Dem bitteren 0:3 gegen den PSV Wesel-Lackhausen am Sonntag folgte am Mittwochnachmittag eine weitere Heimniederlage gegen den Duisburger SV 1900, einen Gegner, mit dem die Gocher damit wiederholt schlechte Erfahrungen machen mussten. Bedeutete das 0:4 in der Vorsaison auf der Zielgeraden das Aus für die Gocher Aufstiegsträume, so müssen sich die Weberstädter nach dem 1:2 vom Mittwoch endgültig von den zartesten Ambitionen Richtung Aufstiegsplatz in diesem Jahr schon frühzeitig verabschieden.
Viktoria-Chefcoach Manfred Tebeck schäumte nach der Niederlage vor Wut angesichts der Leistung seiner Schützlinge und der der Unparteiischen und beschränkte sich beim offiziellen Statement gegenüber der Presse auf die Bezeichnung "kläglich" in Bezug auf die Chancenverwertung seiner Akteure. Insbesondere Qualitätsunterschiede im Torabschluss gaben am Ende den Ausschlag für den Erfolg der Gäste, die mit Dejan Lazovic und Hrvoje Vlaovic ein ausgebufftes, immer gefährliches Sturmduo aufbieten konnten, dem die Gocher nichts Gleichwertiges entgegen setzen können.
Nach verteiltem Spiel zu Beginn hatten die Gocher die ersten beiden Chancen: Steffen Murkes Kopfball strich über den Kasten (12.), Konstantin Nagel kam einen Schritt zu spät (14.). Nach Lücke in der Gocher Abwehr bot sich den Gästen gleich die erste "hundertprozentige Gelegenheit", doch Lazovic zielte allein vor Horsmann knapp vorbei (21.).
Ähnlich frei durfte auf Gocher Seite Kevin Kitzig sein Glück versuchen, der Youngster scheiterte aber an DSV-Torhüter Wickl (28.). Kaltschnäuziger zeigten sich dann aber die Gäste. Theißen schickte den auf der Grenze zum Abseits lauernden Vlaovic steil, der Sascha Horsmann keine Chance ließ (30.). Die Gocher Reklamationen beim Unparteiischen-Trio, das viel Mühe mit der Abseitsregel hatte, blieben erfolglos.
Leicht und locker kombinierten sich die Duisburger über die linke Seite zum 0:2. Öztürk bediente mustergültig den einschussbereiten Theißen (39.). Kevin Kitzigs nächster Kopfballversuch war zu hoch angesetzt (43.).
Nach dem Wechsel beschränkten sich die Duisburger vollends auf die Ergebnisverwaltung. Viktoria bemühte sich, brachte den Gästeerfolg im Grunde aber nicht mehr in Gefahr. "Da fehlten uns die Ideen. Wir haben zu viel in die Breite gespielt", erklärte Viktoria-"Co" Andreas Bergmann. Richtig gefährlich wurde es nur bei einem Doppelpfostentreffer von Dennis Hommers und Kevin Kitzig kurz nach dem Wechsel (49.). Beim Anschlusstreffer half DSV-Keeper Wickl kräftig mit, Steffen Murke staubte ab (78.).
Viktoria: Horsmann - Osman-Reinkens, Janßen, Peters, Hartung (46. Ernesti), Gatermann (81.van Brakel), Murke, Nagel, Kurikciyan (46.Hommers), Wetzels, Kitzig.