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Interview

Türkspor Itzehoe Coach Wachholz zieht Zwischenbilanz

"Wir müssen mehr trainieren"

von SHZ / Interview: G. Schöniger · 22.11.2015, 15:13 Uhr · 0 Leser
Joachim Wachholz will den Klassenverbleib schaffen.gs
Joachim Wachholz will den Klassenverbleib schaffen.gs

Als Tabellenzehnter schloss Türkspor Itzehoe die Saison 2014/15 in der Kreisliga West ab und landete im Mittelfeld. Mit den beiden Hoffnungsträgern Tahir Yavuz und Emerson Firmino sollte es in dieser Saison in der Tabelle weiter nach oben gehen. Die Erwartungen erfüllten sich bisher nicht. Bei nur zwei Siegen und zwei Unentschieden aus 14 bislang ausgetragenen Begegnungen nimmt das Team von Trainer Joachim Wachholz (45) derzeit den 15. Tabellenrang ein und steht damit auf einem Abstiegsplatz. Wachholz, der die Mannschaft im Sommer übernommen hat, nimmt im Interview zum bisherigen Abschneiden Stellung und erklärt die Gründe, weshalb der Erfolg in der ersten Saisonhälfte ausgeblieben ist.

Herr Wachholz, viel Regen und wasserdurchtränkte Fußballplätze haben den Punktspielbetrieb lahm gelegt. Finden Sie die Generalabsage für den Kreisfußballverband richtig?
Joachim Wachholz: Ich denke schon. Es bringt ja nichts, wenn nur ein, zwei Spiele stattfinden.

Wie fällt Ihre bisherige Bilanz für diese Saison aus?
Ich muss sagen, ich habe mir vor der Saison viel mehr erwartet. Es ist nicht eingetreten, was ich erhofft habe. Von einem gesicherten Mittelfeldplatz bin ich eigentlich ausgegangen. Personell sind wir ganz gut aufgestellt, aber einige Leistungsträger haben ihr Leistungsvermögen bislang noch nicht abgerufen. Auch die Neuzugänge haben die in sie gesetzten Erwartungen noch nicht bestätigt.

Mit den erfahrenen Spielerpersönlichkeiten wie Tahir Yavuz und Emerson Firmino wollte Türkspor eine Leistungssteigerung zum Vorjahr hinzubekommen. Warum hat das bisher nicht geklappt?
Wir haben schon seit Wochen nicht so trainiert, wie ich mir das vorstelle. Dann kommt noch das Verletzungspech bei uns hinzu. Emerson zum Beispiel ist mehrfach ausgefallen. Ich habe bislang noch nicht die Situation gehabt, dass die Mannschaft komplett zur Verfügung stand.

Woran müssen Sie noch arbeiten, um die Saison vielleicht doch noch positiv abschließen zu können?
Wir müssen mehr trainieren. In den Spielen hat man gesehen, dass bei uns nach 60 Minuten die Luft raus ist. Die Einstellung muss besser werden. Wenn nur sechs Leute zum Training kommen, kann am Ende nichts dabei heraus kommen. Das kann man sich in dieser Spielklasse nicht erlauben.

Was meinen Sie, wo wird Ihre Mannschaft zum Saisonende stehen?
Ich hoffe, dass wir uns noch retten. Das wird natürlich schwer. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt und ich bin der Meinung, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen werden. Wir haben gute Einzelspieler und wenn wir mal ins Rollen kommen und einige Spiele hintereinander gewinnen, sollte ein Ruck durch die Mannschaft gehen.

Wird sich Türkspor in der Winterpause noch um weitere Spieler bemühen?
Das ist ja immer auch eine finanzielle Frage. Ich denke mal, da wird bei uns eher nichts passieren.

Witterungs- und jahreszeitbedingt verlegen die Fußballer in den nächsten Wochen ihre Aktivitäten erstmal in die Halle. Was hat Türkspor in dieser Richtung vor?
Wir werden ab Dezember zwei Mal in der Woche auch in die Halle gehen. Die Sporthallen in Sude-West und der Kaiser-Karl-Schule stehen uns zur Verfügung.

Sind Sie für den Hallenfußball zu haben?
Ich bin nicht so für die Halle zu begeistern. Das Verletzungsrisiko ist mir zu groß. An Hallenfußballturnieren haben wir bisher nur die Teilnahme an den Hallenkreismeisterschaften geplant.