Vier Spieltage vor dem Ende der Oberliga steht fest, dass der TV Jahn Hiesfeld sein selbst ausgegebenes Saisonziel von 55 Punkten nicht erreichen wird. Die "Veilchen" können maximal noch auf 54 Zähler kommen, wenn sie denn die ausstehenden Partien am Mittwoch gegen den Cronenberger SC und danach in Uedesheim, gegen Schwarz-Weiß Essen und Speldorf gewinnen sollten.
Bei momentan 42 Punkten befindet sich die Mannschaft nur vier Zähler vor einem Abstiegsrang, womit auch Manager Harald nie im Leben mit gerechnet hätte: "Wenn mir vor sechs Wochen einer gesagt hätte, dass wir noch in diese Situation geraten, den hätte ich für verrückt erklärt."
Plank gibt zu, dass er in diesen Tagen wegen der drohenden Abstiegsgefahr angespannter als sonst sei, "weil es noch verdammt spannend und eng werden kann". Nach sechs Spielen in Serie ohne Sieg mit einem einzigen Unentschieden als Teilerfolg hat es die Mannschaft aber weiterhin selbst in der Hand, die Saison und vor allem die schwache Rückrunde mit dem Klassenerhalt zu retten. "Wir müssen noch zwei Siege einfahren und je früher wir damit anfangen, desto besser ist es. Am liebsten wäre es mir direkt in Cronenberg", sagt der Manager vor der Partie beim Drittletzten aus Wuppertal.
Dass es die Hiesfelder aus eigener Kraft schaffen können, ist das große Plus der Truppe, die zuletzt bei den vergebenen Torchancen gegen Rhede Pech hatte. Auch wenn die Ausrichtung mit zwei Sechsern zur Stabilität der Abwehr unter dem neuen Trainer Christian Schreier defensiver ausfällt, bekommt die Mannschaft vorne ihre Gelegenheiten, was für den Rest der Saison Mut machen sollte.
"Wenn wir absteigen würden, wäre das eine Katastrophe. Aber momentan fehlt uns nur der letzte Tick, denn wenn wir versuchen Fußball zu spielen, wie ich ihn mir vorstelle, dann sieht das auch ganz gut aus", versprüht Schreier Optimismus – auch wenn ihm wegen der zweiten Englischen Woche in Folge seit seinem Amtsantritt kaum Zeit bleibt, im Training Gravierendes zu ändern.
"Wir müssen uns in unserer Situation auch nicht mit Mannschaften wie Rhede messen, sondern mit Wülfrath wie in der vergangenen Woche oder jetzt mit Cronenberg. Wenn wir den Gegner früh unter Druck setzten, werden wir schon zu unseren Chancen kommen. Wir müssen aber auch hinten hellwach sein und die Fehler minimieren. Unsere Einladungen nimmt der Gegner – wie beim Freistoß durch die Mauer in Wülfrath oder wie beim ersten Geschenk nach einem individuellen Fehler gegen Rhede – momentan leider eiskalt an."
Schreier wird in seinem dritten Spiel erstmals die Startformation ändern, damit auf Grund der zuletzt hohen Belastung frische Kräfte für Wirbel sorgen können. Thomas Pütters gehört nach seinen Rückenproblemen wieder zur ersten Elf wie auch Gino Mastrolonardo.