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Donnerstag 23.03.17 06:06 Uhr|Autor: Lukas Schierlinger - Redaktion Fussball Vorort72
Ballsicherer Stratege; Ünal Tosun (M.) setzt sich gegen zwei Pullacher durch.
Tosun über geplatzen Profi-Traum: "Hätte das Zeug dazu gehabt"
FCP-Techniker hat Regionalliga im Visier
FC Pipinsried - Mit dem FC Pipinsried kämpft Ünal Tosun noch um den Aufstieg in die Regionalliga. In Regensburg hat der Edeltechniker einst von ganz anderen Spielklassen geträumt. Warum ihm der endgültige Durchbruch nicht gelungen ist, verrät der 24-Jährige im Vorort-Interview.

Unterföhring liegt schon elf Punkte vor euch: Ist eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf schon gefallen?
 
Ünal Tosun: Ich denke, es ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Natürlich sind wir sehr unglücklich gestartet, mit nur einem Punkt aus drei Spielen und zwei meiner Meinung nach unberechtigten Platzverweisen. Es hätten auch neun Punkte aus drei Spielen sein können. Wir waren in jedem der Spiele die bessere Mannschaft. Uns hat allerdings auch das gewisse Etwas, das wir in der Hinrunde oft an den Tag gelegt haben, gefehlt.
 
Welche Trümpfe hat Pipinsried im Aufstiegskampf?
 
Ich denke, wir haben eine sehr, sehr gute Mannschaft. Wir glauben an unsere Ziele und arbeiten hart dafür. Wir werden wieder gewinnen und können in dieser Liga eine Serie starten. Als ich im Sommer gekommen bin, waren wir bis zum Spiel gegen Unterföhring 14 Spiele lang ungeschlagen. Wir haben einige Spieler in der Truppe, die auch einen ganz anderen Weg hätten einschlagen können. Viele haben bei "großen" Vereinen wie Bayern, 1860, Unterhaching oder Regensburg gekickt. Sie alle können an einem guten Tag ein Spiel entscheiden.
 
Was für ein Gefühl ist es, sich mit dem ehemaligen Verein zu duellieren? Hast du noch Kontakt zu Jungs vom FCU?
 
Im Endeffekt ist es jetzt kein besonderes Gefühl. Ich hatte beim FCU nach dem Wechsel von Unterhaching eine sehr schöne Zeit. Man schätzt und respektiert sich. Zu Trainer Andi Pummer habe ich schon seit Jahren ein sehr inniges Verhältnis. Allerdings will ich mit Pipinsried aufsteigen und Unterföhring ist unser Konkurrent. Deshalb schiebt man die gute Beziehung auf dem Platz zur Seite.
 
Wie zufrieden bist du mit deinen bisherigen Auftritten im Pipinsrieder Dress?
 
Als ich Ende August nach einer unglücklichen Türkei-Odysee zurück nach München gekommen bin und bei Pipinsried unterschrieben habe, lief es von Anfang an sehr gut für die Mannschaft und mich. Wir haben eine super Serie hingelegt. Ich wollte einfach wieder Spaß am Fußball haben und habe ihn auch schnell wieder gefunden. Ich halte sehr viel von unserem Trainerteam. Beide machen ihre Aufgabe auf und neben dem Platz als Spieler und Trainer überragend. Sie haben mir viel Vertrauen geschenkt und ich denke, ich konnte auch meinen Teil zum Erfolg beitragen. Aus den letzten drei Spielen haben wir nur einen Punkt geholt. Da muss ich mich als Leistungsträger dann auch in die Pflicht nehmen und wieder an bessere Leistungen anknüpfen. Wir arbeiten gut und ich denke, wir werden bald unsere Stärken abrufen und mehrere Dreier in Folge einfahren.
 
Du bist damals mit dem Ziel nach Regensburg gewechselt, Profi zu werden. Warum hast du dich dort nicht in der ersten Mannschaft durchsetzen können?
 
Ich bin damals mit sehr großen Hoffnungen nach Regensburg gewechselt. Während meiner Vertragslaufzeit (Zweieinhalb Jahre, d. Red.) wollte man mich ganz klar über die Amateure an die Profi-Mannschaft heranführen. Warum das letztlich nicht geklappt hat, möchte ich gar nicht weiter thematisieren. Unter Trainer Alexander Schmidt stand ich kurz vor meinem ersten Einsatz in der 3. Liga. Eine Schambeinentzündung hat mich dann weit zurück geworfen.
 
Wie bewertest du die Zeit beim Jahn rückblickend? Welche Erfahrungen hast du mitnehmen können?
 
Mit Mersad Selimbegovic und Ilija Dzepina hatte ich zwei Trainer die mich in dieser Zeit sehr viel weiter gebracht haben. Ich habe mich als Mensch und auf dem Platz weiterentwickelt. Dafür möchte ich den beiden auch einen großen Dank aussprechen. Natürlich schaue ich aber auch ein wenig wehmütig zurück auf diese Zeit. Ich denke schon, dass ich das Zeug dazu gehabt hätte, in diesem tollen, neuen Regensburger Stadion aufzulaufen. 
 
Ist das Thema Profifußball damit endgültig abgeschlossen?
 
Ich will das Maximum aus mir rausholen und arbeite hart dafür. Ich will immer gewinnen und guten Fußball spielen. Alles andere ergibt sich von selbst. Fußball kannst du nicht planen. 
 
 
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