Weisen, Schönberg und Schenkenberg steigen ab
Die ersten drei Absteiger in der Landesklasse West stehen fest
von Oliver Schwandt · 12.05.2014, 12:38 Uhr · 0 Leser
Steigt mit seinem Team in die Kreisoberliga ab: Schenkenberg-Coach Danny Gerlich.Die ersten drei Absteiger stehen nach dem 25. Spieltag bereits fest. Mit Weisen und Schönberg geht es für zwei Aufsteiger nach nur einer Landesklassen-Saison gleich wieder runter. Hinzu kommt mit dem SV Empor Schenkenberg ein Urgestein der Liga. Die Gerlich-Elf kam im Derby nicht über ein 1:1 gegen den SV Kloster Lehnin hinaus.
SV Eiche Weisen – Lokomotive Brandenburg 0:0:
Ohne sechs Stammspieler (Eugen Klassen, Stephan Krüger, Mathias Heinemann, Julian Schwandt, Steve Breuer und Patrick Prüfert) kam die SG Lokomotive Brandenburg beim Tabellenletzten SV Eiche Weisen vor 78 Zuschauern nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Die Hausherren stehen nach diesem Remis als Absteiger in die Kreisoberliga fest. "Wir können nach dem Spielverlauf mit dem einen Punkt überhaupt nicht zufrieden sein. Selbst mit dieser Aufstellung haben wir die Partie dominiert, waren klar überlegen, doch haben leider die Torchancen nicht genutzt", so Co-Trainer Hans-Jürgen Göbeler. "Trotzdem hilft der Zähler weiter, da die Konkurrenz für uns gespielt hat.“
SV Empor Schenkenberg – SV Kloster Lehnin1:1:
Nach diesem Remis steigen die Hausherren in die Kreisoberliga ab. Aber auch für die Lehniner wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Fünf Spieltage vor Saisonende beträgt der Abstand auf das rettende Ufer, der 9. Tabellenplatz, für die Lindner-Elf bereits sechs Zähler. Drei Minuten vor der Pause brachte Rico Sumpf die „Klosterbrüder“ vor 105 Fans in Führung. Nach 76 Minuten gelang Johannes Ohlis der 1:1-Endstand. „Wir hätten die Partie auch gewinnen können“, so Heimcoach Danny Gerlich.
SV Alemania Fohrde – Eintracht Friesack 2:2:
Nach dem Unentschieden gegen die Fliederstädter können bei den Alemannen so langsam die Planungen für die Kreisoberliga beginnen. Acht Punkte beträgt jetzt der Rückstand auf den 9. Tabellenrang. Vor nur 30 Zuschauern lagen die Fliederstädter durch Tore von Lars Bialoscek (45.) und Marian Stolle (67.) bereits mit zwei Treffern vorn. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff gelang Maik Möhring das 1:2. In der vierten Minuten der Nachspielzeit bekamen die Hausherren einen Handelfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Marco Jahn sicher zum 2:2-Endstand. „Wer vorne die Buden nicht macht wird hinten bestraft. In der Nachspielzeit kommt ein Schuss aus 20 Metern in den Strafraum wo unser Spieler ganz klar den Ball mit dem Bauch abwehrt. Seine Hand war ganz klar an der Seite abgelegt. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, doch der Assistent zeigte ihm ein angebliches Handspiel aus 30 Metern Entfernung an. Ohne Worte so eine Entscheidung im Abstiegskampf in so einem Spiel“, ärgerte sich Eintracht-Stürmer Jeffrey Kniestedt.
VfL Nauen – FSV Veritas Wittenberge/Breese 1:0:
Mit der dritten Niederlage in Folge macht der Tabellenführer den Aufstiegskampf sehr spannend. Nur noch magere zwei Zähler beträgt der Vorsprung der Mannschaft von Trainer Swen Bober auf den Zweiten aus Perlerberg. „Die momentane Situation ist nicht so toll, gehört aber wohl dazu. Wir spielen momentan richtig gut, aber wir treffen das Tor nicht mehr. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, Moral und Wille sowie die spielerische Leistung stimmen“, so Bober. Vor 64 Zuschauern gelang Sebastian Holzhauer nach einer Flanke von Kelm das „Tor des Tages“ (24.). Zehn Minuten vor dem Abpfiff sah VfL-Spieler Tim Hoffmann nach einem rüden Tackling an der Seitenlinie noch die Rote Karte.
SSV Einheit Perleberg – SV Falkensee/Finkenkrug II 5:1:
Durch diesen klaren Sieg haben es die Rolandstädter selbst in der Hand, den Aufstieg in die Landesliga klar zu machen. Sie müssen nur die restlichen Partien alle gewinnen und der Titelgewinn wäre der Mannschaft von Trainer Frank Plokarz nicht mehr zu nehmen. Vor 130 Zuschauern erzielten Björn Bauersfeld (26., 45. + 1, 63. ), Christian Becken (36.), Martin Behrend (55.) die Treffer für die Heimelf, ehe Andreas Kamradt (78.) nur noch der Ehrentreffer gelang. Mit 16 Toren führt Bauersfeld jetzt zusammen mit Berger (Lehnin) die Torschützenliste der Landesklasse West an.
Meyenburger SV Wacker 1922 – Pritzwalker FHV 0:2:
Vor 334 Zuschauern gelang dem FHV ein riesen Schritt im Kampf gegen den Abstieg. „Wir sind aus einer etwas defensiveren Grundordnung gestartet. Wollten die Räume sehr eng machen und Meyenburg kein Platz geben für ihr Spiel. Die Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt. Am Ende ein verdienter Auswärts- und Derbysieg. Glückwunsch an die gesamte Mannschaft für diese sehr gute Leistung. Jetzt müssen wir am kommenden Samstag gegen Nauen nachlegen“, so Co-Trainer Marko Bruhn. Die beiden Tore für die Pritzwalker erzielten Silvio Münch (23.) und Tony Schulz (38.). Wacker-Spieler Christoph Papke sah zwölf Minuten vor dem Abpfiff noch die Ampelkarte.
SV 69 Schönberg – SV Union Neuruppin 1:2:
Nach dieser Derbyniederlage steigen die Schönberger nach nur einem Jahr Landesklassenzughörigkeit in die neu geschaffene Kreisoberliga ab. „Dieser Dreier war enorm wichtig. Ich würde lügen wenn ich nein sage. Für uns war es ein Schlüsselspiel. An dem Tag war sogar ein abrutschen in der Tabelle möglich. So natürlich ideal. Aber wir sind noch nicht am Ziel angekommen“, sagte Gästecoach Stephan Ellfeldt. Toni Zimmermann brachte die Unioner nach 21 Minuten vor 65 Zuschauern in Front. Nach dem Ausgleich von Martin Schuhmacher (32.) war es in Hälfte zwei Christian Lenz, der den Siegtreffer für die Fontanestädter markierte (51.).