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Montag 17.04.17 23:00 Uhr|Autor: RP / w-m562
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F: Julian Kriwett

Hombergs Fußballer melden sich wieder zurück

Daniel Ringel haucht dem totgeglaubten B-Ligisten neues Leben ein - nun ist sogar die Rettung möglich.
Wäre es nach dem Vorstand des TuS Homberg gegangen, wäre der Spielbetrieb für die Kreisliga B längst eingestellt. Vor wenigen Wochen lag die Mannschaft nach einer Serie von 15 Spielen ohne Sieg (zweimal wurde Unentschieden gespielt) abgeschlagen am Tabellenende und die ständigen Querelen in der Fußball-Abteilung nervten die Führungsriege am Füstingweg fürchterlich.

Es war kein Heribert Bergs mehr vor Ort, der über drei Jahrzehnte stets alles zu regeln wusste, es war ein Hühnerhaufen. Immerhin gelang den letzten Treuen der Fußballer noch ein Glücksgriff. Der Breitscheider Daniel Ringel wurde als Trainer/Manager verpflichtet, obwohl der nach vielen kraftraubenden Jahren bei RW Lintorf eigentlich eine fußballerische Pause antreten wollte. Der 40-Jährige setzte sich dann erst einmal mit der Vorsitzenden des Gesamtvereins Marina Cyganek, einer Rechtsanwältin, zusammen. Mit dabei war auch Co-Trainer Damien Lalou. Man unterhielt sich intensiv, es gab viel Redebedarf.

Und jetzt, nach den Ostertagen, da läuft der Spielbetrieb wieder völlig normal, der Tabellenkeller ist verlassen. Unter Ringel holten die Schwarz-Gelben aus den vergangenen vier Spielen drei Siege und bei der einzigen Niederlage mit 2:3 daheim gegen den SV Lohausen II erlaubte man sich den Luxus, zwei Elfmeter zu verschießen. Der reaktivierte Björn Schulte (34) verfehlte zweimal. Aber auch hier zeigt sich, was ein Mann wie Daniel Ringel für das Team ausmacht. Er stellte klar: "Der Björn ist ein echter Gewinn für uns. Er geht voraus mit seiner großen Erfahrung. Er sagt, was Sache ist und solch einen Führungsspieler benötigen wir." Keine Kritik, Schutz ist angesagt - und die wird im Abstiegskampf auch benötigt.

Daniel Ringel hat freilich einiges verändert und neue Spieler geholt. Mit Kevin Nöthel, der früher bei Ratingen 04/19 II mit Erfolg zwischen den Pfosten stand, verfügt er nun über einen zuverlässigen Keeper. Dann nahm sich der Trainer/Manager die beiden Abwehr-Spezialisten Tim Duklau-Laure und Axel Teckentrup vor, zwei ganz junge Burschen um die 20. Er stärkte ihnen den Rücken, gestand ihnen sogar Fehler zu, verlangte aber hundertprozentigen Einsatz. Damit formte er sie zu zuverlässigen Stammkräften. Und dann gibt es noch Marcel Hillig, das 19 Jahre alten Eigengewächs. Der hat vorne völlige Narrenfreiheit, er soll Tore schießen. Macht er auch, in 22 Einsätzen traf er 20 Mal.

"Die Mannschaft ist jetzt gallig", sagt Ringel. "Sie weiß, dass sie nicht absteigen muss. Alle halten zusammen, manch einer wächst ständig über sich hinaus. Am Sonntag spielen wir in Unterrath. Ein ganz wichtiges Spiel, wenn wir gewinnen, ist großes Durchatmen angesagt. Freilich nicht mehr, denn auch das Schlusslicht MSV Düsseldorf II und mein alter Verein RW Lintorf II sind längst nicht abgeschlagen." Es bleibt spannend.

 
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