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Dienstag 11.04.17 09:00 Uhr|Autor: Michael Heinze1.645
Mommenheimer Coach Marvin Dollmann ist entsetzt. F: Dinger
Mommenheims Coach zeigt sich entsetzt
Nach dem Spielabbruch in Stadecken-Elsheim kündigt Marvin Dollmann Konsequenzen an, kritisiert aber auch den Referee

STADECKEN-ELSHEIM/MOMMENHEIM. Nach dem Abbruch des Verfolgerduells in der Fußball-A-Klasse zwischen dem TSV Stadecken-Elsheim und TSV Mommenheim (die AZ berichtete) ist im Lager der Mommenheimer nichts mehr, wie es war. Coach Marvin Dollmann zeigte sich entsetzt vom Auftreten einiger seiner Jungs und kündigte Konsequenzen an.



Man schrieb die 88. Minute, als die Partie zwischen den beiden Anwärtern auf den Relegationsplatz beim Stand von 5:1 abgebrochen wurde. Schiedsrichter Heiko Brunk hatte sechs Platzverweise ausgesprochen – viermal Rot und zweimal Gelb-Rot. Fünf davon gegen die Mommenheimer, die nur noch sechs Mann auf dem Platz hatten, so dass dem Regelhüter nichts anderes übrig blieb, als die Partie abzubrechen.

„In der ersten Halbzeit gab es allein drei Rote Karten“, berichtete Stadeckens Sprecher Florian Sieben. „Erst ist unser Spieler Kai König auf den Mommenheimer Torwart Kevin Widera aufgelaufen, der den Ball aus der Luft fangen wollte. König wollte zehn Meter vor dem Kasten zum Kopfball hoch und der Schiri hat auch Foul gepfiffen.“ Laut Dollmann war König bereits zum zweiten Mal binnen weniger Minuten und ohne Rücksicht auf Verluste in seinen Keeper reingerauscht. Im Anschluss an den Zusammenprall entwickelte sich eine Rangelei. Wegen Tätlichkeit sahen König wie auch die Mommenheimer Kevin Widera und Manuel Mayer Rot (45.+2). Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1.

„Das Spiel war nach den Platzverweisen für zehn Minuten unterbrochen, weil zwei Offizielle von Mommenheim auf den Platz gelaufen sind, diskutiert haben und nicht mehr heruntergegangen sind“, sagte Sieben. Einer der Offiziellen sei er selbst gewesen, sagte Dollmann. Er habe nicht verstehen können, dass nur seine beiden Spieler Rot bekommen und die Stadecker ungeschoren davonkommen. Dass König auch vom Feld musste, habe er erst danach gecheckt.

In der 79. Minute sah Mommenheims Dominik Göbig Rot wegen groben Foulspiels. „Er ist mit gestrecktem Bein in unseren Torwart geflogen“, so Sieben. In der 85. und 87. Minute handelten sich die Gäste zwei weitere Platzverweise ein. Erst sah Dominik Wiedel wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot, dann Kevin Schuhmacher wegen Handspiels. „Die haben es darauf angelegt, dass das Spiel abgebrochen wird“, sagte Sieben. „Die Gäste hatten keinen Bock mehr.“ Die Ampelkarten seien „mutwillig“ herbeigeführt worden.

Dies bestätigte Dollmann der AZ. „Die letzten beiden Platzverweise waren von uns beabsichtigt, die waren kalkuliert“, so der 32-Jährige. „Die besonnenen meiner Spieler, die noch auf dem Feld waren, haben gesagt, sie wollen nicht riskieren, dass den gegnerischen Spielern noch mehr passiert, dass nicht noch ein Verletzter dazukommt oder sich bei uns noch jemand eine Rote Karte abholt.“ Wiedel und Schuhmacher hätten sich gewissermaßen geopfert, um Schlimmeres zu verhindern.

Dann kam Dollmann auf den Schiedsrichter zu sprechen. „Den hatten wir das zweite Mal in dieser Saison. Und was er bis zu den ersten drei Platzverweisen gepfiffen hatte, war grenzwertig, um nicht zu sagen eine Katastrophe. Aber das soll keine Ausrede sein dafür, wie wir uns verhalten haben. Denn das war eine Art und Weise, die möchte ich nicht sehen und mit der möchte ich nichts zu tun haben. Dafür stehe ich auch nicht und bin auch nicht bekannt dafür, dass meine Mannschaften so spielen.“ Schuld an den Eskalationen sei in erster Linie seine Mannschaft, das sei klar. „Aber der Schiedsrichter muss sich auch mal hinterfragen, warum es bei ihm immer so kompliziert wird“, so Dollmann: „Das alles rechtfertigt nicht das, was wir getan haben – aber auch einen Unparteiischen müsste man mal zur Rechenschaft ziehen.“

Angesichts der Vorfälle sei ein möglicher Aufstieg aktuell kein Thema mehr. „Da gibt es andere Dinge, um die wir uns dringend kümmern müssen“, so Dollmann. „Wir müssen darüber nachdenken, wie es in Zukunft mit unserem Verein weitergeht. So jedenfalls nicht. Einfach weitermachen, als wäre nichts gewesen, das funktioniert nicht.“ Man müsse alle Szenarien durchdenken und überlegen, wo der Weg des TSV hinführen solle und ob man wieder auf einen Nenner komme. Im Laufe der Woche wollen die Mommenheimer Konsequenzen ziehen. Ob sich der Verein von dem ein oder anderen Heißsporn trennen wird, dazu mochte sich Marvin Dollmann nicht explizit äußern.



 
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Tabelle
1. Basara 2699 68
2. Mommenheim 2649 54
3. Wackernheim 2614 51
4. Essenheim 263 50
5. Nierstein 2636 47
6. Stadecken-E. 2630 47
7. Harxheim 267 46
8. Oppenheim 26-2 37
9.
TSG Bretzenh II 26-11 34
10.
Nackenheim 26-3 33
11. Barbaros MZ 26-21 26
12. Laubenheim 26-52 24
13. F. Ockenheim 26-32 22
14. Gau-Algesh. 26-35 20
15.
Fiam It. MZ 26-37 16
16.
Budenheim 26-45 16
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