Oberdietfurt mit 5:4, sowie gegen den TSV Taufkirchen mit sage und schreibe 6:5 gewonnen. Auf der anderen Seite musste man allerdings auch zwei herbe 0:6-Klatschen beim TSV Gangkofen und im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den SC Falkenberg hinnehmen.

Prognose: Der weitere Saisonverlauf der Sportfreunde lässt sich nur schwer einschätzen. Zwar lief es in den letzten Spielen vor der Winterpause nicht wirklich rund, doch sollte die Qualität im Kader eigentlich hoch genug sein, um nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zumindest in den Duellen mit den Mannschaften aus den unteren Regionen der Tabelle zu holen. Ein Nachteil könnte dabei allerdings sein, dass man nur noch vier Heimspiele bestreiten darf und noch fünf mal auf des Gegners Platz antreten muss.

FuPa-Note: 3-



DJK-ASV Stubenberg:   21 Punkte   28:40 Tore   Torverhältnis: -12
Bilanz: 6 Siege, 3 Unentschieden, 8 Niederlagen

Vor Saisonbeginn wurde der DJK-ASV Stubenberg als heißer Anwärter auf das Erreichen eines Platzes im oberen Tabellendrittel gehandelt. Die Realität sah dann allerdings schon sehr früh ganz anders aus. Sechs der ersten sieben ausgetragenen Partien wurden verloren,  man fand sich im tiefsten Tabellenkeller wieder. Vieles deutete darauf hin, dass Stubenberg die gesamte Saison über im Abstiegskampf stecken würde. Allerdings wurden aus den restlichen zehn Spielen seither 18 Punkte geholt (bei nur noch zwei Niederlagen), womit man die Abstiegsplätze verlassen und sich auf den 9. Rang verbessern konnte, welchen man nun auch schon wieder seit sechs Spieltagen inne hat. Ein Grund dafür, dass es in dieser Saison bislang nicht für mehr gereicht hat, ist vor allem die eklatante Auswärtsschwäche des DJK-ASV. Erst ein Sieg (2:1 bei Schlusslicht Oberdietfurt) und zwei Punkteteilungen (jeweils 1:1 in Tann und Taufkirchen) konnten in der Fremde errungen werden, alle anderen sechs Gastspiele gingen verloren. Nur drei Teams holten bislang noch weniger Punkte auf des Gegners Platz. Die Heimbilanz liest sich hingegen recht gut. Mit 16 Punkten liegt man im Soll und konnte zu Hause genauso viele Punkte einfahren, wie etwa Tabellenführer Gangkofen. Stark abhängig ist Stubenberg zudem von seinem Torjäger Gartner Bastian, konnte dieser doch mehr als die Hälfte aller Treffer des DJK-ASV erzielen (15).

Prognose: Der DJK-ASV Stubenberg dürfte wohl nicht mehr in allzu große Schwierigkeiten im Abstiegskampf geraten. Zwar beträgt der Vorsprung zum Relegationsplatz derzeit nur fünf Zähler, doch in den verbleibenden neun Partien sollten, vor allem in den Heimbegegnungen gegen die direkten Konkurrenten, die noch benötigten Punkte eingefahren werden können. Kann man außerdem die schwache Auswärtsbilanz ein wenig aufbessern, könnte sogar noch eine Endplatzierung in der oberen Tabellenhälfte möglich sein.

FuPa-Note: 4+



DJK Thanndorf:   20 Punkte   22:30 Tore   Torverhältnis: -8
Bilanz: 4 Siege, 8 Unentschieden, 5 Niederlagen

Einen ähnlichen Saisonverlauf, wie der DJK-ASV Stubenberg, erlebte bislang auch die DJK Thanndorf. Nachdem aus den ersten zehn Spielen nur ein einziger Sieg (3:2 gegen Oberdietfurt) gelang, belegte man den zwischenzeitlich den vorletzten Tabellenplatz. Es schien sich also die altbekannte Binsenweisheit, wonach die 2. Saison nach dem Aufstieg immer die schwierigste sei, zu bewahrheiten. Dann allerdings kam die Trendwende zum Positiven und man blieb in den sieben seither bestrittenen Partien ungeschlagen (3 Siege, 4 Unentschieden). Dadurch konnte man auch die ungeliebten letzten drei Plätze wieder verlassen und findet sich nun auf dem 10. Rang wieder. Während die DJK mit bislang 30 kassierten Treffern recht gut dasteht (nur 5 Mannschaften haben weniger Gegentore), hakt es in der Offensive gewaltig. Erst 22 mal brachte man den Ball im gegnerischen Gehäuse unter, einzig der TSV Tann hat noch weniger Treffer auf dem Konto. Thanndorf musste nach eigener Führung zudem schon elf Punkte an den Gegner abtreten (4 Unentschieden, 1 Niederlage). Auf der anderen Seite konnte man nach einem Rückstand noch keine Partie gewinnen, lediglich fünf Punkteteilungen wurden noch erreicht. Von den Teams ab Rang 6 musste man die wenigsten Niederlagen hinnehmen (5), hat allerdings auch ligaweit am häufigsten die Punkte mit dem Gegner geteilt (8 mal), weshalb in der Tabelle meist keine großen Verbesserungen erreicht wurden.

Prognose: Für die DJK Thanndorf wird es im restlichen Saisonverlauf einzig darauf ankommen, sich den Klassenverbleib für die kommende Spielzeit zu sichern. Ausschlaggebend dafür könnte vor allem das Startprogramm nach der Winterpause, mit Partien gegen die direkten Konkurrenten Oberdietfurt, Eggenfelden, Tann und Stubenberg sein. Kann in diesen Spielen konstant gepunktet werden, sollte der Klassenerhalt geschafft werden. Gelingt dies jedoch nicht, droht es im Tabellenkeller nochmal eng zu werden, trifft man in den letzten fünf Saisonspielen doch unter Anderem noch auf Ulbering, Arnstorf, Taufkirchen und Gangkofen.

FuPa-Note: 3-



TSV Tann:   19 Punkte   19:25 Tore   Torverhältnis: -6
Bilanz: 4 Siege, 7 Unentschieden, 6 Niederlagen

Enttäuschend verlief die Saison bislang für den TSV Tann. Vor der Saison als Aufstiegsanwärter gehandelt, fand man sich bisher über die gesamte Spielzeit im Abstiegskampf wieder. Vom angepeilten Saisonziel "oben mitzuspielen" ist man nach wie vor weit entfernt. Vor allem der schwache Saisonstart warf Tann weit zurück. Der erste Sieg gelang erst am 8. Spieltag, beim 2:0 gegen den damaligen Tabellenführer DJK-SV Geratskirchen. Zwar musste man erst 25 Gegntreffer hinnehmen, was einen starken Wert bedeutet, wenn man bedenkt, dass nur die beiden Führenden Gangkofen und Johanniskirchen noch weniger Tore kassiert haben. Das Hauptmanko des TSV Tann liegt aber viel mehr in der Offensive. Mit nur 19 erzielten Treffern liegt man in dieser Kategorie am Ende der Kreisklasse Eggenfelden, da selbst die am Tabellenende befindlichen Mannschaften aus Triftern und Oberdietfurt schon mehr Tore markieren konnten. In Spielen mit Tanner Beteiligung fielen auch insgesamt die wenigsten Tore im Durchschnitt. Bislang waren es 44, das ergibt einen Wert von 2,59 Treffern pro Partie. Dass die Mannschaft meist auf Augenhöhe mit den Gegnern war, drückt die Tatsache aus, dass vier der sechs Saisonniederlagen mit nur einem Treffer Differenz zu Stande kamen und man bereits sieben Punkteteilungen zu Buche stehen hat. Häufig fehlte einfach das berühmte Quäntchen Glück, aber auch die nötige Entschlossenheit und der unbedingte Siegeswille. Dies wird auch dadurch belegt, dass man noch keinen Rückstand in einen Sieg umwandeln konnte.

Prognose: Betrachtet man nur das Potenzial, das in der Mannschaft des TSV Tann steckt, so dürfte dieser mit dem Abstiegskampf eigentlich nichts mehr zu tun bekommen. Damit rechnete allerdings auch vor Saisonbeginn niemand, dennoch kam es bisher anders. Vor allem in der Offensivabteilung ist eine Steigerung vonnöten, ansonsten wird man es auch gegen vermeintlich schwächere Kontrahenten schwer haben, Siege einzufahren. Das Restprogramm lässt sich weder als besonders schwer, noch als relativ leicht bezeichnen, da man noch auf Mannschaften aus sämtlichen Tabellenregionen trifft. Wo sich der TSV Tann am Saisonende wiederfinden wird, lässt sich deshalb nur schwer prognostizieren.

FuPa-Note: 4-



SSV Eggenfelden II:   16 Punkte   27:35 Tore   Torverhältnis: -8
Bilanz: 3 Siege, 7 Unentschieden, 7 Niederlagen

Vor der Saison ließ sich die 2. Mannschaft des SSV Eggenfelden, wie dies meist bei Zweitvertretungen der Fall ist, nur schwer einschätzen. Nach nun 17 absolvierten Partien sieht dies schon ein wenig anders aus. Es deutet Vieles darauf hin, dass die Bezirksligareserve wohl bis zum Saisonende in den Abstiegskampf verwickelt sein wird, zu selten wusste man im bisherigen Saisonverlauf einfach zu überzeugen. Erst drei Siege (zwei davon gegen Triftern) konnten eingefahren werden, zudem gelangen sieben Punkteteilungen, die restlichen sieben Partien wurden verloren. Somit liegt man zur Pause auf dem Abstiegsrelegationsrang, mit drei Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze und fünf Zählern Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsrang. Die Heimbilanz hört sich, bei erst einer Niederlage in neun Partien, erst einmal recht gut an. Allerdings wurden von den restlichen acht Partien auch nur zwei gewonnen, ansonsten wurden die Punkte immer mit dem Gegner geteilt. Darunter sind jedoch auch drei Remis gegen die Spitzenteams Gangkofen, Johanniskirchen und Ulbering, was verdeutlicht, dass der SSV eigentlich mit jeder Mannschaft der Liga mithalten kann. Dass man häufig nicht in der Lage war, gute Leistungen über volle 90 Minuten zu zeigen, wird dadurch belegt, dass man bereits in sechs Partien, in denen man in Führung gehen konnte, letztlich noch Punkte abgeben musste (5 Remis, 1 Niederlage).

Prognose: Dem SSV Eggenfelden II steht wohl über die komplette verbleibende Spielzeit der Kampf gegen den Abstieg bevor. Zwar hätte man auch in der derzeit möglich erscheinenden Relegation die Chance, sich den Klassenerhalt zu sichern, dennoch will man sich wohl spätestens nach dem letzten Spieltag den Kreisklassenverbleib für die kommende Spielzeit sichern. Dafür wird es vor allem nötig sein, in den Duellen mit den direkten Konkurrenten fleißig zu punkten. Zudem muss in der Fremde, nach zuletzt sechs Auswärtspleiten am Stück, endlich mal wieder Zählbares eingefahren werden, ansonsten scheint der direkte Klassenverbleib unmöglich.

FuPa-Note: 4



TSV Triftern:   11 Punkte   23:50 Tore   Torverhältnis: -27
Bilanz: 3 Siege, 2 Unentschieden, 12 Niederlagen

Neben dem DJK-SV Geratskirchen ging der TSV Triftern als zweiter Aufsteiger in diese Saison. Dieser erlebte bisher allerdings einen komplett anderen Saisonverlauf, als sein Pendant aus der letztjährigen A-Klasse Eggenfelden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten schien es so, als hätte Triftern, nach zehn Punkten aus sieben Partien, gute Chancen, sich am Saisonende das Ticket für eine weitere Kreisklassensaison zu sichern. Was danach folgte, war allerdings beispielloser Negativlauf, der bis zur Winterpause anhielt. Nur noch ein mickriger Punkt konnte in den zehn seither ausgetragenen Partien geholt werden (3:3 gegen Oberdietfurt). Somit rutschte man vom zwischenzeitlichen 8. Rang auf den vorletzten Platz ab und liegt bereits fünf Zähler hinter dem Relegationsrang und sogar schon acht Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz. Eine bestimmte Schwachstelle ist beim TSV Triftern nicht auszumachen, was die Tatsache belegt, dass man die meisten Gegentore aller Teams kassiert hat (50) und nur zwei Teams weniger Treffer als der TSV (23) erzielt haben. Es fehlt also die Qualität in allen Mannschaftsteilen. Zwar konnte man mit Sascha Brummer (ehemals Spielertrainer des SV Bayerbach) schon eine Verstärkung für die Offensive verpflichten, ob dies allein ausreicht, um die großen Defizite des TSV auszugleichen, erscheint jedoch mehr als fraglich.

Prognose: Solte es der TSV Triftern nicht schaffen, in den noch verbleibenden neun Partien eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den bisher absolvierten Spielen zu vollbringen, so wird sich der drohende Abstieg wohl nicht mehr abwenden lassen. Vor allem das schwierige Restprogramm, mit Partien gegen sämtliche Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte, gibt nur wenig Anlass zur Hoffnung auf das Erreichen des Klassenerhaltes. Zumindest hat man den kleinen Vorteil, dass man von den neun noch zu bestreitenden Partien fünf zu Hause ausgetragen darf und nur noch vier mal beim Gegner antreten muss.

FuPa-Note: 5+



SV Eintracht Oberdietfurt:   8 Punkte   24:46 Tore   Torverhältnis: -22
Bilanz: 2 Siege, 2 Unentschieden, 13 Niederlagen

Noch aussichtsloser, als für den TSV Triftern, erscheint die Lage für Tabellenschlusslicht SV Eintracht Oberdietfurt. Nur acht Punkte konnten bisher geholt werden, 13 der 17 bisher bestrittenen Partien gingen verloren. Die Eintracht hat damit die meisten Niederlagen aller Teams erlitten und zudem die wenigsten Siege eingefahren (2). Allerdings hat man weder die wenigsten Treffer erzielt (Thanndorf, Tann und Triftern weniger), noch die meisten Gegentore kassiert (Triftern mehr). Dass man sich dennoch am Tabellenende wiederfindet, liegt vor allem auch daran, dass die Mehrzahl der bisher kassierten Niederlagen mit nur einem Treffer Differenz zu Stande kamen (8 von 13). Wenn man zudem bedenkt, dass Oberdietfurt bereits satte 16 Punkte nach eigener Führung noch abgeben musste (2 Unentschieden, 4 Niederlagen), wird klar, weshalb die Saison bislang so wenig erfolgreich verlief. Mit nur vier Punkten aus neun Heimpartien findet man sich auch in dieser Wertung am Ende der Kreisklasse Eggenfelden. Immerhin konnte man aus den letzen drei Spielen vor der Winterpause genauso viele Zähler holen, wie aus den 14 zuvor ausgetragenen Partien (jeweils 4) und zeigte auch gegen Tabellenführer TSV Gangkofen eine überzeugende Leistung und unterlag äußerst unglücklich mit 0:1.

Prognose: Der SV Eintracht Oberdietfurt scheint wohl, nach zwei Jahren Kreisklassenzugehörigkeit, nach dieser Spielzeit wieder den Gang zurück in die A-Klasse antreten zu müssen. Lediglich eine Siegesserie, wie in der Vorsaison, könnte dem SV noch eine geringe Chance auf das Erreichen des Klassenverbleibs erhalten, dafür müsste allerdings auch die Konkurrenz mitspielen. Alles andere, als eine Erfolgsserie würde, bei schon acht Punkten Rückstand auf den Relegationsrang, wohl den Abstieg bedeuten.

FuPa-Note: 5



Damit ist die Zwischenbilanz für die Kreisklasse Eggenfelden abgeschlossen. Sollte jemand Kritik oder Einwände gegen bestimmte Inhalte vorzubringen haben oder mit der Benotung unzufrieden sein, so soll er mir dies bitte per E-Mail (patrick1860@gmx.net) mitteilen.

Mit sportlichen Grüßen
Patrick Holzweber