
Herr Hasenbein, in der ganzen letzten Saison hat Ihre Mannschaft nur 17 Gegentore kassiert, in den drei Spielen in der B-Liga musste der Keeper schon 19-mal hinter sich greifen. Hat Sie das höhere Spielniveau in der Kreisliga B überrascht?
Dieter Hasenbein: In der B-Liga spielen die Stürmer natürlich schon etwas cleverer als in der C-Liga. Ich bin aber der Meinung, dass wir uns spielerisch nicht so schlecht präsentiert haben. Es waren ja auch immer recht knappe Ergebnisse und wir hätten sicher auch das eine oder andere Spiel gewinnen oder zumindest unentschieden spielen können. Zum Beispiel in der letzten Begegnung mit dem SV Drenke: Wir kommen ran zum 3:2 und die Drenker bekamen nach der Pause noch eine gelb-rote Karte. Gegen zehn Mann hätte man sicher etwas cleverer spielen können, um das Spiel noch einmal zu drehen. Wir verlieren dann hinten aber wieder unnötig die Bälle und die Drenker erhöhen auf 5:2. Dann war das Spiel natürlich gelaufen.
Was sind Gründe für die schlechte Defensivleistung und was wollen Sie in Zukunft besser machen?
Hasenbein: Uns fehlt in der Abwehr zum Beispiel ein Yama Safi, aber auch andere Leistungsträger fielen verletzungsbedingt aus, sodass wir Probleme hatten, die Abwehr einigermaßen vernünftig aufzustellen. Wir müssen die Abwehr jetzt auf jeden Fall stabilisieren und müssen die vielen individuellen Fehler im Abwehrbereich verhindern. Es kommt einfach zu oft vor, dass hinten im Eins-gegen-Eins ein Ball verloren geht. Solche Fehler werden in der B-Liga dann natürlich eher bestraft als in der C-Liga. Wenn wir hinten besser spielen, können wir sicher einige Spiele gewinnen – genug Tore schießen wir ja. Wir sind aber auch noch eine sehr junge Mannschaft und müssen noch Erfahrung sammeln.
Sie haben gerade schon die Offensive angesprochen: Zwölf erzielte Tore sind der zweitbeste Wert in der Liga – nur der SV Albaxen traf öfter. Trotzdem sprachen sie nach dem letzten Spiel von einer schlechten Chancenverwertung. Wie zufrieden sind Sie mit der Offensivleistung?
Hasenbein: Zwölf Tore sind natürlich schon ein gutes Ergebnis. Ich glaube es hätten sogar noch mehr sein können, wenn man die vielen Chancen sieht. Aber insgesamt kann man damit natürlich zufrieden sein! Da haben wir sicher erst einmal wichtigere andere Baustellen, an denen wir arbeiten müssen!
Inwieweit setzen Sie auf Unterstützung aus der ersten Mannschaft?
Hasenbein: Zuletzt mussten wir zum Beispiel im Pokal immer wieder Spieler an die erste Mannschaft abstellen und wurden dadurch sicher etwas geschwächt. Wenn es aber passt, können wir natürlich auch auf Unterstützung aus der ersten Mannschaft zählen. Letzten Sonntag haben Kolja Lenz und Erkan Eraydin aus der Ersten für uns gespielt. Wir müssen abwarten, ob so etwas öfter klappt. Wir wollen uns nicht auf die Unterstützung verlassen, zumal die erste Mannschaft ja selbst einen recht knappen Kader hat.
Was nehmen Sie sich mittelfristig bis zur Winterpause vor?
Hasenbein: Bis zur Pause wollen wir natürlich aus dem Tabellenkeller raus und uns Richtung Mittelfeld der Tabelle orientieren!
Das Interview führte Leon Mönikes