MANNHEIM. Hat der Präsident den Machtkampf verloren? Am Dienstag hat der Fußball-Regionalliga-Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim, der am Freitag Wormatia Worms erwartet, eine von Präsidium, Aufsichtsrat und Fan-Verband Pro Waldhof gemeinsam verfasste Erklärung herausgegeben. Der Inhalt: Präsident Steffen Künster lässt ab sofort sein Amt ruhen.
Weiter wird angekündigt, dass es auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die am 7. Juni stattfinden soll, personelle Veränderungen in den Gremien geben werde. Die weiteren Verhandlungen zur Ausgliederung in eine Spielbetriebsgesellschaft werden gemeinsam von den Präsidiumsmitgliedern Klaus-Rüdiger Geschwill und Klaus Hafner sowie dem Aufsichtsrats-Vorsitzendem Thorsten Riehle und seinem Stellvertreter Markus Ritzmann geführt.
Künster war klubintern in die Kritik geraten, nachdem er in einer nur vom Präsidium einberufenen Pressekonferenz als neuen Investor Bernd Beetz vorgestellt hatte. Dies war offenbar nicht mir dem Aufsichtsrat und Geschäftsführer Stephan Pfitzenmeier abgesprochen gewesen. Diese machten in den letzten Tagen keinen Hehl daraus, dass sie ein anderes Investorenmodell in Zusammenarbeit mit der so genannten ,,Mannheimer Runde" befürwortet hätten. Daraufhin hatte es in den vergangenen Tagen scharfe Kritik am Klubchef gegeben.