Dienstag 02.04.13 20:30 Uhr|Autor: Augsburger Allgemeine / Oliver Reiser635
Wenig begeistert war Gersthofens Trainer Ivan Konjevic von der Vorstellung seiner Mannschaft bei der 0:4-Pleite in Affing. Hier beobachtet er einen Zweikampf zwischen TSV-Kapitän Markus Nix und Affings Tobias Jorsch (am Boden). Rechts Fatih Cosar. F.: Reiser
»Wir können nicht Fußball spielen«
Gersthofens Trainer Ivan Konjevic geht mit seiner Mannschaft hart ins Gericht
Ivan Konjevic war bedient. Restlos bedient. „Man kann verlieren. Es kommt auf die Art und Weise an“, brodelte es noch am Tag nach der 0:4-Niederlage beim FC Affing in seiner Seele. Vor allem die Art und Weise, wie sich die Seinen in diesem Nachbarschaftsderby der Bayernliga präsentierten, hatte den Trainer des TSV Gersthofen verärgert. „Wir können nicht Fußball spielen. Wir können nur über Kampf und Einsatz zum Erfolg kommen“, bemängelte er das Auftreten und die Einstellung seiner Truppe, denen die bisherige Bilanz von zehn Punkten aus fünf Spielen anscheinend zu Kopf gestiegen war.

„Einige Herren haben wohl vergessen, dass wir beim 3:0-Sieg gegen Landshut auch Glück gehabt haben“, wettert der Coach, der seinen Schützlingen am Dienstagabend eine gewaltige Kabinenpredigt verabreicht hat. „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir mehr investieren als alle anderen“, so Konjevic, „aber das, was in Affing geboten wurde, war tote Hose. Alibi-Fußball. Zehn gute Minuten genügen nicht. Keiner war bereit, lange Wege zu gehen, Zweikämpfe anzunehmen. Am Ende haben wir uns ergeben. Das darf nicht sein!“ Schon die Vorbereitung auf das Spiel hat dem ehrgeizigen Coach überhaupt nicht gefallen. Während die Affinger, die in Sonthofen 1:5 unterlagen und Torhüter Markus Gail (Rote Karte) und Michael Panknin (Verletzung) verloren, ihre Wunden leckten, wurde beim TSV Gersthofen trainiert. Allerdings meldeten sich am dann Sonntag nicht nur die verletzten Daniel Zweckbronner (Muskelfaserriss) und Jan Plesner (Bänderdehnung im Knie) sondern auch einige andere Kicker aus verschiedenen Gründen ab.

Die mangelnde Vorbereitung und vielleicht ein kleiner Tick, die Sache zu locker angegangen zu sein, habe man in Affing gesehen. „Wir haben keinen Rhythmus gefunden, waren überhaupt nicht im Spiel drin“, sagt Konjevic. „Ich habe beim Gegner keine Müdigkeit gesehen. Eher bei uns.“ Dennoch waren Chancen zur Führung und zum Ausgleich vorhanden. „Ich habe gehofft, dass die Mannschaft in der Pause aufwacht und sich zusammenreißt“, so Konjevic. Doch spätestens nach dem verschossenen Elfmeter von Ronny Roth („Das war ein Geschenk, eine Rückgabe!“) und der zweiten Glanzparade von Affings Ersatztorhüter Florian Riegel gegen Yildiray Dönmez schwammen die Gersthofer Felle endgültig davon.

Schwamm drüber! Ivan Konjevic ist nicht nachtragend. Ab sofort beginnt für den TSV Gersthofen die Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfB Eichstätt (Samstag, 15 Uhr). „Wir haben gesehen, dass es so nicht geht und konzentrieren uns nun auf die nächste Aufgabe“, fordert der Trainer nicht auf die Tabelle zu schauen, sondern nur von Spiel zu Spiel zu denken. „Was die anderen machen ist uninteressant. Jeder muss sich hinterfragen, ob er auch alles für den Erfolg investiert“, so Konjevic. „Die Saison geht noch eineinhalb Monate. Da erwarte ich, dass alle mitziehen. Dann kann man Urlaub machen und so lange ausgehen, wie man will.“

 
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Tabelle
1. Schalding 3632 78
2. SV Wacker II 3630 67
3. Aichach 3631 60
4. Landshut 366 57
5.
SSV Jahn II 3610 54
6.
Uhaching II 36-5 54
7. Unterföhring 367 53
8. Sonthofen 360 51
9.
Eichstätt 360 50
10.
Hankofen 36-8 49
11.
FC Affing 36-3 48
12. SB Rosenheim 362 47
13.
BCF Wolfrats 360 46
14.
Schwabmünch. 36-2 46
15.
Aindling 36-21 41
16.
Deggendorf 36-16 39
17. Gersthofen 36-29 38
18.
Kottern 36-15 36
19.
Fürstenfeldb 36-19 35
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit berücksichtigt.
Der Auf- und Abstieg auf Verbandsebene
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