
SK Lauf - SV Schwaig b. Nbg. (Fr 19:00)
Man könnte annehmen, dass sich daraus ein Vorteil für den SV Schwaig ergibt, aber das sieht der Laufer Coach Bodjrenou anders: „Davor habe ich keine Angst. Wir spielen im Moment sehr flexibel und variabel. Dadurch denke ich nicht, dass das eine große Rolle spielt.“ Frank Ulbricht hingegen vermutet tatsächlich einen leichten Vorteil für seine Jungs: „Ich denke schon, dass wir uns auf bestimmte Spielertypen einrichten können. Aber in dieser Liga ist es schwer, dass die Spieler das auch umsetzen können, so wie das im Hochleistungsbereich der Fall ist. Aber zumindest kann man vor bestimmten Dingen warnen.“
Bodjrenou kann darauf bauen, dass sein Team eine gute Vorbereitung absolviert hat. Man habe auf dem Kunstrasen unter anderem die Passgenauigkeit trainiert. „Wir werden Gas geben, wir sind fit und gut vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass wir ein gutes Spiel abliefern“, sagt der 41-Jährige und fügt hinzu: „Ich gehe am Freitag auf den Platz, um zu gewinnen.“ Dennoch habe er einen gewissen Respekt vor jeder Mannschaft und natürlich auch vor dem SV Schwaig: „Man kann nicht einfach so im Vorbeilaufen Unentschieden gegen den Tabellenersten spielen und auch noch den Tabellenzweiten mit 4:1 schlagen. Das zeigt schon, dass eine Mannschaft eine gewisse Stärke hat.“ Er und sein Team freuen sich sehr auf das Derby. Außerdem sei man froh, am Freitag zu spielen, da das mehr Zuschauer anziehe. Allerdings könnte es am Rand des Kunstrasenplatzes eng werden für die Zuschauer. „Natürlich ist unser A-Platz größer, aber das wird schon passen“, meint der 41-Jährige.
Bodjrenou bescheinigt seinem Team eine unglaubliche Kameradschaft. Als die erfolgsverwöhnte Mannschaft in dieser Saison auf einmal mitten im Abstiegskampf steckte, beschloss man zu handeln: „Wir haben gemerkt, dass wir mehr machen müssen. Und zwar als Mannschaft“, sagt der Coach. Seine Arbeit hat offenbar Früchte getragen, denn er könne auf ein funktionierendes Team mit vielen Leistungsträgern zurückgreifen. Er muss zwar auf Adrian Holfelder verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Das mache ihm aber keine Sorgen, da mit Julius Reutter und Mehmet Sögütlü zwei schnelle Leute zur Verfügung stehen.
Für den Schwaiger Trainer Frank Ulbricht dürfte es ein sehr emotionales Spiel werden. Zu der normalen Vorfreude auf ein Derby gesellt sich zusätzlich das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Team, zu dem er heute ebenso wie zu den Verantwortlichen des Sportklubs noch engen Kontakt hat. „Ich werde die Situation einfach genießen. Es wird eine rein sportliche Geschichte sein und danach setzen wir uns hin und trinken was“, sagt der 59-Jährige und lacht. Da sich die Spieler beider Teams untereinander gut kennen und auch teilweise zusammen weggehen, herrscht auch in Ulbrichts Team eine positive Stimmung vor dem Derby.
In Lauf sieht der Trainer einen starken Gegner: „Vor allem auf dem Kunstrasenplatz sind sie unwahrscheinlich dynamisch nach vorne.“ Dennoch ist er der Meinung, dass sein Team richtig dagegen halten könne. „Einen Punkt will ich auf jeden Fall aus Lauf mitnehmen“, sagt der 59-Jährige. Die Voraussetzungen dafür sollten gegeben sein. In der Vorbereitung hat Ulbricht an der Abwehr gearbeitet, die vorher die Schießbude der Liga war, was sich in den ersten beiden Rückrundenspielen mit vier Punkten direkt bezahlt gemacht hat. „Wir können relativ locker in das Spiel gehen“, sagt Ulbricht. Er habe in den ersten drei Spielen der Rückrunde vier Punkte holen wollen, was sein Team jetzt schon nach zwei erreicht hat.
Im Feld zwischen den Abstiegsplätzen und Platz vier liegen alle Mannschaften nur wenige Punkte auseinander. Daher ist das Derby für Lauf wie für Schwaig ein wichtiges Spiel. Beide liegen in der Tabelle nah beieinander und möchten sich weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Daher eint beide Teams auch dasselbe Saisonziel: Klassenerhalt. „So lange wir keine großen Verletzungen haben, gehe ich davon aus, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt Bodjrenou.
Auch Ulbricht gibt einen Ausblick auf die Pläne in Schwaig: „Ich bin mit dem Ziel herangegangen Schwaig in der Liga zu halten. Mehr zählt nicht. Das wird noch eine Weile dauern, aber ich denke, wenn wir die nächsten vier, fünf Spiele richtig gut absolvieren, dann haben wir nach unten ein bißchen Luft.“
FuPa ist beim Wiedersehen von Frank Ulbricht und dem SK Lauf dabei und liefert ab 19 Uhr die Highlights des Spiels im Videoliveticker.