Aufsteiger TV Voerde hat den Klassenerhalt in der vergangenen Saison mit Bravour gemeistert und damit sein Ziel erreicht. Trotz allem langte es aber nur zu Tabellenplatz 13 in der Bezirksliga. Zudem hatte Trainer Michael Drieschner bereits vor dem Start der Rückrunde verkündet, dass für ihn und seinen langjährigen Assistenten Michael Verbanac am Ende der Saison Schluss sei. Das neue Trainerduo, bestehend aus Jens Gräber und Jens Friebel, will den erfolgreichen Weg ihrer Vorgänger nun fortsetzen und die zweifelsfrei talentierten Kicker des TVV in ihrer Entwicklung weiter fördern.
Auch wenn der Klassenerhalt in Voerde wieder oberste Priorität besitzt, hat sich Gräber als persönliches Ziel vorgenommen, einen einstelligen Tabellenplatz mit seiner Elf zu erreichen und ist diesbezüglich auch recht optimistisch: "Ich bin mir sicher, dass wir dieses Ziel auch erreichen werden."
Als erste Neuerung will Gräber sogleich das Spielsystem seines Vorgängers umstellen. "Wir werden ab sofort wesentlich ballorientierter spielen und mit mehr Druck nach vorne agieren", erwartet der neue Übungsleiter von seiner Truppe in Zukunft "attraktiven und offensivstarken Fußball", der auch den treuen Voerder Zuschauern wieder Spaß machen soll. In der Defensive sieht der Trainer seine Mannschaft bereits gut gerüstet: "In der abgelaufenen Saison hatten wir bereits die drittbeste Abwehr der Liga, aber hingen trotzdem im unteren Tabellendrittel fest. Das sagt eigentlich schon viel über das Umschaltverhalten der Mannschaft aus."
Frederik Lüger (Wacker Walsum), Karsten Neumann (SGP Oberlohberg), Christian Koßmann (Pause), Sedat Shabani (Pause) und Eike Wagner (TV Jahn Hiesfeld II) verstärken von nun an den Kader des TVV, zuletzt schloss sich auch Stürmer Ferdinand Motto von TuRa 88 Duisburg den Voerdern an, der einen guten Eindruck hinterließ. Abgänge gab es in der Sommerpause derweil keine zu verzeichnen.
Auf die Frage nach den Kandidaten für die Meisterschaft, fiel Gräber als erstes der Lokalrivale 08/29 Friedrichsfeld ein. "Die haben ihre ohnehin schon gute Truppe nochmals verstärken können und werden sicherlich wieder oben mit dabei sein. Aber auch Rhenania Bottrop und die ein oder andere türkische Mannschaft kann um den ersten Platz mitspielen", erwartet Gräber einen spannenden Kampf um den Aufstieg in einer ausgeglichenen Liga.
Zur Saisoneröffnung empfängt der TV Voerde vor heimischem Publikum Grün-Weiß Holten, muss danach jedoch gleich dreimal hintereinander auswärts ran. "Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Vor allem, weil das im vergangenen Jahr auch schon der Fall war", ärgert sich Gräber über den unvorteilhaften Spielplan.