
TV Herkenrath — TSV Alemannia Aachen II 0:0
„Es war wegen des Wetters sehr schwierig, Fußball zu spielen. Der starke Wind hat ein vernünftiges Kombinationsspiel nicht zugelassen. Wurde der Ball halbhoch gespielt, wurde er verweht. Aber auch bei flachen Pässen gerieten diese oft zu lang oder zu kurz”, bilanziert TVH-Trainer Michael Hornig nach dem Spiel.
Vor der Pause agierten die Gastgeber mit dem Wind. Getreu dem Motto „never change a winning Team” ließ Hornig die Sieger vom Auswärtsspiel beim SV Breinig von Beginn an auflaufen: mit einer einzigen Ausnahme: in Breinig hatte Hendrik Lieth als Rechtsverteidiger begonnen, war verletzt ausgeschieden. Für ihn lief Julian Rahn auf. Die Innenverteidigung bildeten Benjamin Germerodt Marvin und Steiger, links verteidigte Dennis Weis, davor auf der Doppel-Sechs Sebastian Schauer und André Kreuer. Das offensive Mittelfeld bildeten Oliver Lanwer und Tim Weyers, der mit einer Zerrung später verletzt ausschied. Im Sturm bot Hornig Marcel Wandinger und Joshua Hauschke auf.
Rafael Leßmann, der zu Saisonbeginn als Torschützenkönig der Bezirksliga, Staffel 1, mit der Empfehlung von über 30 Toren für Borussia Lindenthal-Hohenlind kam, hat noch keinen Startplatz, „ist aber nahe dran”, wie sein Trainer versichert: „Er hat bisher eine sehr gute Entwicklung genommen, passt auch prima in unser Team.”
Vor der Pause spielte der TV Herkenrath mit dem Wind im Rücken, kam aber nicht wirklich gefährlich vors Tor der Gäste. Die Gastgeber versuchten immer wieder, ihre Angreifer in die Tiefe anzuspielen. Die Pässe gerieten aber ob des Windes oft zu lang, waren vom Mitspieler nicht mehr zu erlaufen. Flaute im Sturm.
Nach Wiederbeginn hatte der TVH das Zepter des Handelns in der Hand, wenn auch nun mit dem Wind im Gesicht. Michael Hornig: „Wir haben die zweite Hälfte klar dominiert, hatten mehr vom Spiel. Wir haben es geschafft, besser als unsere Gegner in die Zweikämpfe zu kommen und diese auch zu gewinnen.”
Trotzdem blieb im zweiten Durchgang stets die Sorge, dass sich mal ein langer Ball „verirrt”. Schließlich hatten nun die Gäste aus der Grenzstadt den starken Wind im Rücken. Keeper Adam Kasprzik erwies sich in der 82. Minute allerdings hellwach, entschärfte einen derartigen Schussversuch prächtig.
Als feststand, dass es bei dem einen Punkt bleibt, warf Trainer Hornig einen Blick in die Tabelle und atmete auf: „Zu den Rängen sieben und acht sind es ja nur noch drei Punkte. Alles ist enger zusammengerückt.” Und eine andere Bilanz weist sein TV Herkenrath auf: inklusive der Pokalpartien hat er in acht Spielen nur ein Gegentor kassiert.
TV Herkenrath 09: Kasprzik, Weis, Steiger, Germerodt, Rahn, Schauer, Weyers (65. Bruni), Wandinger (82. Götz), Kreuer, Lanwer, Hauschke (90. Leßmann) - Trainer: Hornig
Alemannia Aachen II: Sprint, Böhr, Hühne, Kühnel, Gerhards, Lünenbach, Mohr (70. Ndombaxi), Mobashery, Korb (46. Smajli), Gödde (85. Heinen), Hasani - Trainer: Gillessen
Schiedsrichter: Severin () - Zuschauer: 100
Tore: Fehlanzeige