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Montag 17.04.17 19:13 Uhr|Autor: Tageblatt / Von Tim Scholz165
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Der Traum vom Buxtehuder Ortsteil-Finale geplatzt

Bezirksliga-Spitzenreiter Immenbeck unterlag der SG Geestland mit 0:5, der Bezirksliga-Dritte Hedendorf dem SV Eintracht Lüneburg mit 2:4.
Der Traum vom Buxtehuder Bezirkspokal-Finale ist am Wochenende geplatzt. Die Fußballerinnen der Ortsteil-Clubs TSV Eintracht Immenbeck und VSV Hedendorf/Neukloster verloren ihre Halbfinalpartien zu Hause gegen Mannschaften aus der Landesliga Lüneburg.

TSV-Trainer Jörg Koschnitzke und seine Mannschaft hatten sich vorgenommen, dem Favoriten das Leben schwer zu machen. Doch dieser Plan ging nicht auf. Denn schon beim Aufwärmen hatte sich Torfrau Susanne Bartels verletzt; an ihrer Stelle stand die angeschlagene Feldspielerin Jessica Paap zwischen die Pfosten. Und in der dritten Spielminute zog sich auch Mittelfeld-Frau Patricia Stelling eine Verletzung zu. Die ersten beiden Gegentreffer folgten nur wenig später.Der Landesliga-Spitzenreiter war eine Klasse besser und bestimmte das Spiel vor 40 Zuschauern auf der Brunen Naht. Nach der Pause schraubte die SG Geestland das Ergebnis hoch auf 5:0. "Unser Auftritt war wirklich katastrophal", sagt Koschnitzke. Immerhin: Die Immenbeckerinnen agierten im zweiten Durchgang mutiger und versuchten, ihre Topscorerin Tjorven Domeyer in Szene zu setzen. Ein Domeyer-Schuss aus 16 Metern flog in der 55. Minute nur knapp über die Latte.

Nach dem Pokal-Aus konzentrieren sich die Immenbecker Frauen auf das Saisonfinale in der Bezirksliga. Dort stehen sie sechs Spieltage vor dem Ende ungeschlagen auf Platz eins und schielen in Richtung Landesliga. Und das, obwohl vor der Saison nicht einmal klar war, ob die Eintracht eine Frauen-Mannschaft stellen kann. Allein sieben Spielerinnen plus Trainer Ron Lindenau waren nach Hedendorf abgewandert. Doch Koschnitzke und sein Team rührten die Werbetrommel. Jetzt stehen sie vor dem Aufstieg - und in der Tabelle vor den VSV Hedendorf/Neukloster.

Vor diesem Hintergrund wäre ein Pokalfinale zwischen den Halbfinal-Außenseitern Immenbeck und Hedendorf/Neukloster reizvoll gewesen. Doch da auch die VSV das Nachsehen gegen den Landesliga-Zweiten Eintracht Lüneburg hatten, blieb die Überraschung aus. Zur Halbzeit lagen die Hedendorfer Fußballerinnen bereits mit 0:2 zurück, kamen aber wie ausgewechselt aus der Kabine. Nach einem Doppelschlag von Jana Schliedermann (51.) und Jessica Wagner (55.) stand es 2:2. "In der ersten Halbzeit haben wir uns versteckt", sagt VSV-Coach Benjamin Saul, "das war Angsthasen-Fußball und ich musste etwas lauter werden."

Nach dem Ausgleich entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, bis die Spielerin des Spiels, Lina Steinmeier, mit einem Doppelpack Lüneburg auf die Siegerstraße brachte. Saul war zufrieden, dass seine Mannschaft nach der Pause Spielfreude erkennen lassen habe.Im Endspiel kommt es nun zur Neuauflage des Vorjahres. Damals setzten sich die Lüneburgerinnen im Elfmeterschießen durch. Die beiden Verlierer treffen schon am kommenden Sonnabend in der Bezirksliga aufeinander. Ab 18 Uhr ist Immenbeck zu Gast an der Feldstraße in Hedendorf.

Für die Eintracht eine weitere Hürde auf dem Weg zum angestrebten Aufstieg in die Landesliga. Denn: "Wir wollen uns dort etablieren und den Frauen-Fußball in Immenbeck wieder attraktiver gestalten", sagt Trainer Koschnitzke mit Blick auf die glorreichen Zeiten. Nachdem die Regionalliga-Mannschaft vor vier Jahren aufgrund etlicher Abgänge abgemeldet worden war, hat der Mädchen- und Frauenfußball eine beispiellose Talfahrt erlebt.

 
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