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Dienstag 13.09.16 09:10 Uhr|Autor: HT / HARTMUT RUFFER2.471
Martin Weiß (stehend) und Michael Gundlach beim Spiel des Tura gegen die TSG Öhringen. Foto: Ufuk Arslan

Untermünkheim ohne Punkte und ohne Trainer

Abteilungsleiter Mutlu Metin: "Ich bin ihm nicht böse"
Nach dem Rücktritt von Trainer Martin Weiß muss Fußball-Abteilungsleiter einen neuen Coach suchen. Doch der Verein benötige auch neue Strukturen.

"Ich akzeptiere seine Entscheidung und bin ihm auch nicht böse." Turas Fußball-Abteilungsleiter Mutlu Metin wirkt einen Tag nach der Demission von Martin Weiß ruhig und gefasst. Er hatte bereits geahnt, dass Weiß diesen Schritt gehen wird. "Wir haben am Sonntag lange miteinander telefoniert und natürlich auch im Vorfeld der Saison viel miteinander gesprochen." Weiß möchte öffentlich nicht über die Gründe seines Rücktritts sprechen, Metin wird konkreter. "Dass er mit der sportlichen Lage unzufrieden war, ist klar", meint Metin angesichts von null Punkten aus sechs Spielen in dieser Landesliga-Saison. "Doch es ist eines zum anderen gekommen." Schon gegen Ende der vergangenen Saison, als Weiß mit dem Tura den Klassenerhalt schaffte, zögerte der Trainer mit der Vertragsverlängerung. "Seine Wunschspieler hatten kurzfristig abgesagt." Zudem hätten auch andere Akteure erst zu-, dann wieder abgesagt. Letztlich musste Weiß mit einer jungen, unerfahrenen Mannschaft in die Saison gehen. Dass der Klassenerhalt schwer zu realisieren sein würde, war allen Beteiligten klar. "Die ganze Konstellation war unglücklich", so Metin, "ich kann Martin da ein Stück weit verstehen."

Bis auf Weiteres leitet Co-Trainer Michael Gundlach das Training. Vor seinem Wechsel zum Saisonbeginn zum Tura Untermünkheim betreute er zwei Jahre lang die A-Junioren des FSV Hollenbach.

Gestern Abend trafen sich die Tura-Verantwortlichen zu einer Sitzung. Dabei sollte das weitere Vorgehen abgesprochen werden. "Wir haben verschiedene Möglichkeiten und ich habe auch ein paar Namen im Kopf", meint Metin. "Aber einen Schnellschuss wird es nicht geben. Wenn ein Neuer kommt, muss er zum Verein und zu den Spielern passen." Die Spieler seien nach der 1:2-Niederlage in Oeffingen am vergangenen Sonntag nicht vor den Kopf gestoßen gewesen. "Sie haben das geahnt. Außerdem hat ja jeder mitbekommen, dass Martin vor der Saison gezögert hat."

Doch es gehe nicht nur um die Person des Trainers. "Der Verein muss besser strukturiert sein. Ich nehme mich da nicht aus", fügt Metin selbstkritisch hinzu. "Wir müssen mehr zusammenrücken." Nur so habe der Verein eine Chance, aus dem Keller wieder herauszukommen. Denn nicht nur die erste Mannschaft des Tura ist punktlos. Auch die zweite Mannschaft steht in der Kreisliga A1 nach vier Spieltagen noch ohne einen Zähler am Ende der Tabelle.

 
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