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Sonntag 11.06.17 21:14 Uhr|Autor: KSTA-KR/ Tom Steinicke1.168
Jubel zum Abschluss: Die ETSC-Spieler feiern den Siegtorschützen Benjamin Wiedenau (2.v.l.) nach dem Treffer zum 2:1. Foto: Steinicke

Der letzte Schuss sorgt für Glücksgefühle

Wiedenau sichert dem ETSC mit Tor in der Nachspielzeit den 2:1-Sieg über Wesseling-Urfeld

Euskirchener TSC — SpVg Wesseling—Urfeld 2:1 (1:1). Besser kann man eine Saison nicht beenden. Mit der letzten Ballberührung der Spielzeit schoss Benjamin Wiedenau den Euskirchener TSC zum Sieg über die SpVg Wesseling-Urfeld. Der Schiedsrichter pfiff die Partie schon ab, während die restlichen ETSC-Kicker ihren Mitspieler beglückwünschten.

Wiedenaus Schuss ins Glück war der spielerische Höhepunkt einer Partie, die zuvor über 90 Minuten viele Wünsche offen gelassen hatte. Die etwa 120 Zuschauer — ein Großteil waren Gäste-Fans — sahen ein zerfahrenes Spiel, in dem sich die Wesselinger vor allem auf die Defensive konzentrierten. Aber auch die Gastgeber taten sich in der Offensive schwer, Chancen zu kreieren.

Dennoch gingen die Euskirchener nicht unverdient in Führung. Thomas Leßenich war in der 35. Minute zur Stelle und traf zum 1:0. Nach einem „Flipper-Ball” — das Spielgerät war zuvor innerhalb kürzester Zeit von drei ETSC-Spielern und zwei SpVg-Akteuren berührt worden — stand es plötzlich 1:1. „Das war die einzige Chance der Gäste im gesamten Spiel”, sagte Euskirchens Trainer Frank Molderings.

Nach dem Seitenwechsel war es ein komplett niveauarmes Spiel. Eine der wenigen Ausnahmen: In der 75. Spielminute hatten einige Euskirchener schon den Torschrei auf den Lippen. Nach einem langen Ball stand Stürmer Sascha Engel plötzlich frei vor dem Tor. Der Gästetorwart zögerte beim Herauslaufen, Engel kam mit dem Kopf an den Ball. Aus der Drehung versuchte er dann, den Ball aus äußerst spitzem Winkel im Tor unterzubringen. Die Kugel klatschte allerdings an den Außenpfosten.

Als sich dann bereits alle mit der Punkteteilung abgefunden hatten, versuchten es die Gastgeber noch ein letztes Mal mit einem langen Ball. Der wurde von der Gästeabwehr nicht richtig geklärt und plötzlich lag der Ball Wiedenau genau vor den Füßen. Aus etwa 14 Metern schlenzte er das Spielgerät unhaltbar ins lange Eck.„Mit der Saison können wir unterm Strich zufrieden sein. Wir haben 50 Punkte — das ist überragend”, sagte Molderings, der sich gleich nach Spielende bei seiner Mannschaft für den Heimsieg bedankte.

Dem spielerischen Glanzlicht durch Wiedenau folgten zahlreiche emotionale Höhepunkte. Die Torhüter Joseph Griesehop und Philipp Dorn wurden genauso verabschiedet wie die Abwehrspieler Norman Saar und Jan Winkler. Auch für einen weiteren langjährigen Euskirchener hieß es Abschied nehmen. Für den Sportlichen Leiter Jörg Jordan war es das letzte Spiel. Wie sehr er bis zum Schluss mit seinem Verein fieberte, zeigte er bei Wiedenaus Tor: Jordan war nur wenige Sekunden nach dem Treffer schon Teil der Jubel-Spielertraube.

 
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