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Ligavorschau

Union will Oberligist bleiben

Sportlich den letzten Schritt machen +++ Ein freiwilliger Abstieg scheint kein Thema mehr

von Holger Bär · 22.05.2015, 09:00 Uhr · 0 Leser
Szene aus dem Hinspiel, in dem die Sandersdorfer 6:2 gewannen. Foto: Bär
Szene aus dem Hinspiel, in dem die Sandersdorfer 6:2 gewannen. Foto: Bär

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Trotz aller Rückzüge und ausbleibender Abstiegsplätze will sich Union Sandersdorf in den letzten Wochen der Oberliga Süd auch sportlich den Klassenerhalt sichern. Und was für viele noch wichtiger ist: Der Verein bekennt sich zur Oberliga! Zuletzt gab es darüber offengelegte Überlegungen und ein paar wilde Spekulationen. Doch es bleibt dabei: Union Sandersdorf spielt nach jetzigem Stand nächste Saison weiter in der Oberliga. Pfingstsonntag geht es dabei nach Thüringen zum FC Eisenach.

"Welch Spiel, welch Dramatik, welch Ausgang", dachte sich der Fußballfan, welcher am 21. November letzten Jahres die Spätschicht zwischen der SG Union und dem FC Eisenach im Sandersdorfer Sport- und Freizeitzentrum miterlebte. Ein Spiel, welches es wahrlich in allen Belangen in sich hatte und von Schiedsrichter Toni Wirth nicht leicht einfach zu leiten war. Die Menge an kniffeligen Situationen prasselten auf den Zwickauer Referee ein - er hatte es gut im Griff. Gut im Griff hatte Union auch die Situation rund um den frühen und späten Platzverweis jeweils gegen einen Eisenacher Akteur.

Die starken West-Thüringer nahmen sich an jenem Abend sukzessive selbst aus dem Rennen um die möglichen Punkte. Bei aller Dramatik gab es letztlich acht Tore, sechs davon für Union als Gastgeber, welche das kurzweilige Flutlichtmatch mit 6:2 zu Unioner Gunsten enden ließ.

Nun hat der Landesverband das Pfingstwochenende als Spieltag auserkoren, um eine Woche später "Spielfrei" einzuschieben. Auch eine weitblickende Entscheidung unserer Oberen. Also stürzt sich Union in den Pfingstverkehr über A9 und A4 in Richtung Wartburgstadt Eisenach. Das Rückspiel gegen beziehungsweise beim FC Eisenach steht am Pfingstsonntag an. An der Katzenaue erlebte man zuletzt einen 2:1-Sieg gegen Askania Bernburg, während im anschließenden Thüringenderby in Rudolstadt ebenfalls dreifach gepunktet werden konnte (1:3).

Zwei Eisenacher Siege, welche auch den Sandersdorfern gut taten. Denn es handelte sich immerhin um Niederlagen der Konkurrenz im unmittelbaren Tabellenkeller. Rudolstadt hingegen forderte die Wartburgstädter dabei gehörig, scheiterte mehr oder weniger an der eigenen unzureichenden Chancenverwertung. Ein Lied, welches Union auch zu singen versteht. Der FC Eisenach geht mit 10 Siegen, 4 Remis und 13 Niederlagen durch seine Premierensaison dieser Oberliga Süd. Union (7/5/14) schaut da zwei Tabellenplätze tiefer angesiedelt mit glatten acht Zählern Rückstand etwas hinterher.

Der 3:1-Sieg gegen den VfL Halle 96 tat da nach drei siegverschenkten Unentschieden gegen zweite Mannschaften (Chemnitz, Cottbus, Jena) unwahrscheinlich gut. Man hätte hier in Sandersdorf längst aller Ängste ledig sein können. Nun gilt es, an das positiv gezeigte der Vorwoche anzuknüpfen. Positives zeigte man überhaupt zuletzt einiges, ohne sich jedesmal konsequent dafür zu belohnen. Das sollte diesmal wieder der Fall sein.