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Freitag 19.05.17 10:40 Uhr|Autor: Jürgen Klemenz, Gäubote536
Bubacarr Sanyang (am Ball): Wegen der drohnenden Abschiebung hat der VfL Nagold einen Rechtsanwalt eingeschaltet Foto (Archiv): Eibner

Schock für den Landesligisten VfL Nagold

Asylbewerber Bubacarr Sanyang muss binnen sieben Tagen Deutschland verlassen
 Innerhalb von sieben Tagen muss Bubacarr Sanyang Deutschland verlassen, nachdem sein Asylantrag abgelehnt wurde. Der Bescheid ging dem Landesligaspieler des VfL Nagold in dieser Woche zu.

Seit zwei Jahren spielt Bubacarr Sanyang nun in Nagold Fußball, nachdem er 2015 aus Gambia geflohen war. Dort hat er eigentlich als Fußballer Karriere gemacht, absolvierte drei Spiele als Torhüter in der Nationalmannschaft, bestritt unter anderem die Qualifikationsspiele seines Heimatlandes für die WM 2014 in Brasilien. Gambia wurde allerdings hinter der Elfenbeinküste, Marokko und Tansania nur Vierter in der Qualifikationsgruppe und verpasste die WM in Brasilien. In Nagold wollte er allerdings nicht im Tor spielen, sondern versuchte sich als Stürmer und wurde auch hin und wieder in der Landesligaelf eingesetzt. In der Winterpause besann er sich wieder auf seine eigentlichen fußballerischen Stärken und trainierte wieder als Torhüter, wurde von VfL-Trainer Thomas Schwarz dann auch, im Wechsel mit dem bisherigen Stammtorhüter Hannes Walz, eingesetzt. Der 22-jährige Sanyang konnte dabei als Keeper voll überzeugen.

"Wir helfen, wo wir können"

In dieser Woche nun der Schock für Sanyang und den VfL Nagold: „Er hat den Bescheid erhalten, dass er innerhalb von sieben Tagen das Land verlassen muss“, sagte Nagolds Abteilungsleiter Uli Hamann. „Wir helfen, wo wir können.“ Mittlerweile wurde ein Rechtsanwalt eingeschaltet, „wir gehen nicht davon aus, dass er wirklich nach diesen sieben Tagen raus muss“, so Hamann. Ob Sanyang am morgigen Samstag gegen Holzhausen spielt, ist noch offen. „Bubacarr nimmt das nach außen hin cool auf, aber wie es innen drin aussieht, das weiß man natürlich nicht“, so der Nagolder Abteilungsleiter.

Spiel gegen den Tabellenzweiten

Am drittletzten Spieltag in der Landesliga hat der VfL Nagold am morgigen Samstag (15.30 Uhr) den Tabellenzweiten FC Holzhausen zu Gast. Das Problem der Nagolder: Sie spielen viele Chancen heraus, machen aber viel zu wenig Tore. Die beste Abwehr der Liga zu haben, reicht nicht, um ganz vorne in der Landesliga mitzuspielen, trotz der spielerischen Klasse, die der VfL immer wieder an den Tag legt. So sieht es auch VfL-Abteilungsleiter Uli Hamann, der zudem gerade in der Offensive einige angeschlagene Spieler hat. So ist äußert ungewiss, ob Daniel Atis auf der linken Außenbahn oder Luka Kravoscanec im Sturmzentrum spielen können. Beide mussten vergangene Woche beim mühevollen 2:1-Sieg beim Schlusslicht Schwenningen verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Ebenso wie der linke Außenverteidiger Adrian Döbele, bei dem schon beim ersten Laufduell in der Abwehr eine Leistenverletzung wieder aufgebrochen ist.

 
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Tabelle
1. TSG Tübingen 2838 61
2. Holzhausen 2820 53
3. SV 03 Tübin. (Auf) 2820 52
4.
VfL Nagold (Ab) 2820 50
5.
Bösingen 2826 47
6. Gärtringen 288 41
7. SV Böblingen (Ab) 283 41
8.
SF Gechingen (Auf) 280 40
9.
TSG YB RT 28-4 40
10.
SV Nehren 28-1 37
11. Maichingen 281 36
12. Freudenst. (Auf) 280 36
13. TuS Metzing. 28-27 32
14. Rottenburg 28-22 27
15. 04Tuttlingen 28-34 17
16. BSV 07 (Auf) 28-48 14
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