
Torlos haben sich der FV Erkner und Germania Schöneiche II im Randberliner Derby der Landesliga Süd getrennt. Die Partie litt arg darunter, dass auf dem kleinen Kunstrasenplatz im Erich-Ring-Stadion am Dämeritzsee gespielt werden musste.
Als der Ball dem eingewechselten Erkneraner Charly Braune beim Schussversuch aus Nahdistanz über den linken Schlappen sprang, war auch die vielleicht größte der ganz wenigen Torchancen in einem wenig aufregenden Fußballspiel dahin (85.). Folgerichtig trennten sich der Gastgeber und der Aufsteiger aus Schöneiche in einer höchst durchschnittlichen Landesliga-Partie vor für ein solches Derby mäßiger Kulisse 0:0.
Mit dem Punkt waren am Ende beide Seiten zufrieden. Die Gäste erkämpften einen weiteren Zähler im Kampf gegen den Abstieg, sind jetzt schon seit drei Partien ungeschlagen. „Wir haben uns mit dem kleinen Platz sehr schwer getan. Die Gastgeber kennen die Umstände natürlich besser, haben immer wieder versucht, den Ball in den Strafraum zu chippen und hinterher zu gehen“, analysierte Paul Mitscherlich, Spielertrainer der Germania. „Uns fehlten für einen geordneten Aufbau schlicht die Räume.“ Erwähnenswerte Torszenen der Schöneicher gab es vor allem in der zweiten Hälfte quasi keine.
Auch FVE-Trainer Heiko Schickgram weiß natürlich um die Nachteile des Kunstrasengeläufs mit seinen geringen Ausmaßen. „Man hat wenig Zeit, ist praktisch permanent in Zweikämpfe verwickelt. Und uns fehlt da derzeit auch ein wenig die Ballsicherheit.“ Zudem machte sich das krankheitsbedingte Fehlen des in der Winterpause vom TSV Rudow aus der Berlin-Liga gekommenen Robert Szcegula bemerkbar. „Dadurch hat es uns deutlich an Durchschlagskraft gefehlt.“ Schickgram hofft übrigens, dass der Haupt(rasen)platz für das nächste Heimspiel am 25. März gegen den Kolkwitzer SV wieder freigegeben ist.
Die Gastgeber, in diesem Jahr nach zuvor zwei Siegen noch ungeschlagen, hatten gegen den Rivalen nur scheinbar optische Vorteile. Die Versuche von Sven Paprotny (53.), Jakob Kunert (60.) und Braune (75.) erwiesen sich allesamt als untauglich, das Schöneicher Tor ernsthaft zu gefährden. Aufregung noch einmal, als FVE-Außenverteidiger Adrian Ebert nach einem Foul Gelb-Rot sah. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wegen Beschimpfens des Schiri-Assistenten verwarnt, bettelte der 21-Jährige quasi um den Platzverweis. Das Kopfschütteln auf dem Gang zur Kabine hatte er umsonst. Kurz darauf folgten die übrigen Akteure – auch der letzte Versuch Paprotnys war vergebens.