
Vom Kreisklassisten SV Haus im Wald wechseln Abwehrspieler Lukas Janka und Stürmer Jan Paukner nach Zwiesel, vom SV Zenting kommt der Offensiv-Allrounder Jiri Mares. Paukner und Mares können schon höherklassige Erfahrung vorweisen. Paukner kickte bereits bei den damaligen West-Bezirksligisten TSV Straubing und DJK Neßlbach, Mares trug in der selben Spielklasse das Trikot des TSV Langquaid. Ferner schloss sich Abwehrspieler Stefan Kuchler (TSV Ludwigsthal) noch dem Sportclub an.
"Die drei Legionäre haben im Probetraining einen guten Eindruck hinterlassen und helfen uns sicherlich weiter" erzählt Neutrainer Walter Liebhaber, der zusammen mit seinem "Co" Martin Lossa seit dieser Woche das Training leitet. Der ehemalige Landesligaspieler zeigt sich aber sehr realistisch, was die Qualität seinen Spielkaders anbetrifft: "Wir haben fast die komplette Stammmannschaft verloren und bis auf die Tschechen und Torhüter Christian Raster, nur Leute aus der A-Klasse bekommen, die teilweise von dem erforderlichen Niveau noch weit entfernt sind". Deswegen rechnet das SC-Urgestein mit einer knallharten Saison: "Ich bin kein Träumer und mir ist klar, dass es einem kleinen Wunder bedarf, um die Liga halten zu können".
Sportliche Ambitionen spielten bei dem Amtsantritt von Liebhaber, der sich die letzten Jahre sehr stark im Jugendbereich engagierte, keine Rolle. "Der SC Zwiesel ist für mich eine Herzensangelegenheit und deshalb übernehme ich die Mannschaft auch in dieser sehr kritischen Situation" betont der Neucoach, der von seinen Schützlingen Disziplin, Zusammenhalt und Wille einfordert. Auch im taktischen Bereich hat der Chefanweiser bereits klare Vorstellungen: "Unsere Qualitäten sind begrenzt, wir werden mit einen Libero und zwei Sechsern agieren" so der 52-jährige, der große Hoffnungen darauf setzt, dass das Team zumindest in Sachen Fitness auf der Höhe sein wird. Dafür wird sich in erster Linie Assistent Martin Lossa annehmen.
Auch einen groben Plan hat Liebhaber schon im Kopf. "Bis zur Winterpause dürfen wir zumindest das rettende Ufer nicht aus den Augen verloren haben, dann ergeben sich vielleicht noch Möglichkeiten, die Mannschaft zu verstärken. Dazu muss aber eh schon alles passen und die Leistungsträger müssen verletzungsfrei bleiben". Sollte das angestrebte Zwischenziel verfehlt werden, wird der Übungsleiter die Truppe nicht im Stich lassen: "Ich ziehe dieses Jahr durch, egal was passiert" zeigt sich Walter Liebhaber kämpferisch. Auch das erste Erfolgserlebnis konnte bereits gefeiert werden, am Freitag siegte der ersatzgeschwächt angetretene Bezirksligsist klar mit 9-3 bei der SpVgg Rabenstein (A-Klasse Zwiesel).