
"Für diese attraktive Spielklasse muss man aber eine Lizenz beantragen", informiert Schaldings Fußballchef Markus Clemens, der zusammen mit der Vereinsführung um Vorstand Wolfgang Wagner in den nächsten Wochen und Monaten die Weichen hierfür stellen will. Sportlich konzentriert man sich aber voll und ganz auf das Tagesgeschäft, wenngleich die Winterpause vor der Tür steht. Winterzeit bedeutet oft auch Wechselzeit - geht es nach Abteilungsleiter Clemens wird es bei den Grün-Weißen aber keine Veränderungen geben. "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Kader und ich gehe davon aus, dass er auch zusammenbleibt. Wir sehen uns auch um keine externen Neuzugänge um."
Ob Christian Brückl (21) und Philipp Roos (25) weiterhin das Schaldinger Trikot tragen werden, erscheint trotz alledem offen. "Meine sportliche Zukunft ist noch nicht geklärt. Ich habe bis zur Winterpause zugesagt, dann muss man weitersehen", erklärt Offensivspieler Brückl gegenüber FuPa. Der SVS-Senkrechtstarter wohnt seit erstem Oktober mit seiner Freundin Julia im oberösterreichischen Wels und arbeitet auch dort. "Meine Freundin hat dort im Krankenhaus eine Anstellung bekommen. Wir wollten ohnehin mal etwas Neues sehen und deshalb habe ich mich entschlossen mit nach Wels zu ziehen", informiert der aus Bad Höhenstadt stammende Brückl, der als Bürokaufmann und Technischer Zeichner einen Job in Oberösterreich bekommen hat. Zweimal wöchentlich erscheint der 21-Jährige nach Möglichkeit zu den Trainingseinheiten beim Landesligisten und nimmt dafür knapp 100km einfache Fahrtstrecke in Kauf. "Es ist schon stressig, aber wir haben in Schalding eine richtig geile Truppe beisammen. Deshalb kann ich mir auch gut vorstellen, dass ich dem Verein erhalten bleibe." In den ersten Wochen nach dem Umzug nach Wels klappte es mit den Besuch der Übungseinheiten nicht ganz so gut, so dass Brückl drei Spiele im Bezirksligateam bestritt. "Das ist für mich kein Problem. Die U-23 kann mich gut gebrauchen und ich spiele dort sehr gerne."
Viele Gerüchte gibt es derzeit um Philipp Roos, der momentan ein Praktikum beim FC Bayern München macht. "Philipp ist zeitlich stark eingespannt und steht uns deshalb nicht zur Verfügung. Ich rechne aber damit, dass er nach der Winterpause wieder voll angreifen wird", betont Clemens. Es wird aber gemunkelt, dass zwei Bezirksligisten sich sehr intensiv um die Dienste des Defensivallrounders bemühen, der vor einigen Wochen eine Meinungsverschiedenheit mit Coach Mario Tanzer hatte. Sehr zufrieden zeigt sich Clemens mit der Entwicklung der Neuzugänge und jungen Akteure. Viele lobende Worte findet der Spartenboss für Michael Aringer (20), der mittlerweile in der Innenverteidigung eine feste Größe geworden ist. "Der Sprung, den Michael in den letzten Monaten gemacht hat, ist phänomenal. Mich freut's riesig für ihn. Das spricht auch für die gute Arbeit, die unsere Trainer in der U-23 und im Juniorenbereich machen." Die SVS-Zweite mischt momentan die Bezirksliga auf, auch dort kicken einige hochinteressante Burschen. "Vielleicht führen wir im Frühjahr wieder den einen oder anderen Spieler ans Landesligateam heran", blickt Clemens voraus. Ein Kandidat für höhere Aufgaben ist zweifelsohne Steven Dillinger (21), der mit konstant starken Leistungen aufhorchen lässt.