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Ligavorschau

Ulbricht: "Ich werde die Situation einfach genießen"

Vorschau 21. Spieltag - Freitag: Rendezvous mit der Ex: Ulbrichts Schwaig trifft auf den SKL +++ Bodjrenou: "Wir werden Gas geben" +++ FuPa.tv berichtet via Video-Liveticker

von ci (Pegnitz Zeitung) · 18.03.2016, 10:47 Uhr · 0 Leser
Im Hinspiel stand Frank Ulbricht noch aufseiten der Laufer und musste sich damals mit 0:1 geschlagen geben. F: Zink
Im Hinspiel stand Frank Ulbricht noch aufseiten der Laufer und musste sich damals mit 0:1 geschlagen geben. F: Zink

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Am Freitag um 19 Uhr bittet der Tabellen­neunte der Be­zirksliga 1 SK Lauf den Ta­bellenelften SV Schwaig zum Derby auf sei­nen im letzten Jahr eröffneten Kunstrasenplatz. Bei dem Spiel gibt es allerdings eine Besonderheit: Der Schwaiger Trainer Frank Ulbricht war noch bis September 2015 beim Sportklub unter Vertrag. Insgesamt 13 Jahre war er dort tätig, bevor er in Schwaig die Nachfolge von To­mas di Stasio antrat. Der SK Lauf hingegen engagierte Darius Bodj­renou, der zuvor den TSV Neunhof trainierte.

SK Lauf - SV Schwaig b. Nbg. (Fr 19:00)

Man könnte annehmen, dass sich daraus ein Vorteil für den SV Schwaig ergibt, aber das sieht der Laufer Coach Bodjrenou anders: „Davor habe ich keine Angst. Wir spielen im Moment sehr flexibel und variabel. Dadurch denke ich nicht, dass das eine große Rolle spielt.“ Frank Ulbricht hingegen vermutet tatsächlich einen leichten Vorteil für seine Jungs: „Ich denke schon, dass wir uns auf bestimmte Spie­lertypen einrichten können. Aber in dieser Liga ist es schwer, dass die Spieler das auch umsetzen können, so wie das im Hochleistungsbereich der Fall ist. Aber zumindest kann man vor bestimmten Dingen war­nen.“

Bodjrenou kann darauf bauen, dass sein Team eine gute Vorberei­tung absolviert hat. Man habe auf dem Kunstrasen unter anderem die Passgenauigkeit trainiert. „Wir werden Gas geben, wir sind fit und gut vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass wir ein gutes Spiel abliefern“, sagt der 41-Jährige und fügt hinzu: „Ich gehe am Freitag auf den Platz, um zu gewinnen.“ Dennoch habe er einen gewissen Respekt vor jeder Mannschaft und natürlich auch vor dem SV Schwaig: „Man kann nicht einfach so im Vorbeilaufen Unent­schieden gegen den Tabellenersten spielen und auch noch den Tabellen­zweiten mit 4:1 schlagen. Das zeigt schon, dass eine Mannschaft eine gewisse Stärke hat.“ Er und sein Team freuen sich sehr auf das Derby. Außerdem sei man froh, am Freitag zu spielen, da das mehr Zuschauer anziehe. Aller­dings könnte es am Rand des Kuns­trasenplatzes eng werden für die Zuschauer. „Natürlich ist unser A-Platz größer, aber das wird schon passen“, meint der 41-Jährige.

Bodjrenou bescheinigt seinem Team eine unglaubliche Kamerad­schaft. Als die erfolgsver­wöhnte Mann­schaft in die­ser Saison auf einmal mitten im Abstiegs­kampf steckte, beschloss man zu handeln: „Wir haben gemerkt, dass wir mehr ma­chen müssen. Und zwar als Mannschaft“, sagt der Coach. Seine Arbeit hat offenbar Früchte getra­gen, denn er könne auf ein funktionieren­des Team mit vielen Leis­tungsträgern zurückgreifen. Er muss zwar auf Adrian Holfelder verzichten, der sich einen Muskelfaserriss zu­gezogen hatte. Das mache ihm aber keine Sorgen, da mit Julius Reutter und Mehmet Sögütlü zwei schnelle Leute zur Verfügung stehen.

Für den Schwaiger Trainer Frank Ulbricht dürfte es ein sehr emotio­nales Spiel werden. Zu der norma­len Vorfreude auf ein Derby gesellt sich zusätzlich das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Team, zu dem er heute ebenso wie zu den Verant­wortlichen des Sportklubs noch en­gen Kontakt hat. „Ich werde die Si­tuation einfach genießen. Es wird eine rein sportliche Geschichte sein und danach setzen wir uns hin und trinken was“, sagt der 59-Jährige und lacht. Da sich die Spieler beider Teams untereinander gut kennen und auch teilweise zusammen weg­gehen, herrscht auch in Ulbrichts Team eine positive Stimmung vor dem Derby.

In Lauf sieht der Trainer einen starken Gegner: „Vor allem auf dem Kunstrasenplatz sind sie unwahr­scheinlich dynamisch nach vorne.“ Dennoch ist er der Meinung, dass sein Team richtig dagegen halten könne. „Einen Punkt will ich auf jeden Fall aus Lauf mitnehmen“, sagt der 59-Jährige. Die Vorausset­zungen dafür sollten gegeben sein. In der Vorbereitung hat Ulbricht an der Abwehr gearbeitet, die vorher die Schießbude der Liga war, was sich in den ersten beiden Rückrun­denspielen mit vier Punkten direkt bezahlt gemacht hat. „Wir können relativ locker in das Spiel gehen“, sagt Ulbricht. Er habe in den ers­ten drei Spielen der Rückrunde vier Punkte holen wollen, was sein Team jetzt schon nach zwei erreicht hat.

Im Feld zwischen den Abstiegs­plätzen und Platz vier liegen alle Mannschaften nur wenige Punkte auseinander. Daher ist das Derby für Lauf wie für Schwaig ein wich­tiges Spiel. Beide liegen in der Ta­belle nah beieinander und möchten sich weiter von den Abstiegsplätzen entfernen. Daher eint beide Teams auch dasselbe Saisonziel: Klas­senerhalt. „So lange wir keine gro­ßen Verletzungen haben, gehe ich davon aus, dass wir den Klassener­halt schaffen“, sagt Bodjrenou.

Auch Ulbricht gibt einen Aus­blick auf die Pläne in Schwaig: „Ich bin mit dem Ziel herangegangen Schwaig in der Liga zu halten. Mehr zählt nicht. Das wird noch ei­ne Weile dau­ern, aber ich denke, wenn wir die nächs­ten vier, fünf Spiele richtig gut absolvie­ren, dann ha­ben wir nach unten ein biß­chen Luft.“

FuPa ist beim Wiedersehen von Frank Ulbricht und dem SK Lauf dabei und liefert ab 19 Uhr die Highlights des Spiels im Videoliveticker.